Kommentar zum Thema Sitzungsplanung: Rücksichtslos

Stefanie Dullweber

Die Mitglieder des Bildungsausschuss der Gemeinde Hille haben die Faxen dicke – zu recht. Eine Dreiviertelstunde stehen sie am Dienstagabend vor verschlossener Tür. Der Grund: Der nicht-öffentliche Teil der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses nimmt kein Ende. Dabei sollte es längt um die Musikschulgebühren und die Sanierung der Grundschule Nordhemmern gehen – Themen, die viele interessieren. Auch Nicht-Politiker sind pünktlich ins Rathaus gekommen, um sich zu informieren.

Es ist nicht das erste Mal, dass es so läuft. Eine Woche zuvor beginnt der Betriebsausschuss mit einem nicht-öffentlichen Teil. Wer die öffentliche Debatte hören möchte, muss eine Stunde vor der Tür warten. Das ist nicht nur schlechte Sitzungsplanung, sondern auch rücksichtslos. Wenn wichtige, nicht-öffentliche Debatten anstehen, muss das besser organisiert werden. Eine Möglichkeit: nicht zwei Sitzungen auf einen Tag legen. Mit diesem Vorgehen hat der Bürger das Gefühl, von der politischen Debatte ausgeschlossen zu sein. Außerdem kommt beim Bürger an, dass Themen beliebig aufgeschoben werden können. Unterm Strich ist das schlechte Werbung für die Kommunalpolitik.

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Kommentar zum Thema Sitzungsplanung: RücksichtslosStefanie DullweberDie Mitglieder des Bildungsausschuss der Gemeinde Hille haben die Faxen dicke – zu recht. Eine Dreiviertelstunde stehen sie am Dienstagabend vor verschlossener Tür. Der Grund: Der nicht-öffentliche Teil der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses nimmt kein Ende. Dabei sollte es längt um die Musikschulgebühren und die Sanierung der Grundschule Nordhemmern gehen – Themen, die viele interessieren. Auch Nicht-Politiker sind pünktlich ins Rathaus gekommen, um sich zu informieren. Es ist nicht das erste Mal, dass es so läuft. Eine Woche zuvor beginnt der Betriebsausschuss mit einem nicht-öffentlichen Teil. Wer die öffentliche Debatte hören möchte, muss eine Stunde vor der Tür warten. Das ist nicht nur schlechte Sitzungsplanung, sondern auch rücksichtslos. Wenn wichtige, nicht-öffentliche Debatten anstehen, muss das besser organisiert werden. Eine Möglichkeit: nicht zwei Sitzungen auf einen Tag legen. Mit diesem Vorgehen hat der Bürger das Gefühl, von der politischen Debatte ausgeschlossen zu sein. Außerdem kommt beim Bürger an, dass Themen beliebig aufgeschoben werden können. Unterm Strich ist das schlechte Werbung für die Kommunalpolitik.