1.995 Blutspenden: Deutsches Rotes Kreuz ehrt Jubilare Michael Grundmeier Michael Grundmeier Hille-Unterlübbe. „Ein bisschen was zurückgeben“, wollte der Ortsverein Hille des Deutschen Roten Kreuz 28 Personen, die schon mehrfach Blut gespendet haben. Insgesamt waren die Teilnehmer der Ehrung 1.995 Mal zur Ader gelassen worden. Wann genau Herbert Heuer mit dem Blut spenden begonnen hat, lässt sich heute nur noch schlecht rekonstruieren. Irgendwann Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre muss es gewesen sein, lange her also. Damals habe es nach jeder Spende einen „Schluck“ gegeben, weiß Heuer zu berichten. Und auch, dass der Andrang groß war erinnert er. „Die Blutspende gehörte damals einfach dazu, das war wie der Gang zum Gottesdienst, da musste man nicht lange überlegen“, meint ein anderer Teilnehmer der Ehrung. Heuer selbst war damals Sportler, spielte Handball im Verein. „Ich war körperlich sehr fit, hatte deshalb auch kaum Einschränkungen durch die Spende“. Nur einmal habe er größere Beschwerden gehabt – als er am Tag nach der Spende hart trainiert habe. „Weil sich die Blutkörperchen, die den Sauerstoff aufnehmen, erst wieder aufbauen müssen, habe ich kaum Luft gekriegt“, erinnert sich Heuer. Ansonsten sei Blutspenden eine rundum gute Sache, findet Heuer. Er könne nur jedem raten, mitzumachen: „Man tut etwas Gutes und wird nebenbei noch untersucht, besser geht es nicht“, meint Heuer, der mit 0 negativ einen ganz besonderen Bluttyp sein Eigen nennt. „Ich darf für jeden Bluttyp spenden“, weiß der rüstige Rentner. Dass sich Heuer beim Ortsverein Hille besonders wohl fühlt, liegt auch an den anderen Spendern und den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern: „Hier ist es ein bisschen wie in einer kleinen Familie, man sieht die meisten immer wieder und unterhält sich dann über Gott und die Welt.“ Menschen, die nicht Blut spenden, rät Heuer, ihre Haltung zu überdenken. „Es kann immer sein, dass man irgendwann selbst dringend Blut braucht und irgendwo gibt es immer jemanden, der dringend auf Blut angewiesen ist.“ Der kleine Pieks sei jedenfalls schnell vergessen. Dass es zu wenige junge Menschen bei den Blutspenden gibt, weiß auch Stephan Kottmann, Referent des DRK-Blutspendendienstes West. Es brauche fünf junge Spender, um einen langjährigen „alten“ zu ersetzen, sagt Kottmann. „Einfach, weil die älteren Spender häufiger, manche sogar viermal im Jahr, kommen. Die jungen Spender kommen oft nur einmal im Jahr.“ Für die Zukunft wünscht sich Kottmann, dass noch mehr passgenaue Angebote entwickelt werden. „Wir wollen die Spender da abholen, wo sie stehen.“ Allerdings werde schon jetzt viel gemacht, etwa wenn die Blutspenden direkt in den Unternehmen abgehalten werden. Eine große Diskrepanz in Sachen Spenderzahlen sieht Kottmann auch zwischen Stadt und Land. Während auf dem Land bis zu zehn Prozent der Bevölkerung Blutspender seien, gebe es in der Stadt oft nur ein Prozent. Konkret bedeutet das: „Das Land spendet für die Stadt mit.“ Die Geehrten: 130 Spenden: Herbert Heuer, Heinz Thielking 125 Spenden: Gerhard Werkmeister 110 Spenden: Martin Ax 100 Spenden: Johanes Kiunka, Annegret Meier 90 Spenden: Heinz Reimler 80 Spenden: Heinz Neuhaus, Karin Südmeier, Markus Rethmeier 75 Spenden: Heidemarie von der Ahe,Christine Potthoff, Friedhelm Peithmann, Herbert Pahlisch, Eric Winkel-mann 70 Spenden: Dietmar Schekelmann, Horst Gast, Otfried Wilhelmy 60 Spenden: Martina Stratmann 50 Spenden: Siglinde Hamel, Marie-Luise Heuer, Stefan Sigg, Susanne Massilge 25 Spenden: Maria Terepen, Jürgen Becker, Cornelia Frischleder, Henrike Brinkmann, Regina Krüger

1.995 Blutspenden: Deutsches Rotes Kreuz ehrt Jubilare

Stephan Kottmann (links) zeichnete die Mehrfachspender aus. Foto: Michael Grundmeier © Picasa

Michael Grundmeier

Hille-Unterlübbe. „Ein bisschen was zurückgeben“, wollte der Ortsverein Hille des Deutschen Roten Kreuz 28 Personen, die schon mehrfach Blut gespendet haben. Insgesamt waren die Teilnehmer der Ehrung 1.995 Mal zur Ader gelassen worden.

