Kommentar zum Thema: Moderne Arbeitszeiten

Carsten Korfesmeyer

Berufe gelten auffällig oft als beliebt und gefragt, wenn sie Flexibilität versprechen. Der Wunsch, die eigene Work-Life-Balance festsetzen zu dürfen, ist besonders bei den jungen Arbeitnehmern groß. Möglichst unabhängig wollen sie im Job sein. Das Modell Stechuhr hat ausgetickt.

Flexibilität ist allerdings auch gefordert. Wer Familie und Beruf unter einen Hut bekommen möchte, hat gar keine andere Wahl. Ferien, Kitas oder Schulen haben ihre Zeiten und die müssen regelrecht umschifft werden. Starre Arbeitsmodelle bedeuten für die Eltern des frühen 21. Jahrhunderts in aller Regel, dass entweder Mama oder Papa nicht mehr voll berufstätig sein kann. Und das können sich viele nicht leisten.

Beweglichkeit im Job ist eine Kernaufgabe, der sich Arbeitgeber künftig noch stärker stellen müssen. Schwer zu lösen ist sie nicht, eher eine Kopfsache, weil alte Denkmuster starre Arbeitszeiten als eine Tugend sehen. Die Frage, um welchen Beruf es sich handelt, stellt sich nicht.

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Kommentar zum Thema: Moderne ArbeitszeitenCarsten KorfesmeyerBerufe gelten auffällig oft als beliebt und gefragt, wenn sie Flexibilität versprechen. Der Wunsch, die eigene Work-Life-Balance festsetzen zu dürfen, ist besonders bei den jungen Arbeitnehmern groß. Möglichst unabhängig wollen sie im Job sein. Das Modell Stechuhr hat ausgetickt. Flexibilität ist allerdings auch gefordert. Wer Familie und Beruf unter einen Hut bekommen möchte, hat gar keine andere Wahl. Ferien, Kitas oder Schulen haben ihre Zeiten und die müssen regelrecht umschifft werden. Starre Arbeitsmodelle bedeuten für die Eltern des frühen 21. Jahrhunderts in aller Regel, dass entweder Mama oder Papa nicht mehr voll berufstätig sein kann. Und das können sich viele nicht leisten. Beweglichkeit im Job ist eine Kernaufgabe, der sich Arbeitgeber künftig noch stärker stellen müssen. Schwer zu lösen ist sie nicht, eher eine Kopfsache, weil alte Denkmuster starre Arbeitszeiten als eine Tugend sehen. Die Frage, um welchen Beruf es sich handelt, stellt sich nicht.