Hille

Heimat- und Gartenbauverein beendet Saison – hat aber noch viel vor in diesem Jahr

Stephan Pfeiffer

Gastgeber: (von links) Ingrid Kracht, Karin Brunschütte, Regina und Friedrich Krüger, Christina und Heinz Mehwald.
Gastgeber: (von links) Ingrid Kracht, Karin Brunschütte, Regina und Friedrich Krüger, Christina und Heinz Mehwald.

Hille (fpf). Ein Glas Apfelsaft gefällig? Am besten schmeckt er frisch gepresst. Das wissen auch die Mitglieder des Heimat- und Gartenbauvereins und alle, die vorbeikamen, um beim Besuchertag dabei zu sein. Ein letztes Mal in dieser Saison öffnete der Verein einen ganzen Sonntag lang die Türen des Kornbrennereimuseums. Stündlich wurden Führungen durch die alte Brennerei angeboten – außerdem stand das Saftmobil aus Uchte auf dem Vorplatz und machte Leckeres aus den mitgebrachten Gartenfrüchten der Gäste.

„Alternanz“ ist ein Fachbegriff aus dem Obstbau. Darunter versteht man die Schwankung des Fruchtertrages im zweijährlichen Rhythmus – gab es in einem Jahr eine reiche Ernte, so kann es im darauffolgenden mit dem Ertrag dürftiger ausfallen. In dieser Saison war dies der Fall, und nach den vollen Obstbäumen des vorigen Jahres, gab es jetzt weniger zu pflücken oder aufzusammeln. Darüber hinaus waren die vergangenen Monate heiß und trocken, und es gab viele zu früh gefallene oder faule Äpfel, erklärte Regina Krüger.

Insgesamt 2,3 Tonnen Früchte lieferten die Hiller an der Brennerei an. Fotos: Stephan Pfeiffer
Insgesamt 2,3 Tonnen Früchte lieferten die Hiller an der Brennerei an. Fotos: Stephan Pfeiffer

Als Hauptorganisatorin des Besuchertages hatte Krüger trotzdem keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen, denn viele Bewohner aus Hille und Umgebung kamen vorbei. Schütteten die Mitarbeiter im vorigen Jahr fünf Tonnen Äpfel in die riesige Maschine, gelangten diesmal 2,3 Tonnen in die Presse. Immerhin ergaben die Früchte 1.392 Liter Saft, der bis zum frühen Nachmittag in Fünf-Liter-Boxen abgefüllt wurde.

Dass man aus den Früchten auch Leckeres backen kann, bewiesen die Mitglieder und boten neben selbst gemachten Apfelkuchen eine Vielzahl anderer Torten am Kuchenbuffet an. Nachdem die Gäste an einer der stündlich angebotenen Führungen teilgenommen hatten , um Wissenswertes über den Weg „vom Korn zum Schnaps“ zu erfahren, ließen sich viele draußen in der Sonne Kaffee und Kuchen schmecken.

187 Mitglieder habe der Verein derzeit, erklärte Friedrich Krüger – eine Zahl, die ihn als Vorsitzenden „sehr zufrieden“ mache. Es gebe einen „harten Kern aus 40 Mitwirkenden, der so einiges auf die Beine stellt“. In der Tat präsentiert sich der 2002 gegründete Heimat- und Gartenbauverein als überaus lebendige und aktive Gemeinschaft, der viele kulturelle Aktionen organisiert und sich um ein intaktes Miteinander innerhalb der Dorfgemeinschaft verdient macht.

Vier Termine sollten sich Interessierte für dieses Jahr noch unbedingt merken: Am 8. November um 19 Uhr findet in der Brennerei eine Lesung verschiedener regionaler Autoren mit dem Titel „Polychrom“ statt. Am 7. Dezember ab 14 Uhr ist Weihnachtsmarkt mit Stippgrütze, Eierpunsch und heißem Apfelsaft. Am 14. Dezember fährt der Verein um 12.15 Uhr zum Waldweihnachtsmarkt in Velen bei Coesfeld; am 27. Dezember um 13 Uhr bildet der historische Dorfspaziergang mit Stippgrütze-Essen den Jahresabschluss.

Wer es sich im Winter mit selbst vorbereitetem Brennmaterial am heimischen Holzofen gemütlich machen möchte, braucht einen Motorsägeschein. Die Möglichkeit dazu würde der Verein ebenfalls anbieten, sagte Friedrich Krüger – und bei genügend Interessenten einen Kurs zusammenstellen.

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