Wann genau Herbert Heuer mit dem Blut spenden begonnen hat, lässt sich heute nur noch schlecht rekonstruieren. Irgendwann Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre muss es gewesen sein, lange her also. Damals habe es nach jeder Spende einen „Schluck“ gegeben, weiß Heuer zu berichten. Und auch, dass der Andrang groß war erinnert er. „Die Blutspende gehörte damals einfach dazu, das war wie der Gang zum Gottesdienst, da musste man nicht lange überlegen“, meint ein anderer Teilnehmer der Ehrung. Heuer selbst war damals Sportler, spielte Handball im Verein. „Ich war körperlich sehr fit, hatte deshalb auch kaum Einschränkungen durch die Spende“. Nur einmal habe er größere Beschwerden gehabt – als er am Tag nach der Spende hart trainiert habe. „Weil sich die Blutkörperchen, die den Sauerstoff aufnehmen, erst wieder aufbauen müssen, habe ich kaum Luft gekriegt“, erinnert sich Heuer.

Ansonsten sei Blutspenden eine rundum gute Sache, findet Heuer. Er könne nur jedem raten, mitzumachen: „Man tut etwas Gutes und wird nebenbei noch untersucht, besser geht es nicht“, meint Heuer, der mit 0 negativ einen ganz besonderen Bluttyp sein Eigen nennt. „Ich darf für jeden Bluttyp spenden“, weiß der rüstige Rentner. Dass sich Heuer beim Ortsverein Hille besonders wohl fühlt, liegt auch an den anderen Spendern und den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern: „Hier ist es ein bisschen wie in einer kleinen Familie, man sieht die meisten immer wieder und unterhält sich dann über Gott und die Welt.“ Menschen, die nicht Blut spenden, rät Heuer, ihre Haltung zu überdenken. „Es kann immer sein, dass man irgendwann selbst dringend Blut braucht und irgendwo gibt es immer jemanden, der dringend auf Blut angewiesen ist.“ Der kleine Pieks sei jedenfalls schnell vergessen.

Dass es zu wenige junge Menschen bei den Blutspenden gibt, weiß auch Stephan Kottmann, Referent des DRK-Blutspendendienstes West. Es brauche fünf junge Spender, um einen langjährigen „alten“ zu ersetzen, sagt Kottmann. „Einfach, weil die älteren Spender häufiger, manche sogar viermal im Jahr, kommen. Die jungen Spender kommen oft nur einmal im Jahr.“ Für die Zukunft wünscht sich Kottmann, dass noch mehr passgenaue Angebote entwickelt werden. „Wir wollen die Spender da abholen, wo sie stehen.“ Allerdings werde schon jetzt viel gemacht, etwa wenn die Blutspenden direkt in den Unternehmen abgehalten werden. Eine große Diskrepanz in Sachen Spenderzahlen sieht Kottmann auch zwischen Stadt und Land. Während auf dem Land bis zu zehn Prozent der Bevölkerung Blutspender seien, gebe es in der Stadt oft nur ein Prozent. Konkret bedeutet das: „Das Land spendet für die Stadt mit.“

Die Geehrten:

130 Spenden: Herbert Heuer, Heinz Thielking

125 Spenden: Gerhard Werkmeister

110 Spenden: Martin Ax

100 Spenden: Johanes Kiunka, Annegret Meier

90 Spenden: Heinz Reimler

80 Spenden: Heinz Neuhaus, Karin Südmeier, Markus Rethmeier

75 Spenden: Heidemarie von der Ahe,Christine Potthoff, Friedhelm Peithmann, Herbert Pahlisch, Eric Winkel-mann

70 Spenden: Dietmar Schekelmann, Horst Gast, Otfried Wilhelmy

60 Spenden: Martina Stratmann

50 Spenden: Siglinde Hamel, Marie-Luise Heuer, Stefan Sigg, Susanne Massilge

25 Spenden: Maria Terepen, Jürgen Becker, Cornelia Frischleder, Henrike Brinkmann, Regina Krüger

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