Oberlübbe

Ausschuss gibt grünes Licht für Sanierung und Erweiterung am Oberlübber Grundschulstandort

Carsten Korfesmeyer

Hille-Oberlübbe. Auf knapp unter 1,7 Millionen Euro schätzt die Verwaltung die Kosten für die Sanierung des Grundschulstandorts in Oberlübbe. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und viel zu klein. Im Bildungsausschuss muss Sachgebietsleiter Bernd Küchhold deshalb keine Überzeugungsarbeit mehr leisten, um die Pläne weiter voranzubringen. Bei einer Enthaltung votiert das Gremium einstimmig für den Entwurf, einen Anbau zu errichten und die bestehenden Räume auf Höhe der Zeit zu bringen. Fördermöglichkeiten werden bei der Finanzierung noch geprüft, erklärt Küchhold. Und nach weiteren energetischen Maßnahmen werde auch noch gesucht.

Der Anbau entsteht auf der Fläche des Spielplatzes am Korfskamp. Ober ganz verschwindet, ist offen. MT- - © Foto: Carsten Korfesmeyer
Der Anbau entsteht auf der Fläche des Spielplatzes am Korfskamp. Ober ganz verschwindet, ist offen. MT- (© Foto: Carsten Korfesmeyer)

Das Geld soll im Haushalt bereitgestellt werden. „Der Architekt bereit zurzeit den Bauantrag vor“, sagt der Sachgebietsleiter am Montag gegenüber dem MT. Voraussichtlich in drei Wochen werde er gestellt und brauche dann rund einen Monat bis zur Genehmigung. Dann kommen noch die Ausschreibungen – und läuft alles glatt, könnten die Bauarbeiten noch im Sommer starten. „2021 wollen wir mit allem durch sein“, sagt Küchhold.

Der Anbau entsteht im nördlichen Teil am Korfskamp. Rund 100 Quadratmeter vom bisherigen Spielplatz müssen für das zweigeschossige Gebäude plus Kellerräume weichen. „Dadurch verbessern sich vor allem die Betreuungsmöglichkeiten im Offenen Ganztag“, sagt der Sachgebietsleiter. Im Keller gibt es beispielsweise einen knapp 80 Quadratmeter großen Gruppenraum sowie zwei Differenzierungsräume in den weiteren Etagen.

Beim Offenen Ganztag herrscht in Oberlübbe dringender Platzbedarf. Bis zu 90 Kinder gehen dort aktuell in die Betreuung, obwohl die Kapazitäten ursprünglich nur auf 25 Grundschüler ausgerichtet waren. Ein Zustand, der längst nicht mehr tragbar sei und sich in Zeiten des Inklusionskonzepts dringend ändern muss. Denn das Ziel der Erweiterung und der Sanierung besteht auch darin, die Voraussetzungen für das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung zu verbessern.

Einiges tut sich deshalb auch im bisherigen Schulgebäude, das Teil des Grundschulstandorts „An der Bergkante“ ist. Unter anderem sollen die Fußböden erneuert werden. „Auch bei der Raumaufteilung ändert sich etwas“, sagt Küchhold. Der Verwaltungsbereich werde vergrößert, was zu Lasten der bisherigen Pausenhalle geht. Die wird nach den Plänen kleiner. Dafür sind das Lehrerzimmer, das Sekretariat und das Büro für die Schulleitung nach der Sanierung größer. Verändern wird sich voraussichtlich auch etwas bei den Fenstern, die laut Küchhold aktuell auf ihren energetischen Zustand untersucht werden.

In Zeiten des Energiesparens kommt auch der Beleuchtung eine wichtige Bedeutung zu. Laut Sachgebietsleiter ist eine Umstellung auf die deutlich sparsamere LED-Beleuchtung vorgesehen. Das bedeute allerdings auch, dass dann neue Decken kommen müssen. Und wie laufen die Arbeiten zeitlich ab? „Da werden wir uns an den Ferien orientieren müssen“, sagt Küchhold. Der laufende Schulbetrieb dürfe durch das Projekt selbstverständlich nicht leiden.

