Kommentar zum Klimaschutz-Konzept: Nichts für die Schublade

veröffentlicht

Von Stefanie Dullweber

Wenn es um ambitionierten Klimaschutz geht, müssen alle an einem Strang ziehen. Über die Notwendigkeit muss man nicht diskutieren und auch Parteizugehörigkeit darf bei solch grundsätzlichen Dingen keine Rolle spielen. Somit ist der CDU-Fraktion kein Vorwurf zu machen, die mit ihrem Antrag an die Dringlichkeit bestimmter Maßnahmen erinnert. Und auch dem Bürgermeister kann man nicht vorwerfen, dass er über den Antrag nicht hat abstimmen lassen, weil die Maßnahmen sowie Teil eines kreisweiten Konzeptes sind.

Allerdings steckt hinter dem Antrag der CDU auch die Aufforderung, das kreisweite Klimaschutzkonzept nicht einfach in die Schublade zu legen, sondern die darin festgeschrieben Projekte zeitnah umzusetzen. Sicherlich brauchen Dinge ihre Zeit. Das Straßen- und Wegenetzkonzept der Gemeinde Hille wurde vor mehr als einem Jahr verabschiedet – jetzt hört man, dass erste Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Und auch in Sachen Strategischer Haushaltskonsolidierung ist die Liste der möglichen Einsparungen noch längst nicht abgearbeitet. So viel Zeit hat das Klima nicht – die Umsetzung muss schneller gehen.

Dabei sollten die Politiker auch den Mut haben, unbequeme Entscheidungen zu treffen, wenn sie dem Gemeinwohl nützen. Denn genau dafür haben die Bürger sie gewählt. Erst wenn erkennbar ist, dass es den Verantwortlichen ernst ist, können sie auch ihre Wähler dafür begeistern.

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Kommentar zum Klimaschutz-Konzept: Nichts für die SchubladeVon Stefanie Dullweber Wenn es um ambitionierten Klimaschutz geht, müssen alle an einem Strang ziehen. Über die Notwendigkeit muss man nicht diskutieren und auch Parteizugehörigkeit darf bei solch grundsätzlichen Dingen keine Rolle spielen. Somit ist der CDU-Fraktion kein Vorwurf zu machen, die mit ihrem Antrag an die Dringlichkeit bestimmter Maßnahmen erinnert. Und auch dem Bürgermeister kann man nicht vorwerfen, dass er über den Antrag nicht hat abstimmen lassen, weil die Maßnahmen sowie Teil eines kreisweiten Konzeptes sind. Allerdings steckt hinter dem Antrag der CDU auch die Aufforderung, das kreisweite Klimaschutzkonzept nicht einfach in die Schublade zu legen, sondern die darin festgeschrieben Projekte zeitnah umzusetzen. Sicherlich brauchen Dinge ihre Zeit. Das Straßen- und Wegenetzkonzept der Gemeinde Hille wurde vor mehr als einem Jahr verabschiedet – jetzt hört man, dass erste Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Und auch in Sachen Strategischer Haushaltskonsolidierung ist die Liste der möglichen Einsparungen noch längst nicht abgearbeitet. So viel Zeit hat das Klima nicht – die Umsetzung muss schneller gehen. Dabei sollten die Politiker auch den Mut haben, unbequeme Entscheidungen zu treffen, wenn sie dem Gemeinwohl nützen. Denn genau dafür haben die Bürger sie gewählt. Erst wenn erkennbar ist, dass es den Verantwortlichen ernst ist, können sie auch ihre Wähler dafür begeistern.