Holzhausen

Unter Federvieh: Die vielen Seiten der Kreisverbands-Rassegeflügelschau in der Holzhauser Bürgerhalle

Carsten Korfesmeyer

Lena Hundertmark (von links), Kim Silas Korff und Amelia Liv Korff zählen zu den jüngsten Ausstellern der Kreisverbands-Rassegeflügelschau in der Holzhauser Bürgerhalle. MT- - © Foto: Carsten Korfesmeyer
Lena Hundertmark (von links), Kim Silas Korff und Amelia Liv Korff zählen zu den jüngsten Ausstellern der Kreisverbands-Rassegeflügelschau in der Holzhauser Bürgerhalle. MT- (© Foto: Carsten Korfesmeyer)

Hille-Holzhausen (mt). Gekonnt packt Kim Silas Korff zu und holt seine braune Sachsenente aus dem Käfig. Das Tier ist frischgebackener Ehrenpreisträger des Landesverbands Westfalen-Lippe und sein junger Besitzer freut sich darüber riesig. Der Zehnjährige hat schon einige Preise in seiner noch nicht allzu langen Geflügelzuchtkarriere geholt – genau wie seine Schwester Amelia Liv Korff (8) und die sechsjährige Lena Hundertmark. Das Trio zählt auch bei der Kreisverbands-Rassegeflügelschau zu den ganz großen Gewinnern.

Kurz zuvor im öffentlichen Teil dürfen sich die drei mehrmals ihre Pokale abholen. Zur Eröffnung gibt es wie immer Redebeiträge, in denen es sich um die Rassegeflügelzucht dreht. In allen Grußworten geht es aber auch um die Jugendarbeit der Züchter, hinter der weit mehr stecke, als nur das Ausstellen von lebendem Geflügel. In der Holzhauser Bürgerhalle fallen Worte wie Artenschutz – und die Redner erkennen in der Haltung von Tieren auch die Übernahme von Verantwortung. Gerade in einer Zeit, in der immer weniger Kinder mit Hühnern, Gänsen, Enten oder Wachteln aufwachsen, sei das von Bedeutung.

Kim Silas Korff hat seine braune Sachsenente wieder in den Käfig gesetzt. Der junge Eisberger züchtet auch Zwergenten und Hühner, verrät er gegenüber dem MT. Seine Schwester setzt zusätzlich noch auf acht Laufenten und beide treten in die Fußstapfen ihres Großvaters, der Geflügelzucht betreibt. Auch Lena Hundertmark stammt aus einer Familie, in der die Hühnerzucht eine große Tradition hat. „Wir haben auch Wachteln“, erzählt die Barkhauserin. Die vergleichsweise kleinen Tiere haben es der Erstklässlerin ganz besonders angetan – unter anderem, weil sie einen besonderen Laufstil haben und „man sie so schön in die Hand nehmen kann.

Im Gespräch mit den drei Kindern kommt deutlich rüber, mit wie viel Faszination und Leidenschaft sie ihr Hobby ausüben. Sie erzählen unter anderem davon, dass sie sich täglich um ihre Tiere kümmern und ihnen das Futter geben. Von ihren Eltern oder Züchterkollegen gibt es regelmäßig Tipps und Information zur richtigen Tierhaltung – und die Schüler lernen auch, wie sie ihre Tiere richtig aus den Käfigen holen. „Damit wir sie nicht aus Versehen verletzen“, sagt Kim Silas Korff. Und auseinandergesetzt haben sich die Kinder auch mit dem, was in der Rassegeflügelzucht unvermeidbar ist: Das Schlachten. Darauf angesprochen zuckt Amelie Liv Korff nur kurz mit den Schultern und signalisiert damit, dass sowas einfach dazu gehört.

Unterdessen füllt sich die Bürgerhalle mit Besuchern, die sich mit großem Interesse die Tiere ansehen. Vor allem die großen Pommerngänse stoßen auf hohe Resonanz. Mit lautem Geschnatter reagieren einige von ihnen, wenn die Menschen an ihnen vorbeiziehen. Überhaupt machen die Tiere deutlich auf sich aufmerksam. Sie spüren offensichtlich, dass sie für zwei Tage im Mittelpunkt stehen.

Kreisvorsitzender Wolfgang Blase und die zahlreichen Ehrengäste sind mit der Ausstellung erkennbar zufrieden. Die Bürgerhalle von Holzhausen eigne sich hervorragend für die Ausrichtung, sagt auch Bürgermeister Michael Schweiß (SPD), der diese Veranstaltungsstätte auch weiterhin gerne anbietet.

