Südhemmern

Der Adler fällt nach dem 351. Schuss

Carsten Korfesmeyer

Nadine Kollmeier ist neue Schützenkönigin von Südhemmern

Hille-Südhemmern (mt). Der Rumpf des Adlers fällt am Samstagabend um 20.50 Uhr. Der Vogel ist abgeschossen und Südhemmern hat damit eine neue Schützenkönigin. Sie heißt Nadine Kollmeier, die sich die einjährige Regentschaft mit dem 351. Schuss des Wettbewerbs sichert.

Wer sich in dem Hiller Ortsteil die Krone sichern möchte, braucht auch Glück. Denn abwechselnd schießen die Teilnehmer des Schützenfestes auf das hölzerne Tier, das in rund 15 Metern Höhe über dem Festplatz hängt. Nacheinander stürzen zuerst die Krone, dann Zepter, Apfel, rechter und linker Flügel zu Boden. Zum Schluss fällt der Rumpf – und wer den erlegt, ist Regent. In der 2019er-Auflage von „Felsenfest" Südhemmern benötigen die Schützen dafür fünf Stunden und 50 Minuten.

Der Wettbewerb kann zum Riesengeduldsspiel werden. „Es gab schon Jahre, da waren wir noch um halb eins dabei", sagt Vorsitzender Wilhelm Riechmann. Der 48-Jährige leitet den Wettkampf, an dem sich jeder Erwachsene aus Südhemmern beteiligen kann. Mit 28 Teilnehmern sei das Schießen gut besetzt.

Damit die Reihenfolge der abzuschießenden Adlerteile eingehalten wird, ist das Gewehr jeweils speziell auf diese Bereiche ausgerichtet. „Es gibt nur wenig Spielraum", sagt Riechmann gegenüber dem MT. Die Kunst liege darin, die schwächsten Stellen zu entdecken – und dann zu treffen.

Neun Schützen sind zum Schießen des Adlerrumpfes angetreten. Die übrigen Teilnehmer haben zuvor von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich aus dem laufenden Wettkampf herauszukaufen. Das macht auch Frank Wittemeier, der sich 2007 die Königswürde holte und 2008 als Prinzgemahl mitregierte. „Ich finde, das reicht", sagt er mit einem Augenzwinkern. Vorjahreskönig Alexander Senger hingegen verspürt durchaus noch Lust auf eine weitere Amtszeit. Er ist im Finale dabei, seine Kugel bringt den Rumpf aber nicht zu Fall.

Mit dem Schützenfest ist Riechmann zufrieden. Freitag lief zum Auftakt das Vereinsschießen, bei dem sich das Team „Die jungen Wilden" den Titel sicherte. Samstag herrscht auf dem Festplatz ebenfalls eine fröhliche Stimmung. Der Adler ist zum Schluss zerschossen. Für die nächste Auflage im kommenden Jahr muss ein neuer her. Nach einem festen Schema wird er aus einer Spanplatte geschnitten und bemalt.

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SüdhemmernDer Adler fällt nach dem 351. SchussNadine Kollmeier ist neue Schützenkönigin von SüdhemmernCarsten KorfesmeyerHille-Südhemmern (mt). Der Rumpf des Adlers fällt am Samstagabend um 20.50 Uhr. Der Vogel ist abgeschossen und Südhemmern hat damit eine neue Schützenkönigin. Sie heißt Nadine Kollmeier, die sich die einjährige Regentschaft mit dem 351. Schuss des Wettbewerbs sichert. Wer sich in dem Hiller Ortsteil die Krone sichern möchte, braucht auch Glück. Denn abwechselnd schießen die Teilnehmer des Schützenfestes auf das hölzerne Tier, das in rund 15 Metern Höhe über dem Festplatz hängt. Nacheinander stürzen zuerst die Krone, dann Zepter, Apfel, rechter und linker Flügel zu Boden. Zum Schluss fällt der Rumpf – und wer den erlegt, ist Regent. In der 2019er-Auflage von „Felsenfest" Südhemmern benötigen die Schützen dafür fünf Stunden und 50 Minuten. Der Wettbewerb kann zum Riesengeduldsspiel werden. „Es gab schon Jahre, da waren wir noch um halb eins dabei", sagt Vorsitzender Wilhelm Riechmann. Der 48-Jährige leitet den Wettkampf, an dem sich jeder Erwachsene aus Südhemmern beteiligen kann. Mit 28 Teilnehmern sei das Schießen gut besetzt. Damit die Reihenfolge der abzuschießenden Adlerteile eingehalten wird, ist das Gewehr jeweils speziell auf diese Bereiche ausgerichtet. „Es gibt nur wenig Spielraum", sagt Riechmann gegenüber dem MT. Die Kunst liege darin, die schwächsten Stellen zu entdecken – und dann zu treffen. Neun Schützen sind zum Schießen des Adlerrumpfes angetreten. Die übrigen Teilnehmer haben zuvor von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich aus dem laufenden Wettkampf herauszukaufen. Das macht auch Frank Wittemeier, der sich 2007 die Königswürde holte und 2008 als Prinzgemahl mitregierte. „Ich finde, das reicht", sagt er mit einem Augenzwinkern. Vorjahreskönig Alexander Senger hingegen verspürt durchaus noch Lust auf eine weitere Amtszeit. Er ist im Finale dabei, seine Kugel bringt den Rumpf aber nicht zu Fall. Mit dem Schützenfest ist Riechmann zufrieden. Freitag lief zum Auftakt das Vereinsschießen, bei dem sich das Team „Die jungen Wilden" den Titel sicherte. Samstag herrscht auf dem Festplatz ebenfalls eine fröhliche Stimmung. Der Adler ist zum Schluss zerschossen. Für die nächste Auflage im kommenden Jahr muss ein neuer her. Nach einem festen Schema wird er aus einer Spanplatte geschnitten und bemalt.