Oberlübbe

Gartenkonzert unter Bäumen: Ensemble Senza Nome bringt Songs aus amerikanischen und deutschen Filmen

Carsten Korfesmeyer

Das Ensemble Senza Nome tritt am Sonntag in Oberlübbe auf. - © Foto: pr
Das Ensemble Senza Nome tritt am Sonntag in Oberlübbe auf. (© Foto: pr)

Hille-Oberlübbe (mt). Für Peter Krudup von Behren wird es an diesem Sonntag ein Heimspiel. Der Hiller ist Bass-Bariton im Bielefelder Ensemble Senza Nome, das ab 17 Uhr ein Gartenkonzert auf dem Hof Peitzmeier, Meente 24, in Oberlübbe gibt. Der Sänger verspricht dem Publikum für den Auftritt einen bunten Lieder-Mix aus Oper, Operette und Musical.

Senza Nome hat immer wieder neue Wege gefunden, Menschen an die Musik heranzuführen. Während andere Vertreter der klassischen Werke lieber in abgeschlossenen Räumen auftreten, wählen Krudup von Behren und seine Kollegen Susanne Mewes, Ingrid Stein, Tatjana Schuster, Jürgen Wiese und Dieter Nowak gerne auch unkonventionelle Orte aus. Mit Konzerten in Hinterhöfen feiern die Künstler beispielsweise seit einigen Jahren Erfolge. Und 2014 entstand eher zufällig die Idee, in einem Garten aufzutreten.

„Wir suchten damals dringend einen Ort, um unser neues Programm auszutesten“, sagt Krudup von Behren gegenüber dem MT. Die Gruppe stand seinerzeit kurz vor einem wichtigen Auftritt in der Bielefelder Oetker-Halle – und da wollte man ganz auf Nummer Sicher gehen. Die Oberlübber Tierärztin Dr. Eva Peitzmeier hörte davon und bot ihren Garten an. Schon wenig später trat Senza Nome dort auf und betrat Neuland – allerdings nur vor lediglich 50 Personen. „Und die Akustik war für uns natürlich eine Herausforderung, weil wir komplett im Freien spielten.“

Seither lief das Gartenkonzert in jedem Sommer – und die Zahl der Gäste ist inzwischen gewachsen. Die Open-Air-Auftritte sind beliebt, jedoch auch der Witterung ausgesetzt. Beim zweiten Mal fing es beispielsweise stark an zu regnen, was Künstler und Publikum aber recht sportlich nahmen. Inzwischen singt man bei Bedarf überdacht.

Immer wieder wurde ein wenig am Konzept gefeilt – und die musikalische Bandbreite erweitert. „Sonntag spielen wir vor allem Songs aus amerikanischen und deutschen Filmen“, sagt Krudup von Behren. Die Zuhörer dürfen sich beispielsweise auf „Moon-River“ aus dem Klassiker „Frühstück bei Tiffany“ oder das Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ aus dem Rühmann-Film „Die Drei von der Tankstelle“ aus dem Jahr 1930 freuen.

Inzwischen steigt das Konzert im Vorgarten des Hofes, was nach Worten des Bass-Baritons atmosphärisch noch eins drauf setzt. Mit dem Fachwerkhaus im Hintergrund und unter den großen alten Bäumen entstehe eine besonders enge Beziehung zum Publikum. Denn der direkte Draht zu den Zuhörern ist dem Ensemble seit jeher ein wichtiges Anliegen. „Ist der Konzertort ungewöhnlich, wirkt das allein schon reizvoll“, sagt er.

Krudup von Behren ist studierter Schulmusiker und Lehrer an einer Realschule im Lipperland. Seine Senza-Nome-Kollegen hat er über die Gesangspädagogin Krystyna Michalowska kennengelernt, bei der die Sänger der Gruppe noch heute Unterricht nehmen. „Sie hat uns entdeckt und zusammengeführt“, sagt er.

Musikalisch lasse sich Senza Nome in keine Schublade stecken. Auch Schlager sind im Repertoire – jedoch habe man gespürt, dass die Klassiker bei den Konzerten am meisten gefragt sind. Für die ein oder andere Überraschung ist die Gruppe aber immer gut.