Blase erklärt gegenüber dem MT, dass für die heimischen Geflügelzüchter im kommenden Frühjahr eine große Stunde schlägt. Vom 1. bis 3. Mai läuft in Minden die Bundestagung der Rassegeflügelzüchter. „Eine besondere Auszeichnung“, sagt Blase. Er und seine Kollegen arbeiten zurzeit am Programmablauf und planen beispielsweise einen Besuch am Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

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HolzhausenUnter Federvieh: Die vielen Seiten der Kreisverbands-Rassegeflügelschau in der Holzhauser BürgerhalleCarsten KorfesmeyerHille-Holzhausen (mt). Gekonnt packt Kim Silas Korff zu und holt seine braune Sachsenente aus dem Käfig. Das Tier ist frischgebackener Ehrenpreisträger des Landesverbands Westfalen-Lippe und sein junger Besitzer freut sich darüber riesig. Der Zehnjährige hat schon einige Preise in seiner noch nicht allzu langen Geflügelzuchtkarriere geholt – genau wie seine Schwester Amelia Liv Korff (8) und die sechsjährige Lena Hundertmark. Das Trio zählt auch bei der Kreisverbands-Rassegeflügelschau zu den ganz großen Gewinnern. Kurz zuvor im öffentlichen Teil dürfen sich die drei mehrmals ihre Pokale abholen. Zur Eröffnung gibt es wie immer Redebeiträge, in denen es sich um die Rassegeflügelzucht dreht. In allen Grußworten geht es aber auch um die Jugendarbeit der Züchter, hinter der weit mehr stecke, als nur das Ausstellen von lebendem Geflügel. In der Holzhauser Bürgerhalle fallen Worte wie Artenschutz – und die Redner erkennen in der Haltung von Tieren auch die Übernahme von Verantwortung. Gerade in einer Zeit, in der immer weniger Kinder mit Hühnern, Gänsen, Enten oder Wachteln aufwachsen, sei das von Bedeutung. Kim Silas Korff hat seine braune Sachsenente wieder in den Käfig gesetzt. Der junge Eisberger züchtet auch Zwergenten und Hühner, verrät er gegenüber dem MT. Seine Schwester setzt zusätzlich noch auf acht Laufenten und beide treten in die Fußstapfen ihres Großvaters, der Geflügelzucht betreibt. Auch Lena Hundertmark stammt aus einer Familie, in der die Hühnerzucht eine große Tradition hat. „Wir haben auch Wachteln“, erzählt die Barkhauserin. Die vergleichsweise kleinen Tiere haben es der Erstklässlerin ganz besonders angetan – unter anderem, weil sie einen besonderen Laufstil haben und „man sie so schön in die Hand nehmen kann. Im Gespräch mit den drei Kindern kommt deutlich rüber, mit wie viel Faszination und Leidenschaft sie ihr Hobby ausüben. Sie erzählen unter anderem davon, dass sie sich täglich um ihre Tiere kümmern und ihnen das Futter geben. Von ihren Eltern oder Züchterkollegen gibt es regelmäßig Tipps und Information zur richtigen Tierhaltung – und die Schüler lernen auch, wie sie ihre Tiere richtig aus den Käfigen holen. „Damit wir sie nicht aus Versehen verletzen“, sagt Kim Silas Korff. Und auseinandergesetzt haben sich die Kinder auch mit dem, was in der Rassegeflügelzucht unvermeidbar ist: Das Schlachten. Darauf angesprochen zuckt Amelie Liv Korff nur kurz mit den Schultern und signalisiert damit, dass sowas einfach dazu gehört. Unterdessen füllt sich die Bürgerhalle mit Besuchern, die sich mit großem Interesse die Tiere ansehen. Vor allem die großen Pommerngänse stoßen auf hohe Resonanz. Mit lautem Geschnatter reagieren einige von ihnen, wenn die Menschen an ihnen vorbeiziehen. Überhaupt machen die Tiere deutlich auf sich aufmerksam. Sie spüren offensichtlich, dass sie für zwei Tage im Mittelpunkt stehen. Kreisvorsitzender Wolfgang Blase und die zahlreichen Ehrengäste sind mit der Ausstellung erkennbar zufrieden. Die Bürgerhalle von Holzhausen eigne sich hervorragend für die Ausrichtung, sagt auch Bürgermeister Michael Schweiß (SPD), der diese Veranstaltungsstätte auch weiterhin gerne anbietet. Blase erklärt gegenüber dem MT, dass für die heimischen Geflügelzüchter im kommenden Frühjahr eine große Stunde schlägt. Vom 1. bis 3. Mai läuft in Minden die Bundestagung der Rassegeflügelzüchter. „Eine besondere Auszeichnung“, sagt Blase. Er und seine Kollegen arbeiten zurzeit am Programmablauf und planen beispielsweise einen Besuch am Kaiser-Wilhelm-Denkmal.