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„Bitte achtsam sein“: Jägerschaft appelliert, in Corona-Zeiten Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen

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Die Kreisjägerschaft appelliert, Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa - © Patrick Pleul
Die Kreisjägerschaft appelliert, Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa (© Patrick Pleul)

Hille (mt/rad). In der aktuellen Situation zieht es die Menschen vermehrt in die Natur. Frische Luft, Frühling und ein Ausgleich zur Wir-bleiben-zu-Hause-Notwendigkeit locken nach draußen – natürlich unter Beachtung der geltenden Regelungen.

Doch gerade jetzt ist die heimische Natur besonders sensibel – darauf macht die Kreisjägerschaft Minden-Lübbecke aufmerksam. Viele heimische Wildtiere bringen im Frühjahr ihren Nachwuchs zur Welt. „Wir verstehen nur zu gut, dass viele Menschen in Corona-Zeiten ihre Zeit in der Natur verbringen“, sagt Dr. Walter Jäcker Vorsitzender der Kreisjägerschaft. „Dabei muss sich aber jeder bewusst sein, dass wir Rücksicht nehmen müssen. Die Brut- und Setzzeit ist in vollem Gange.“

Junge Feldhasen, Frischlinge, Bodenbrüter und Co. brauchen derzeit viel Ruhe. Die Elterntiere könnten wegen Stress und Störungen sogar ihren Nachwuchs verlassen oder das Füttern einstellen, erklärt Jäcker. „Deswegen appellieren wir an alle Naturbesucher: Verhalten Sie sich bitte achtsam!“ In Zeiten der Brut- und Aufzuchtzeit sei es zum Beispiel besonders wichtig, dass Hunde beim Spaziergang im Einflussbereich bleiben, oder besser noch an der Leine geführt werden. Besonders freilaufende Hunde könnten dem wilden Nachwuchs schaden.

Sich mit Bedacht in der Natur aufzuhalten, sei auch gar nicht schwierig. Jäcker: „Wenn Sie auf den Wegen bleiben, fühlen sich die Wildtiere nicht gestört. Sie können aber die Natur genießen und in diesen besonderen Zeiten, Ihren Akku auftanken.“

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Hille„Bitte achtsam sein“: Jägerschaft appelliert, in Corona-Zeiten Rücksicht auf Wildtiere zu nehmenHille (mt/rad). In der aktuellen Situation zieht es die Menschen vermehrt in die Natur. Frische Luft, Frühling und ein Ausgleich zur Wir-bleiben-zu-Hause-Notwendigkeit locken nach draußen – natürlich unter Beachtung der geltenden Regelungen. Doch gerade jetzt ist die heimische Natur besonders sensibel – darauf macht die Kreisjägerschaft Minden-Lübbecke aufmerksam. Viele heimische Wildtiere bringen im Frühjahr ihren Nachwuchs zur Welt. „Wir verstehen nur zu gut, dass viele Menschen in Corona-Zeiten ihre Zeit in der Natur verbringen“, sagt Dr. Walter Jäcker Vorsitzender der Kreisjägerschaft. „Dabei muss sich aber jeder bewusst sein, dass wir Rücksicht nehmen müssen. Die Brut- und Setzzeit ist in vollem Gange.“ Junge Feldhasen, Frischlinge, Bodenbrüter und Co. brauchen derzeit viel Ruhe. Die Elterntiere könnten wegen Stress und Störungen sogar ihren Nachwuchs verlassen oder das Füttern einstellen, erklärt Jäcker. „Deswegen appellieren wir an alle Naturbesucher: Verhalten Sie sich bitte achtsam!“ In Zeiten der Brut- und Aufzuchtzeit sei es zum Beispiel besonders wichtig, dass Hunde beim Spaziergang im Einflussbereich bleiben, oder besser noch an der Leine geführt werden. Besonders freilaufende Hunde könnten dem wilden Nachwuchs schaden. Sich mit Bedacht in der Natur aufzuhalten, sei auch gar nicht schwierig. Jäcker: „Wenn Sie auf den Wegen bleiben, fühlen sich die Wildtiere nicht gestört. Sie können aber die Natur genießen und in diesen besonderen Zeiten, Ihren Akku auftanken.“