Hille

Erste Wohnmobilplätze am Hiller Naturbadesee kommen 2020

Carsten Korfesmeyer

Ende Juni ist der Pegel des Badesees um 15 Zentimeter angehoben worden. MT- - © Foto: Carsten Korfesmeyer
Ende Juni ist der Pegel des Badesees um 15 Zentimeter angehoben worden. MT- (© Foto: Carsten Korfesmeyer)

Hille (mt). Es hat in diesem Sommer Tage gegeben, da tummelten sich bis zu 1.000 Menschen am Badesee in Mindenerwald. „An anderen waren es immer zwischen 200 und 500“, sagt Fachbereichsleiter Detlef Hartmann am Donnerstag gegenüber dem MT. Er spricht von einem guten Sommer an Hilles einzigem Freibad, das besonders bei Familien ankommt. Und im Gespräch, an dem auch Bürgermeister Michael Schweiß (SPD) teilnimmt, zeigt sich, dass die Gemeinde die Angebote auf dem Gelände ausweiten will.

„Wir testen mal, wie das Gelände bei den Wohnmobilisten ankommt“, sagt der Verwaltungschef. Die Elektroladestationen, die beim Bau des Containerdorfs für Flüchtlinge abmontiert wurden, wollen Schweiß und Hartmann beispielsweise schon zur neuen Saison am Badesee anbieten. Zeige sich, dass die Nachfrage da ist, könne man in Absprache mit der Politik über eine Erweiterung der Stellflächen nachdenken. Perspektivisch sei eine Aufwertung des Freizeitareals das Ziel der Verwaltung. „Auch die Politik signalisiert, dass sie das möchte“, sagt der Bürgermeister.

Ende Juni hatte das Technische Hilfswerk im Rahmen einer Übung den Pegel des Badesees um rund 15 Zentimeter angehoben. Wasser aus einem Nebensee wurde dafür abgepumpt und das Naturbad tiefer. „Die Gäste haben das schon gemerkt und die Resonanz war positiv“, sagt Hartmann, der von einer sehr guten Wasserqualität spricht. Regelmäßige Proben durch ein Hygieneinstitut hätten das bestätigt und mit den gefürchteten Blaualgen habe man es dort noch nie zu tun gehabt.

Die Badeaufsicht musste in dieser Saison kein einziges Mal einen Rettungswagen anfordern. Nur kleinere Verletzungen wie Stauchungen oder Insektenstiche sind nach Worten Hartmanns gelegentlich vorgekommen. Die regelmäßige Aufsicht ist auch für 2020 gesetzt. Gespräche über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem DRK will die Gemeinde bald aufnehmen. Und Gemeindemitarbeiterin Susanne Hoppmann werde auch im nächsten Jahr einen Teil ihrer Aufgaben als Platzwartin übernehmen. „Sie sorgt für Sauberkeit“, sagt Hartmann.

Der Bürgermeister kann sich für die Zukunft sogar noch einiges mehr am Naturbadesee vorstellen – beispielsweise abendliche Events. Das idyllisch gelegene Areal habe einen Entwicklungsspielraum – und der Verwaltungschef hofft, dass sich auch in Sachen Gastronomie etwas bewegt. „Das liegt allerdings in privater Hand“, sagt er. Denn der Vertrag mit dem bisherigen Kiosk-Pächter läuft zum Jahresende aus. Der Grundstückseigentümer habe sich erst kürzlich bei der Verwaltung erkundigt, ob der See weiterhin zum Baden genutzt werde. Und das wurde ihm glasklar zugesichert.

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HilleErste Wohnmobilplätze am Hiller Naturbadesee kommen 2020Carsten KorfesmeyerHille (mt). Es hat in diesem Sommer Tage gegeben, da tummelten sich bis zu 1.000 Menschen am Badesee in Mindenerwald. „An anderen waren es immer zwischen 200 und 500“, sagt Fachbereichsleiter Detlef Hartmann am Donnerstag gegenüber dem MT. Er spricht von einem guten Sommer an Hilles einzigem Freibad, das besonders bei Familien ankommt. Und im Gespräch, an dem auch Bürgermeister Michael Schweiß (SPD) teilnimmt, zeigt sich, dass die Gemeinde die Angebote auf dem Gelände ausweiten will. „Wir testen mal, wie das Gelände bei den Wohnmobilisten ankommt“, sagt der Verwaltungschef. Die Elektroladestationen, die beim Bau des Containerdorfs für Flüchtlinge abmontiert wurden, wollen Schweiß und Hartmann beispielsweise schon zur neuen Saison am Badesee anbieten. Zeige sich, dass die Nachfrage da ist, könne man in Absprache mit der Politik über eine Erweiterung der Stellflächen nachdenken. Perspektivisch sei eine Aufwertung des Freizeitareals das Ziel der Verwaltung. „Auch die Politik signalisiert, dass sie das möchte“, sagt der Bürgermeister. Ende Juni hatte das Technische Hilfswerk im Rahmen einer Übung den Pegel des Badesees um rund 15 Zentimeter angehoben. Wasser aus einem Nebensee wurde dafür abgepumpt und das Naturbad tiefer. „Die Gäste haben das schon gemerkt und die Resonanz war positiv“, sagt Hartmann, der von einer sehr guten Wasserqualität spricht. Regelmäßige Proben durch ein Hygieneinstitut hätten das bestätigt und mit den gefürchteten Blaualgen habe man es dort noch nie zu tun gehabt. Die Badeaufsicht musste in dieser Saison kein einziges Mal einen Rettungswagen anfordern. Nur kleinere Verletzungen wie Stauchungen oder Insektenstiche sind nach Worten Hartmanns gelegentlich vorgekommen. Die regelmäßige Aufsicht ist auch für 2020 gesetzt. Gespräche über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem DRK will die Gemeinde bald aufnehmen. Und Gemeindemitarbeiterin Susanne Hoppmann werde auch im nächsten Jahr einen Teil ihrer Aufgaben als Platzwartin übernehmen. „Sie sorgt für Sauberkeit“, sagt Hartmann. Der Bürgermeister kann sich für die Zukunft sogar noch einiges mehr am Naturbadesee vorstellen – beispielsweise abendliche Events. Das idyllisch gelegene Areal habe einen Entwicklungsspielraum – und der Verwaltungschef hofft, dass sich auch in Sachen Gastronomie etwas bewegt. „Das liegt allerdings in privater Hand“, sagt er. Denn der Vertrag mit dem bisherigen Kiosk-Pächter läuft zum Jahresende aus. Der Grundstückseigentümer habe sich erst kürzlich bei der Verwaltung erkundigt, ob der See weiterhin zum Baden genutzt werde. Und das wurde ihm glasklar zugesichert.