Kommentar zum Thema Windenergie: Wie „Waschmir den Pelz“ Carsten Korfesmeyer 1.500 Meter Abstand zur Wohnbebauung? Diese bisherige Vorgabe vom Land versetzt der Windenergie in NRW den Knockout. Wenn selbst ländliche und verhältnismäßig dünn besiedelten Regionen wie Hille diese Distanzen nicht einhalten können, sieht es für Ballungszentren erst recht zappenduster aus. Statt sie voranzubringen, werden neue Windräder ausgebremst. Das gibt natürlich keiner zu, denn erneuerbaren Energien steht fast jeder zumindest offiziell positiv gegenüber. Nur ist es bei dem Thema wie mit der Redewendung „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“. Sobald die Windkraftanlagen vor der eigenen Haustür stehen, wendet sich das Blatt. Das ist menschlich, aber verkehrt. Für mehr Klimaschutz sind Windkraftanlagen und Co. unerlässlich. Deshalb muss es in der Sache schnelle verbindliche Entscheidungen „von oben“ geben. Augenmaß ist wichtig und Einzelfälle gehören auf den Prüfstand. Kompromissbereitschaft ist aber auch gefordert.

Kommentar zum Thema Windenergie: Wie „Waschmir den Pelz“

Carsten Korfesmeyer

1.500 Meter Abstand zur Wohnbebauung? Diese bisherige Vorgabe vom Land versetzt der Windenergie in NRW den Knockout. Wenn selbst ländliche und verhältnismäßig dünn besiedelten Regionen wie Hille diese Distanzen nicht einhalten können, sieht es für Ballungszentren erst recht zappenduster aus.

Statt sie voranzubringen, werden neue Windräder ausgebremst. Das gibt natürlich keiner zu, denn erneuerbaren Energien steht fast jeder zumindest offiziell positiv gegenüber. Nur ist es bei dem Thema wie mit der Redewendung „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“. Sobald die Windkraftanlagen vor der eigenen Haustür stehen, wendet sich das Blatt.

Das ist menschlich, aber verkehrt. Für mehr Klimaschutz sind Windkraftanlagen und Co. unerlässlich. Deshalb muss es in der Sache schnelle verbindliche Entscheidungen „von oben“ geben. Augenmaß ist wichtig und Einzelfälle gehören auf den Prüfstand. Kompromissbereitschaft ist aber auch gefordert.

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