Kommentar: Unentschlossene Genossen

veröffentlicht

Von Stefanie Dullweber

In der Hiller SPD brodelt es. Da erfährt der amtierende Bürgermeister erfährt von der Presse, dass seine Parteigenossen eine Findungskommission gebildet haben, um einen Kandidaten für das höchste Amt in der Gemeinde zu finden. Schweiß selber hat den Sozialdemokraten geschrieben, um zu erfahren, ob sie ihn im Fall seiner Kandidatur unterstützen würden. Was ist da los? Warum sprechen die Beteiligten nicht einfach miteinander?

Offenbar ist die SPD in zwei Lager gespalten. Da sind auf der einen Seite diejenigen, die Michael Schweiß als Bürgermeisterkandidaten unterstützen wollen. Und was macht der Rest der Fraktion? Die wollen offenbar am liebsten einen anderen Kandidaten aufstellen. Den gibt es aber nicht. Die Findungskommission wird in dieser Situation zum letzten Strohhalm.

Aber wen hofft die SPD zu finden? Wer kandidiert für eine Partei, die nicht weiß, was sie will? Eine solche Kommission hätte vielleicht vor einem Jahr Sinn gemacht. Jetzt läuft den unentschlossenen Genossen die Zeit davon. Die Art der Kandidatensuche gleicht einer Verzweiflungstat. Gewinner in dieser Situation ist die CDU. Die hat jetzt alle Zeit der Welt, ihren noch ziemlich unbekannten Kandidaten zu positionieren.

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Kommentar: Unentschlossene GenossenVon Stefanie Dullweber In der Hiller SPD brodelt es. Da erfährt der amtierende Bürgermeister erfährt von der Presse, dass seine Parteigenossen eine Findungskommission gebildet haben, um einen Kandidaten für das höchste Amt in der Gemeinde zu finden. Schweiß selber hat den Sozialdemokraten geschrieben, um zu erfahren, ob sie ihn im Fall seiner Kandidatur unterstützen würden. Was ist da los? Warum sprechen die Beteiligten nicht einfach miteinander? Offenbar ist die SPD in zwei Lager gespalten. Da sind auf der einen Seite diejenigen, die Michael Schweiß als Bürgermeisterkandidaten unterstützen wollen. Und was macht der Rest der Fraktion? Die wollen offenbar am liebsten einen anderen Kandidaten aufstellen. Den gibt es aber nicht. Die Findungskommission wird in dieser Situation zum letzten Strohhalm. Aber wen hofft die SPD zu finden? Wer kandidiert für eine Partei, die nicht weiß, was sie will? Eine solche Kommission hätte vielleicht vor einem Jahr Sinn gemacht. Jetzt läuft den unentschlossenen Genossen die Zeit davon. Die Art der Kandidatensuche gleicht einer Verzweiflungstat. Gewinner in dieser Situation ist die CDU. Die hat jetzt alle Zeit der Welt, ihren noch ziemlich unbekannten Kandidaten zu positionieren.