Eickhorster Plattform als „schwarzes Brett“ im Netz

Carsten Korfesmeyer

Die digitale Kommunikationsplattform ist seit wenigen Tagen freigeschaltet. MT-Screenshot: Carsten Korfesmeyer
Die digitale Kommunikationsplattform ist seit wenigen Tagen freigeschaltet. MT-Screenshot: Carsten Korfesmeyer

Hille-Eickhorst. Diese Internetseite scheint wie gemacht für die Zeit nach Corona. Sie informiert über das aktuelle Geschehen im Dorf, weist auf Events hin oder gibt Ausflugstipps. Unter www.eickhorst.online präsentiert sich der Ort ab sofort auf einer neuen Plattform im Netz. „Jeder kann dort seine Beiträge veröffentlichen“, sagt Ortsheimatpfleger Jürgen Paulsmeyer. Auch Firmen oder Vereine sind dazu aufgerufen und die Sehenswürdigkeiten werden ebenfalls vorgestellt. Nach der Dorffunk-App ist in Eickhorst damit eine weitere öffentlich zugängliche Kommunikationsmöglichkeit am Start. Und in Corona-Zeiten bietet sie obendrein die Chance, zumindest virtuell ein bisschen Normalität zu leben.

Ende 2017 kam das Angebot vom Kreis, die vom Land geförderte Homepage für Ortschaften ins Leben zu rufen. Die Eickhorster Kulturgemeinschaft, der alle Vereine des 1.200-Einwohner-Ortes angehören, nahm es sofort an. „So eine Internetseite ist genau das, was wir uns wünschten“, sagt Paulsmeyer. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Eberhard Peper (CDU) und Seniorenbeirats-Mitglied Heinz-Friedel Kuhlmann schob er das Projekt weiter an. Neuigkeiten aus der Gemeinde zu bündeln und die Leute auf dem Laufenden zu halten, lautete das Ziel.

Sinn und Zweck der Seite sind vorrangig die Aktivitäten des Ortes, die in Coronazeiten weitgehend auf Eis liegen. Ihren Zweck erfüllt sie dennoch – und so sind beispielsweise Gottesdienste online abrufbar. Galerien oder Informationen aus der Gemeinde zählen ebenfalls zum Angebot und: Das sogenannte Dorfverzeichnis zeigt eine Karte mit den Sehenswürdigkeiten wie Wasserrad, Burg und Mühle. „Eine Dorfchronik steht ebenfalls auf der Seite“, sagt der Ortsheimatpfleger. Im Jahr 1255 wurde Eickhorst beispielsweise erstmals urkundlich erwähnt.

Elf Modelldörfer aus dem Mühlenkreis beteiligen sich an dem Landesprojekt, mit dem auch die räumlichen Distanzen im ländlichen Raum überbrückt werden sollen. „Unter anderem machen auch Nammen und Quetzen mit“, sagt Paulsmeyer. Wer seine Beiträge ins Netz stellen möchte, muss sich an den sogenannten Kümmerer wenden. Für Eickhorst ist das Matthias Detert, der sich in der Kulturgemeinschaft engagiert und diese Funktion ehrenamtlich ausübt. Gegenüber dem MT erklärt der 38-Jährige, dass er die Plattform perspektivisch weiter öffnen werde und die jeweiligen Beiträge relativ zeitnah erscheinen sollen. Außer ihm sind momentan auch noch Paulsmeyer und Kuhlmann für die Seite freigeschaltet.

Der Ortsheimatpfleger verspricht sich einiges von dem neuen Angebot. Es biete die willkommene Möglichkeit, Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen. Für Eickhorst und die weiteren Modelldörfer sei das auch in touristischer Hinsicht wertvoll. „Wir können für uns werben“, sagt er. Und auch wenn Eickhorst wahrscheinlich nicht direkt als Ausflugsziel angesteuert wird, motiviert die neue Internetseite die Besucher womöglich für einen Abstecher in die gesamte Region.

Ohnehin will die Gemeinde im Bereich des Tourismus stärker auf den interkommunalen Gedanken setzen. Bürgermeister Michael Schweiß (SPD) hatte bereits vor wenigen Wochen gegenüber dem MT mitgeteilt, die geplante Tourismus-Kooperation mit den Kommunen des Altkreises Lübbecke noch in diesem Jahr unter Dach und Fach bringen zu wollen. Der Verwaltungschef hatte angekündigt, dabei die gesamte Region zu betrachten.