Ungeklärt ist MT-Informationen zufolge, ob der Spielplatz am Korfskamp ganz oder nur zum Teil durch den Anbau verschwinden muss. Darüber sei momentan noch nicht entschieden, heißt es aus Schulkreisen.

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OberlübbeAusschuss gibt grünes Licht für Sanierung und Erweiterung am Oberlübber GrundschulstandortCarsten KorfesmeyerHille-Oberlübbe. Auf knapp unter 1,7 Millionen Euro schätzt die Verwaltung die Kosten für die Sanierung des Grundschulstandorts in Oberlübbe. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und viel zu klein. Im Bildungsausschuss muss Sachgebietsleiter Bernd Küchhold deshalb keine Überzeugungsarbeit mehr leisten, um die Pläne weiter voranzubringen. Bei einer Enthaltung votiert das Gremium einstimmig für den Entwurf, einen Anbau zu errichten und die bestehenden Räume auf Höhe der Zeit zu bringen. Fördermöglichkeiten werden bei der Finanzierung noch geprüft, erklärt Küchhold. Und nach weiteren energetischen Maßnahmen werde auch noch gesucht. Das Geld soll im Haushalt bereitgestellt werden. „Der Architekt bereit zurzeit den Bauantrag vor“, sagt der Sachgebietsleiter am Montag gegenüber dem MT. Voraussichtlich in drei Wochen werde er gestellt und brauche dann rund einen Monat bis zur Genehmigung. Dann kommen noch die Ausschreibungen – und läuft alles glatt, könnten die Bauarbeiten noch im Sommer starten. „2021 wollen wir mit allem durch sein“, sagt Küchhold. Der Anbau entsteht im nördlichen Teil am Korfskamp. Rund 100 Quadratmeter vom bisherigen Spielplatz müssen für das zweigeschossige Gebäude plus Kellerräume weichen. „Dadurch verbessern sich vor allem die Betreuungsmöglichkeiten im Offenen Ganztag“, sagt der Sachgebietsleiter. Im Keller gibt es beispielsweise einen knapp 80 Quadratmeter großen Gruppenraum sowie zwei Differenzierungsräume in den weiteren Etagen. Beim Offenen Ganztag herrscht in Oberlübbe dringender Platzbedarf. Bis zu 90 Kinder gehen dort aktuell in die Betreuung, obwohl die Kapazitäten ursprünglich nur auf 25 Grundschüler ausgerichtet waren. Ein Zustand, der längst nicht mehr tragbar sei und sich in Zeiten des Inklusionskonzepts dringend ändern muss. Denn das Ziel der Erweiterung und der Sanierung besteht auch darin, die Voraussetzungen für das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung zu verbessern. Einiges tut sich deshalb auch im bisherigen Schulgebäude, das Teil des Grundschulstandorts „An der Bergkante“ ist. Unter anderem sollen die Fußböden erneuert werden. „Auch bei der Raumaufteilung ändert sich etwas“, sagt Küchhold. Der Verwaltungsbereich werde vergrößert, was zu Lasten der bisherigen Pausenhalle geht. Die wird nach den Plänen kleiner. Dafür sind das Lehrerzimmer, das Sekretariat und das Büro für die Schulleitung nach der Sanierung größer. Verändern wird sich voraussichtlich auch etwas bei den Fenstern, die laut Küchhold aktuell auf ihren energetischen Zustand untersucht werden. In Zeiten des Energiesparens kommt auch der Beleuchtung eine wichtige Bedeutung zu. Laut Sachgebietsleiter ist eine Umstellung auf die deutlich sparsamere LED-Beleuchtung vorgesehen. Das bedeute allerdings auch, dass dann neue Decken kommen müssen. Und wie laufen die Arbeiten zeitlich ab? „Da werden wir uns an den Ferien orientieren müssen“, sagt Küchhold. Der laufende Schulbetrieb dürfe durch das Projekt selbstverständlich nicht leiden. Ungeklärt ist MT-Informationen zufolge, ob der Spielplatz am Korfskamp ganz oder nur zum Teil durch den Anbau verschwinden muss. Darüber sei momentan noch nicht entschieden, heißt es aus Schulkreisen.