Kommentar zur Entwicklung der Pohlschen Heide: Ein hohes, aber legitimes Ziel

veröffentlicht

Carsten Korfesmeyer

Abfälle sind kein Müll, sondern Rohstoffe. Das ist die gelebte Philosophie in der Entsorgungsbranche, die auf der Pohlschen Heide jetzt mit einem Leuchtturmprojekt an den Start geht. Das hat langfristig zum Ziel, die Deponie zuzumachen oder anders gesagt: Keinen Müll mehr zu haben, sondern nur noch Materialien, aus dem sich etwas Neues herstellen lässt. Noch klingt das utopisch, ist aber legitim.

Projekte dieser Art sind allerdings erforderlich. Wir Menschen werden immer Abfälle produzieren und da die Weltbevölkerung weiter steigt, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis uns der Müll über die Ohren wächst. Das hat die Branche spät, aber womöglich noch rechtzeitig erkannt. Noch bis in die 1970er Jahre gab es in den Dörfern die sogenannten Schuttlöcher, in die alles Mögliche hineingeworfen wurde. Von Mülltrennung keine Spur, von Klimaschutz auch nicht.

Egal, was dieses Projekt kosten mag: Das Geld für die Pohlsche Heide der Zukunft ist sinnvoll investiert. Es hat Signalkraft und steht für eine neue Denkweise im Umgang mit Müll. Im „mobilen Klassenzimmer“ dürften weitere Ideen entstehen. Irgendwann sprechen wir vielleicht tatsächlich nur noch von Rohstoffen. Schön wär's.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Kommentar zur Entwicklung der Pohlschen Heide: Ein hohes, aber legitimes ZielCarsten Korfesmeyer Abfälle sind kein Müll, sondern Rohstoffe. Das ist die gelebte Philosophie in der Entsorgungsbranche, die auf der Pohlschen Heide jetzt mit einem Leuchtturmprojekt an den Start geht. Das hat langfristig zum Ziel, die Deponie zuzumachen oder anders gesagt: Keinen Müll mehr zu haben, sondern nur noch Materialien, aus dem sich etwas Neues herstellen lässt. Noch klingt das utopisch, ist aber legitim. Projekte dieser Art sind allerdings erforderlich. Wir Menschen werden immer Abfälle produzieren und da die Weltbevölkerung weiter steigt, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis uns der Müll über die Ohren wächst. Das hat die Branche spät, aber womöglich noch rechtzeitig erkannt. Noch bis in die 1970er Jahre gab es in den Dörfern die sogenannten Schuttlöcher, in die alles Mögliche hineingeworfen wurde. Von Mülltrennung keine Spur, von Klimaschutz auch nicht. Egal, was dieses Projekt kosten mag: Das Geld für die Pohlsche Heide der Zukunft ist sinnvoll investiert. Es hat Signalkraft und steht für eine neue Denkweise im Umgang mit Müll. Im „mobilen Klassenzimmer“ dürften weitere Ideen entstehen. Irgendwann sprechen wir vielleicht tatsächlich nur noch von Rohstoffen. Schön wär's.