Rothenuffeln

Damen-Quintett Brassesoires: „Ladies Night“ in Blech

Rolf Graff

- © cko
(© cko)

Hille-Rothenuffeln. Einiges an dem Blechblas-Quintett Brassessoires ist ungewöhnlich: Es ist ausschließlich weiblich besetzt, legt sich stilistisch nicht fest und serviert sein Programm mit viel Humor. Schon mit ihrem Programm „Dunkelblond“ hatten die jungen Damen, die aus Bayern und Österreich kommen, vor drei Jahren zum 50. CVJM-Bestehen in der Kreuzkirche Rothenuffeln begeistert, in die sie diesmal ihr neues Repertoire unter der Überschrift „Ladies' Night“ mitgebracht hatten.

Das Ensemble, das 2011 gegründet wurde, besteht aus Isabelle Hauser (Trompete und Gesang), Hedwig-Martha Emmerich (Trompete und Gesang), Franziska Lehner (Horn und Gesang), Katharina Obereder (Posaune und Gesang) sowie Christina Maria Schauer (Tuba und Gesang). Die Damen sind elegant in Schwarz gekleidet. Nur die Schuhe und die dazu passenden Accessoires haben jeweils unterschiedliche Farben.

Eine Fantasie über das Volkslied „Alle Vögel sind schon da“ und „Oh du lieber Augustin“ mit neuen Variationen in jeder Strophe werden gefolgt von zwei Polkas und einem Walzer. Märsche, Polkas und Volkstümliches erwarten ja viele bei einem Blaskonzert, aber auch Pop, Chanson, Irish Folk, spanischen Rhythmen und Jazzig spielt das Damen-Quitett mit gleicher Hingabe. Dabei sind Titel wie „Himmelfahrts-Polka“, „Tiger Rag“, „Heal the World“ oder „Fanfare Maestoso“, die bei ihnen zur „Fanfare Mafiosie“ wird. Die meisten, der immer klugen wie geschmackvollen Arrangements, hat Tubistin Christina Schauer verfasst. Sie singt auch mit gut geschulter Stimme „The sally Garden“ und „Das Tigerfest“. Dass die Brassessoirs nicht nur Freude am Spiel mit Tönen, sondern auch am Spiel mit Worten haben, zeigt ja schon der Name ihrer Gruppe. So inszenieren die Musikerinnen ihre Songs eingebettet in humorvolle Moderationen. Ein Märchen mit Ritter, Drachen und Hexe beantwortet die Frage nach dem, was Frauen eigentlich wollen und was sie sind und bleiben.

Nach der Feststellung, dass es die gemeinsame Sprache ist, die Bayern und Österreicher am meisten trennt, folgen Gedichte über die Liebe, die in der hochdeutschen Übersetzung allen Charme verlieren. Die hohe Qualität ihres Spiels, Titelauswahl und Arrangements und die humorvolle Präsentation machten das Konzert zu einem angenehmen Abend, was noch durch die stimmungsvolle Dekoration und Ausleuchtung weiter gefördert wurde. Eine der Zugaben, „A Night like this“, fasste das gut zusammen.

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RothenuffelnDamen-Quintett Brassesoires: „Ladies Night“ in BlechRolf GraffHille-Rothenuffeln. Einiges an dem Blechblas-Quintett Brassessoires ist ungewöhnlich: Es ist ausschließlich weiblich besetzt, legt sich stilistisch nicht fest und serviert sein Programm mit viel Humor. Schon mit ihrem Programm „Dunkelblond“ hatten die jungen Damen, die aus Bayern und Österreich kommen, vor drei Jahren zum 50. CVJM-Bestehen in der Kreuzkirche Rothenuffeln begeistert, in die sie diesmal ihr neues Repertoire unter der Überschrift „Ladies' Night“ mitgebracht hatten. Das Ensemble, das 2011 gegründet wurde, besteht aus Isabelle Hauser (Trompete und Gesang), Hedwig-Martha Emmerich (Trompete und Gesang), Franziska Lehner (Horn und Gesang), Katharina Obereder (Posaune und Gesang) sowie Christina Maria Schauer (Tuba und Gesang). Die Damen sind elegant in Schwarz gekleidet. Nur die Schuhe und die dazu passenden Accessoires haben jeweils unterschiedliche Farben. Eine Fantasie über das Volkslied „Alle Vögel sind schon da“ und „Oh du lieber Augustin“ mit neuen Variationen in jeder Strophe werden gefolgt von zwei Polkas und einem Walzer. Märsche, Polkas und Volkstümliches erwarten ja viele bei einem Blaskonzert, aber auch Pop, Chanson, Irish Folk, spanischen Rhythmen und Jazzig spielt das Damen-Quitett mit gleicher Hingabe. Dabei sind Titel wie „Himmelfahrts-Polka“, „Tiger Rag“, „Heal the World“ oder „Fanfare Maestoso“, die bei ihnen zur „Fanfare Mafiosie“ wird. Die meisten, der immer klugen wie geschmackvollen Arrangements, hat Tubistin Christina Schauer verfasst. Sie singt auch mit gut geschulter Stimme „The sally Garden“ und „Das Tigerfest“. Dass die Brassessoirs nicht nur Freude am Spiel mit Tönen, sondern auch am Spiel mit Worten haben, zeigt ja schon der Name ihrer Gruppe. So inszenieren die Musikerinnen ihre Songs eingebettet in humorvolle Moderationen. Ein Märchen mit Ritter, Drachen und Hexe beantwortet die Frage nach dem, was Frauen eigentlich wollen und was sie sind und bleiben. Nach der Feststellung, dass es die gemeinsame Sprache ist, die Bayern und Österreicher am meisten trennt, folgen Gedichte über die Liebe, die in der hochdeutschen Übersetzung allen Charme verlieren. Die hohe Qualität ihres Spiels, Titelauswahl und Arrangements und die humorvolle Präsentation machten das Konzert zu einem angenehmen Abend, was noch durch die stimmungsvolle Dekoration und Ausleuchtung weiter gefördert wurde. Eine der Zugaben, „A Night like this“, fasste das gut zusammen.