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OberlübbeGartenkonzert unter Bäumen: Ensemble Senza Nome bringt Songs aus amerikanischen und deutschen FilmenCarsten KorfesmeyerHille-Oberlübbe (mt). Für Peter Krudup von Behren wird es an diesem Sonntag ein Heimspiel. Der Hiller ist Bass-Bariton im Bielefelder Ensemble Senza Nome, das ab 17 Uhr ein Gartenkonzert auf dem Hof Peitzmeier, Meente 24, in Oberlübbe gibt. Der Sänger verspricht dem Publikum für den Auftritt einen bunten Lieder-Mix aus Oper, Operette und Musical. Senza Nome hat immer wieder neue Wege gefunden, Menschen an die Musik heranzuführen. Während andere Vertreter der klassischen Werke lieber in abgeschlossenen Räumen auftreten, wählen Krudup von Behren und seine Kollegen Susanne Mewes, Ingrid Stein, Tatjana Schuster, Jürgen Wiese und Dieter Nowak gerne auch unkonventionelle Orte aus. Mit Konzerten in Hinterhöfen feiern die Künstler beispielsweise seit einigen Jahren Erfolge. Und 2014 entstand eher zufällig die Idee, in einem Garten aufzutreten. „Wir suchten damals dringend einen Ort, um unser neues Programm auszutesten“, sagt Krudup von Behren gegenüber dem MT. Die Gruppe stand seinerzeit kurz vor einem wichtigen Auftritt in der Bielefelder Oetker-Halle – und da wollte man ganz auf Nummer Sicher gehen. Die Oberlübber Tierärztin Dr. Eva Peitzmeier hörte davon und bot ihren Garten an. Schon wenig später trat Senza Nome dort auf und betrat Neuland – allerdings nur vor lediglich 50 Personen. „Und die Akustik war für uns natürlich eine Herausforderung, weil wir komplett im Freien spielten.“ Seither lief das Gartenkonzert in jedem Sommer – und die Zahl der Gäste ist inzwischen gewachsen. Die Open-Air-Auftritte sind beliebt, jedoch auch der Witterung ausgesetzt. Beim zweiten Mal fing es beispielsweise stark an zu regnen, was Künstler und Publikum aber recht sportlich nahmen. Inzwischen singt man bei Bedarf überdacht. Immer wieder wurde ein wenig am Konzept gefeilt – und die musikalische Bandbreite erweitert. „Sonntag spielen wir vor allem Songs aus amerikanischen und deutschen Filmen“, sagt Krudup von Behren. Die Zuhörer dürfen sich beispielsweise auf „Moon-River“ aus dem Klassiker „Frühstück bei Tiffany“ oder das Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ aus dem Rühmann-Film „Die Drei von der Tankstelle“ aus dem Jahr 1930 freuen. Inzwischen steigt das Konzert im Vorgarten des Hofes, was nach Worten des Bass-Baritons atmosphärisch noch eins drauf setzt. Mit dem Fachwerkhaus im Hintergrund und unter den großen alten Bäumen entstehe eine besonders enge Beziehung zum Publikum. Denn der direkte Draht zu den Zuhörern ist dem Ensemble seit jeher ein wichtiges Anliegen. „Ist der Konzertort ungewöhnlich, wirkt das allein schon reizvoll“, sagt er. Krudup von Behren ist studierter Schulmusiker und Lehrer an einer Realschule im Lipperland. Seine Senza-Nome-Kollegen hat er über die Gesangspädagogin Krystyna Michalowska kennengelernt, bei der die Sänger der Gruppe noch heute Unterricht nehmen. „Sie hat uns entdeckt und zusammengeführt“, sagt er. Musikalisch lasse sich Senza Nome in keine Schublade stecken. Auch Schlager sind im Repertoire – jedoch habe man gespürt, dass die Klassiker bei den Konzerten am meisten gefragt sind. Für die ein oder andere Überraschung ist die Gruppe aber immer gut.