Hille

Populär und kreativ: Die vielen Seiten der Hiller Kunstwerkstatt

Carsten Korfesmeyer

Fenja Danneberg ist eine von mehr als 70 Ausstellern der Kunstwerkstatt. Die Mindenerin setzt vor allem auf weihnachtliche Dekorationen, die in der Veranstaltung besonders gefragt sind. MT- - © Foto: Carsten Korfesmeyer
Fenja Danneberg ist eine von mehr als 70 Ausstellern der Kunstwerkstatt. Die Mindenerin setzt vor allem auf weihnachtliche Dekorationen, die in der Veranstaltung besonders gefragt sind. MT- (© Foto: Carsten Korfesmeyer)

Hille (mt). Fenja Dannebergs Stand ist mit Tannenzweigen und Christbaumkugeln weihnachtlich dekoriert. Adventsdeko aus Filz gibt es bei ihr in den unterschiedlichsten Varianten. „Ich fühle mich wohl hier", erzählt die Mindenerin, die sich mit ihren Kunsthandwerkartikeln nahezu in der Mitte der Verbundschulaula platziert hat. Zwei Tage läuft dort die Kunstwerkstatt und zwei Stunden vor Schluss lichten sich am Sonntagnachmittag die Angebote.

Besucher tummeln sich aber immer noch zahlreich und Organisatorin Ilse Meier spricht gegenüber dem MT davon, dass es auch am Samstag rappelvoll war. Gut sei, dass auch der Neubau als Ausstellungsfläche zur Verfügung stehe. „So verteilt es sich besser", sagt die Hillerin, die allein für die Auswahl der Aussteller zuständig ist. Das sei gar nicht einfach, weil Ilse Meier auf eine möglichst hohe Angebotsvielfalt achtet und somit auch Absagen erteilt. „Das finden die Betroffenen dann nicht so schön, aber der Platz ist begrenzt."

Mehr als 70 Anbieter sind es in der Herbstauflage 2019. Und Sabine Hoppmann-Lücke zählt zu den ganz wenigen, die dort ihre Kunstwerkstatt-Premiere feiern. Aus Sicht der Besucherin kennt die Mindenerin die seit 1998 laufende Veranstaltung schon eine lange Zeit. Sie, die aus alten Konservendosen kleine weihnachtliche Kronen gestaltet, wurde besonders aus ihrem Umfeld dazu motiviert, sich um einen Standplatz zu bewerben. „Ich bin hier nett aufgenommen worden", sagt die Krankenkassen-Mitarbeiterin, die von ihren Kollegen mit leeren Blechdosen versorgt wird. Die Nachfrage an ihren Kronen bezeichnet die Kunsthandwerkerin als hoch. Auch Susanne Schwarze, die in diesem Moment zusammen mit Mona Bel Atra, Florian Schwarze und dem sechs Monate alten Emil an ihrem Stand am Bühnenaufgang vorbeischaut, kauft eine ab.

Angebote gibt es laut Ilse Meier für jeden Geldbeutel. Von kleinen Accessoires bis zu aufwendig gestalten Lampen oder Schmuckartikeln ist in der Kunstwerkstatt nahezu alles zu haben, was Hobbyhandwerker leisten können. Dazu zählen auch Körbe, Kissen, Mützen oder das Glasdesign von Jacqueline Wehrmann, die zum vierten Mal dabei ist. Sie verkauft Ketten, Engel, Ringe oder Sterne – prinzipiell alles, was Glas mit Kunst vereint. „Ideen reichen bei mir für zwei Jahre", sagt die Stemwederin, die sich vor allem beim Spazieren gehen inspirieren lässt. „Wenn ich etwas sehe, überlege ich immer sofort, ob ich sich daraus etwas aus Glas machen lässt", sagt sie. Bei allem Zulauf und Interesse an ihrem Sortiment beobachtet die Rentnerin doch eine gewisse Zurückhaltung beim Kauf. Vor allem die eher teureren Artikel gehen bei ihr nicht mehr so gut. Woran das liegen kann, meint sie zu wissen. „Es wird mittlerweile einfach zu viel im Netz gekauft."

Karola Erksmeyer, die mit Taschen, Utensilien und Dekorativem seit zwei Jahren mit dabei ist, macht eine ertwas andere Erfahrung. Manches geht zwar sofort weg und anderes bleibt liegen, allerdings: „Die Menschen haben schon Spaß an ausgefallenen Dingen", sagt sie. Was ihr an der Kunstwerkstatt noch gefällt, sind die vielen Besucher, die sich über das Sortiment informieren. Und ihr gefällt die familiäre Atmosphäre dieses Events, für das die Besucher durchaus längere Anreisen auf sich nehmen. Nach Worten von Ilse Meier sind sogar Gäste aus Bremen angereist und die Organisatorin kennt einige Leute, die sich für die halbjährlich laufende Veranstaltung „durchaus für zwei Stunden ins Auto setzen". Längst genießt diese einen guten Ruf, der weit über die Grenzen des Mühlenkreises reicht. „Auch bei uns in Lembruch", sagt Illo Mattern, die Jacqueline Wehrmann an ihrem Stand unterstützt. Denn zwei Tage im Einsatz zu sein, sei „ganz schön anstrengend".