Der Autor ist erreichbar unter Telefon (05 71) 882 237 und Carsten.Korfesmeyer@MT.de

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Eickhorster Plattform als „schwarzes Brett“ im NetzCarsten KorfesmeyerHille-Eickhorst. Diese Internetseite scheint wie gemacht für die Zeit nach Corona. Sie informiert über das aktuelle Geschehen im Dorf, weist auf Events hin oder gibt Ausflugstipps. Unter www.eickhorst.online präsentiert sich der Ort ab sofort auf einer neuen Plattform im Netz. „Jeder kann dort seine Beiträge veröffentlichen“, sagt Ortsheimatpfleger Jürgen Paulsmeyer. Auch Firmen oder Vereine sind dazu aufgerufen und die Sehenswürdigkeiten werden ebenfalls vorgestellt. Nach der Dorffunk-App ist in Eickhorst damit eine weitere öffentlich zugängliche Kommunikationsmöglichkeit am Start. Und in Corona-Zeiten bietet sie obendrein die Chance, zumindest virtuell ein bisschen Normalität zu leben. Ende 2017 kam das Angebot vom Kreis, die vom Land geförderte Homepage für Ortschaften ins Leben zu rufen. Die Eickhorster Kulturgemeinschaft, der alle Vereine des 1.200-Einwohner-Ortes angehören, nahm es sofort an. „So eine Internetseite ist genau das, was wir uns wünschten“, sagt Paulsmeyer. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Eberhard Peper (CDU) und Seniorenbeirats-Mitglied Heinz-Friedel Kuhlmann schob er das Projekt weiter an. Neuigkeiten aus der Gemeinde zu bündeln und die Leute auf dem Laufenden zu halten, lautete das Ziel. Sinn und Zweck der Seite sind vorrangig die Aktivitäten des Ortes, die in Coronazeiten weitgehend auf Eis liegen. Ihren Zweck erfüllt sie dennoch – und so sind beispielsweise Gottesdienste online abrufbar. Galerien oder Informationen aus der Gemeinde zählen ebenfalls zum Angebot und: Das sogenannte Dorfverzeichnis zeigt eine Karte mit den Sehenswürdigkeiten wie Wasserrad, Burg und Mühle. „Eine Dorfchronik steht ebenfalls auf der Seite“, sagt der Ortsheimatpfleger. Im Jahr 1255 wurde Eickhorst beispielsweise erstmals urkundlich erwähnt. Elf Modelldörfer aus dem Mühlenkreis beteiligen sich an dem Landesprojekt, mit dem auch die räumlichen Distanzen im ländlichen Raum überbrückt werden sollen. „Unter anderem machen auch Nammen und Quetzen mit“, sagt Paulsmeyer. Wer seine Beiträge ins Netz stellen möchte, muss sich an den sogenannten Kümmerer wenden. Für Eickhorst ist das Matthias Detert, der sich in der Kulturgemeinschaft engagiert und diese Funktion ehrenamtlich ausübt. Gegenüber dem MT erklärt der 38-Jährige, dass er die Plattform perspektivisch weiter öffnen werde und die jeweiligen Beiträge relativ zeitnah erscheinen sollen. Außer ihm sind momentan auch noch Paulsmeyer und Kuhlmann für die Seite freigeschaltet. Der Ortsheimatpfleger verspricht sich einiges von dem neuen Angebot. Es biete die willkommene Möglichkeit, Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen. Für Eickhorst und die weiteren Modelldörfer sei das auch in touristischer Hinsicht wertvoll. „Wir können für uns werben“, sagt er. Und auch wenn Eickhorst wahrscheinlich nicht direkt als Ausflugsziel angesteuert wird, motiviert die neue Internetseite die Besucher womöglich für einen Abstecher in die gesamte Region. Ohnehin will die Gemeinde im Bereich des Tourismus stärker auf den interkommunalen Gedanken setzen. Bürgermeister Michael Schweiß (SPD) hatte bereits vor wenigen Wochen gegenüber dem MT mitgeteilt, die geplante Tourismus-Kooperation mit den Kommunen des Altkreises Lübbecke noch in diesem Jahr unter Dach und Fach bringen zu wollen. Der Verwaltungschef hatte angekündigt, dabei die gesamte Region zu betrachten. Der Autor ist erreichbar unter Telefon (05 71) 882 237 und Carsten.Korfesmeyer@MT.de