Greenkeeper macht den Sportplatz in Hartum fit

Stefanie Dullweber

Hille-Hartum. Greenkeeper spielen in den Golfclubs eine wichtige Rolle. Sie sind hauptverantwortlich für die Platzpflege und die Qualität der Spielflächen. Dass auch beim Bauhof der Gemeinde Hille ein ausgebildeter Greenkeeper arbeitet, dürfte wohl den wenigsten bekannt sein. Zwar gelten für die Rasenflächen im Gemeindegebiet andere Maßstäbe als für einen Golfplatz – Bauhof-Leiterin Dagmar Meinert schätzt die Zusatzqualifikation ihres Mitarbeiters trotzdem.

Um den Boden aufzulockern, wurden viele kleine Löcher in den Boden gestanzt.
Um den Boden aufzulockern, wurden viele kleine Löcher in den Boden gestanzt.

Der gebürtige Hiller Fynn Reimann ist seit zwei Jahren beim Bauhof in Hartum beschäftigt. Der gelernte Pferdefachwirt hat vor seiner Rückkehr in die Gemeinde vier Jahre lang auf einem Golfplatz in Bad Neuenahr gearbeitet und eine Ausbildung zum Fachagrarwirt für Golf- und Sportplätze absolviert. Nebenbei habe er zwar auch seine Platzreife gemacht, aber das Grün habe ihn dann doch mehr interessiert, als das Golfspielen.

Die vielen kleinen Löcher wurden mit Sand gefüllt. Die Maßnahmen verbessern das Wurzelwachstum. Fotos: privat
Die vielen kleinen Löcher wurden mit Sand gefüllt. Die Maßnahmen verbessern das Wurzelwachstum. Fotos: privat

„Das Thema Begrünung ist eine Wissenschaft für sich“, sagt Reimann im MT-Gespräch, in dem es eigentlich um die Sportplätze in der Gemeinde Hille gehen soll. Um die Rasenfläche in Hartum hat sich der Experte in der vergangenen Woche gekümmert. Weil auf den Plätzen wegen der Corona-Krise momentan kein Fußball gespielt werden darf, hat der Bauhof die Gelegenheit genutzt, und den Boden gelockert und Unebenheiten ausgeglichen. Eine Wühlmausplage im letzten Sommer hatte dem Platz zugesetzt.

„Wir haben Löcher in den Boden gestanzt und diese anschließend mit Sand gefüllt“, erklärt der Experte. Das sorge dafür, dass die Pflanze vitaler werde und das Wurzelwachstum sich verbessere. Es handele sich dabei um eine mechanische Bodenbearbeitung, ohne die Grasnarbe zu verletzen. „Der Platz kann sich jetzt erholen. Wir hoffen, dass er schön grün wird“, sagt Fynn Reimann. Es hätte dem Boden aber auch nicht geschadet, wenn hier jetzt der normale Spielbetrieb weitergegangen wäre.

Der Sportplatz an der Verbundschule Hille konnte laut Bauhofleiterin Dagmar Meinert nicht dementsprechend bearbeitet werden, weil hier ein Mähroboter im Einsatz ist und die Kabel im Boden beschädigt worden wären. Der Platz sei aber grundsätzlich in einem guten Zustand.

Wie Friedrich Rohlfing, Vorsitzender vom SC Hille berichtet, ist aufgrund der Corona-Krise an Trainings- und Spielbetrieb auf dem Sportgelände nicht zu denken. Auch die Bauarbeiten am Vereinsheim würden derzeit ruhen. Er hoffe, dass es damit zumindest nach Ostern weitergehen könne.

Die Kommunikation im Verein laufe derzeit ausschließlich über die sozialen Medien. „Die Trainer geben ihren Mannschaften Übungen für zu Hause und fordern die Spieler auf, sich im eigenen Bereich fit zu halten“, sagt Rohlfing gegenüber dem MT. Wann auf dem Sportplatz wieder gekickt wird, sei völlig unklar.

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Greenkeeper macht den Sportplatz in Hartum fitStefanie DullweberHille-Hartum. Greenkeeper spielen in den Golfclubs eine wichtige Rolle. Sie sind hauptverantwortlich für die Platzpflege und die Qualität der Spielflächen. Dass auch beim Bauhof der Gemeinde Hille ein ausgebildeter Greenkeeper arbeitet, dürfte wohl den wenigsten bekannt sein. Zwar gelten für die Rasenflächen im Gemeindegebiet andere Maßstäbe als für einen Golfplatz – Bauhof-Leiterin Dagmar Meinert schätzt die Zusatzqualifikation ihres Mitarbeiters trotzdem. Der gebürtige Hiller Fynn Reimann ist seit zwei Jahren beim Bauhof in Hartum beschäftigt. Der gelernte Pferdefachwirt hat vor seiner Rückkehr in die Gemeinde vier Jahre lang auf einem Golfplatz in Bad Neuenahr gearbeitet und eine Ausbildung zum Fachagrarwirt für Golf- und Sportplätze absolviert. Nebenbei habe er zwar auch seine Platzreife gemacht, aber das Grün habe ihn dann doch mehr interessiert, als das Golfspielen. „Das Thema Begrünung ist eine Wissenschaft für sich“, sagt Reimann im MT-Gespräch, in dem es eigentlich um die Sportplätze in der Gemeinde Hille gehen soll. Um die Rasenfläche in Hartum hat sich der Experte in der vergangenen Woche gekümmert. Weil auf den Plätzen wegen der Corona-Krise momentan kein Fußball gespielt werden darf, hat der Bauhof die Gelegenheit genutzt, und den Boden gelockert und Unebenheiten ausgeglichen. Eine Wühlmausplage im letzten Sommer hatte dem Platz zugesetzt. „Wir haben Löcher in den Boden gestanzt und diese anschließend mit Sand gefüllt“, erklärt der Experte. Das sorge dafür, dass die Pflanze vitaler werde und das Wurzelwachstum sich verbessere. Es handele sich dabei um eine mechanische Bodenbearbeitung, ohne die Grasnarbe zu verletzen. „Der Platz kann sich jetzt erholen. Wir hoffen, dass er schön grün wird“, sagt Fynn Reimann. Es hätte dem Boden aber auch nicht geschadet, wenn hier jetzt der normale Spielbetrieb weitergegangen wäre. Der Sportplatz an der Verbundschule Hille konnte laut Bauhofleiterin Dagmar Meinert nicht dementsprechend bearbeitet werden, weil hier ein Mähroboter im Einsatz ist und die Kabel im Boden beschädigt worden wären. Der Platz sei aber grundsätzlich in einem guten Zustand. Wie Friedrich Rohlfing, Vorsitzender vom SC Hille berichtet, ist aufgrund der Corona-Krise an Trainings- und Spielbetrieb auf dem Sportgelände nicht zu denken. Auch die Bauarbeiten am Vereinsheim würden derzeit ruhen. Er hoffe, dass es damit zumindest nach Ostern weitergehen könne. Die Kommunikation im Verein laufe derzeit ausschließlich über die sozialen Medien. „Die Trainer geben ihren Mannschaften Übungen für zu Hause und fordern die Spieler auf, sich im eigenen Bereich fit zu halten“, sagt Rohlfing gegenüber dem MT. Wann auf dem Sportplatz wieder gekickt wird, sei völlig unklar.