MT-Serie "Stallgeruch": Auf dem Hof Schwenker beginnt die Sommerzeit

Stefanie Dullweber

Hille. Auf dem Hof Schwenker hat die Sommerzeit begonnen. Passend zu Ostern melden sich die Landwirte aus der MT-Serie „Stallgeruch“ am Donnerstagmorgen in der Redaktion mit der Nachricht: „Wir lassen die Kühe raus.“ Für Landwirtin Tabea Wengenroth ist es einer der schönsten Tage im Jahr.

Neugierig und etwas übermütig laufen die Tiere auf die Weide. In den Frühlings- und Sommermonaten sind die Kühe tagsüber auf der Weide. MT- - © Foto: Stefanie Dullweber
Neugierig und etwas übermütig laufen die Tiere auf die Weide. In den Frühlings- und Sommermonaten sind die Kühe tagsüber auf der Weide. MT- (© Foto: Stefanie Dullweber)

Kaum hat sie die Stalltür geöffnet, stecken die ersten Kühe neugierig ihren Kopf heraus, fangen an zu rennen und springen nach kürzester Zeit im Grünen herum. Die Familie hat sich rund um die Wiese platziert, damit die Tiere in ihrem Übermut nicht durch den Zaun rennen. „Einige sind zum ersten Mal draußen. Die müssen das erst lernen.“ So wie Nummer 70. Das Tier steht als einziges noch im Stall und braucht von Tabea Wengenroth eine Extra-Einladung. Ab sofort ist die Herde tagsüber draußen. „Und wenn es ihnen zu warm wird, gehen die Tiere zurück in den kühlen Stall.“ Ebenfalls am Donnerstag kehrten die ersten beiden Schwalben zurück. Der Hof wurde im letzten Jahr vom Nabu als „schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet.

Das Corona-Virus habe bislang keine Auswirkungen auf ihre tägliche Arbeit, sagt die Landwirtin. Auf dem Hof werde normal gearbeitet. „Und auch die Milch wird ganz normal abgeholt.“ Die Produktion sei – im Gegensatz zu anderen Ländern – noch nicht gedrosselt worden. An den Osterfeiertagen lassen es die Familien Schwenker und Wengenroth etwas ruhiger angehen und erledigen nur das Nötigste. „Morgens und abends steht Melken und Füttern auf dem Programm.“

Für Samstag, 11. April, um 21 Uhr ruft die Gruppe „Land schafft Verbindung“ zu einer Solidaritäts-Aktion auf. Die Landwirte wollen sich mit allen, die das Land am Leben halten, solidarisieren. Dafür erleuchten sie ihre Höfe und Gärten mit Fackeln und Feuerschalen.

Im nächsten Teil von „Stallgeruch“ Ende April geht es um die Biogasanlage, die Andreas Schwenker betreibt.

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MT-Serie "Stallgeruch": Auf dem Hof Schwenker beginnt die SommerzeitStefanie DullweberHille. Auf dem Hof Schwenker hat die Sommerzeit begonnen. Passend zu Ostern melden sich die Landwirte aus der MT-Serie „Stallgeruch“ am Donnerstagmorgen in der Redaktion mit der Nachricht: „Wir lassen die Kühe raus.“ Für Landwirtin Tabea Wengenroth ist es einer der schönsten Tage im Jahr. Kaum hat sie die Stalltür geöffnet, stecken die ersten Kühe neugierig ihren Kopf heraus, fangen an zu rennen und springen nach kürzester Zeit im Grünen herum. Die Familie hat sich rund um die Wiese platziert, damit die Tiere in ihrem Übermut nicht durch den Zaun rennen. „Einige sind zum ersten Mal draußen. Die müssen das erst lernen.“ So wie Nummer 70. Das Tier steht als einziges noch im Stall und braucht von Tabea Wengenroth eine Extra-Einladung. Ab sofort ist die Herde tagsüber draußen. „Und wenn es ihnen zu warm wird, gehen die Tiere zurück in den kühlen Stall.“ Ebenfalls am Donnerstag kehrten die ersten beiden Schwalben zurück. Der Hof wurde im letzten Jahr vom Nabu als „schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Das Corona-Virus habe bislang keine Auswirkungen auf ihre tägliche Arbeit, sagt die Landwirtin. Auf dem Hof werde normal gearbeitet. „Und auch die Milch wird ganz normal abgeholt.“ Die Produktion sei – im Gegensatz zu anderen Ländern – noch nicht gedrosselt worden. An den Osterfeiertagen lassen es die Familien Schwenker und Wengenroth etwas ruhiger angehen und erledigen nur das Nötigste. „Morgens und abends steht Melken und Füttern auf dem Programm.“ Für Samstag, 11. April, um 21 Uhr ruft die Gruppe „Land schafft Verbindung“ zu einer Solidaritäts-Aktion auf. Die Landwirte wollen sich mit allen, die das Land am Leben halten, solidarisieren. Dafür erleuchten sie ihre Höfe und Gärten mit Fackeln und Feuerschalen. Im nächsten Teil von „Stallgeruch“ Ende April geht es um die Biogasanlage, die Andreas Schwenker betreibt.