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HillePopulär und kreativ: Die vielen Seiten der Hiller KunstwerkstattCarsten KorfesmeyerHille (mt). Fenja Dannebergs Stand ist mit Tannenzweigen und Christbaumkugeln weihnachtlich dekoriert. Adventsdeko aus Filz gibt es bei ihr in den unterschiedlichsten Varianten. „Ich fühle mich wohl hier", erzählt die Mindenerin, die sich mit ihren Kunsthandwerkartikeln nahezu in der Mitte der Verbundschulaula platziert hat. Zwei Tage läuft dort die Kunstwerkstatt und zwei Stunden vor Schluss lichten sich am Sonntagnachmittag die Angebote. Besucher tummeln sich aber immer noch zahlreich und Organisatorin Ilse Meier spricht gegenüber dem MT davon, dass es auch am Samstag rappelvoll war. Gut sei, dass auch der Neubau als Ausstellungsfläche zur Verfügung stehe. „So verteilt es sich besser", sagt die Hillerin, die allein für die Auswahl der Aussteller zuständig ist. Das sei gar nicht einfach, weil Ilse Meier auf eine möglichst hohe Angebotsvielfalt achtet und somit auch Absagen erteilt. „Das finden die Betroffenen dann nicht so schön, aber der Platz ist begrenzt." Mehr als 70 Anbieter sind es in der Herbstauflage 2019. Und Sabine Hoppmann-Lücke zählt zu den ganz wenigen, die dort ihre Kunstwerkstatt-Premiere feiern. Aus Sicht der Besucherin kennt die Mindenerin die seit 1998 laufende Veranstaltung schon eine lange Zeit. Sie, die aus alten Konservendosen kleine weihnachtliche Kronen gestaltet, wurde besonders aus ihrem Umfeld dazu motiviert, sich um einen Standplatz zu bewerben. „Ich bin hier nett aufgenommen worden", sagt die Krankenkassen-Mitarbeiterin, die von ihren Kollegen mit leeren Blechdosen versorgt wird. Die Nachfrage an ihren Kronen bezeichnet die Kunsthandwerkerin als hoch. Auch Susanne Schwarze, die in diesem Moment zusammen mit Mona Bel Atra, Florian Schwarze und dem sechs Monate alten Emil an ihrem Stand am Bühnenaufgang vorbeischaut, kauft eine ab. Angebote gibt es laut Ilse Meier für jeden Geldbeutel. Von kleinen Accessoires bis zu aufwendig gestalten Lampen oder Schmuckartikeln ist in der Kunstwerkstatt nahezu alles zu haben, was Hobbyhandwerker leisten können. Dazu zählen auch Körbe, Kissen, Mützen oder das Glasdesign von Jacqueline Wehrmann, die zum vierten Mal dabei ist. Sie verkauft Ketten, Engel, Ringe oder Sterne – prinzipiell alles, was Glas mit Kunst vereint. „Ideen reichen bei mir für zwei Jahre", sagt die Stemwederin, die sich vor allem beim Spazieren gehen inspirieren lässt. „Wenn ich etwas sehe, überlege ich immer sofort, ob ich sich daraus etwas aus Glas machen lässt", sagt sie. Bei allem Zulauf und Interesse an ihrem Sortiment beobachtet die Rentnerin doch eine gewisse Zurückhaltung beim Kauf. Vor allem die eher teureren Artikel gehen bei ihr nicht mehr so gut. Woran das liegen kann, meint sie zu wissen. „Es wird mittlerweile einfach zu viel im Netz gekauft." Karola Erksmeyer, die mit Taschen, Utensilien und Dekorativem seit zwei Jahren mit dabei ist, macht eine ertwas andere Erfahrung. Manches geht zwar sofort weg und anderes bleibt liegen, allerdings: „Die Menschen haben schon Spaß an ausgefallenen Dingen", sagt sie. Was ihr an der Kunstwerkstatt noch gefällt, sind die vielen Besucher, die sich über das Sortiment informieren. Und ihr gefällt die familiäre Atmosphäre dieses Events, für das die Besucher durchaus längere Anreisen auf sich nehmen. Nach Worten von Ilse Meier sind sogar Gäste aus Bremen angereist und die Organisatorin kennt einige Leute, die sich für die halbjährlich laufende Veranstaltung „durchaus für zwei Stunden ins Auto setzen". Längst genießt diese einen guten Ruf, der weit über die Grenzen des Mühlenkreises reicht. „Auch bei uns in Lembruch", sagt Illo Mattern, die Jacqueline Wehrmann an ihrem Stand unterstützt. Denn zwei Tage im Einsatz zu sein, sei „ganz schön anstrengend".