Südhemmern

Komödie, Drama und schwarzer Humor: Initiative „Kino vor Ort“ in Südhemmern startet in ihr zweites Jahr

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In Südhemmern werden weiterhin einmal im Monat ausgewählte Filme gezeigt. - © Foto: pr
In Südhemmern werden weiterhin einmal im Monat ausgewählte Filme gezeigt. (© Foto: pr)

Hille-Südhemmern (mt/sbo). Die Initiative „Kino vor Ort“ in Südhemmern startet in ihr zweites Jahr. Seit September 2018 zeigten die Aktiven durchgängig – auch im Sommer – jeden ersten Dienstag im Monat besondere Filme. „Wir bekommen jedes Mal positive Rückmeldungen zur Auswahl und zur Atmosphäre im Gemeindehaus“ sagt Katja Sonntag vom Netzwerk Südhemmern.

„Viele Besucher kommen schon um 19 Uhr, eine halbe Stunde vor Beginn des Films. Es gibt immer Getränke und Snacks zum Selbstkostenpreis“, erklärt Sybille Herzog-Friedrichs, eine der Organisatorinnen. In der kommenden Reihe wechseln sich Komödie, Drama und schwarzer Humor ab. Hier die Filme im Überblick:

„Verrückt nach Paris“

Der Film „Verrückt nach Paris“ läuft am 3. September um 19.30 Uhr. Drei Menschen mit Handicap machen sich auf einen abenteuerlichen Weg in die französische Hauptstadt. Hilde, Karl und Philip leben in einem Heim für behinderte Erwachsene in Bremen. Gemeinsam sehnen sich die Drei nach einem Leben mit neuen Herausforderungen. Heimlich planen sie einen Ausflug und hauen ab. Enno, ihr Betreuer, macht sich widerwillig auf den Weg, das Trio zurückzuholen. Eine Verfolgungsjagd mit Hindernissen nimmt ihren Lauf. Am Ende ist nichts mehr wie es war. Die drei Hauptdarsteller sind Mitglieder des Bremer Blaumeier-Ateliers, ein Projekt, in dem sich seit 1992 behinderte Menschen und Künstler treffen, um gemeinsam kreativ zu arbeiten.

„Still Alice“

Am 1. Oktober wird um 19.30 Uhr das US-Drama „Still Alice“ gezeigt, in dem eine erfolgreiche 50-Jährige mit der Diagnose Alzheimer umgehen muss. Die Sprachwissenschaftlerin Alice Howland (Julianne Moore) steht mitten im Leben und führt eine glückliche Ehe. Während einer Vorlesung verliert die Professorin den Faden. Die Diagnose ist erschütternd – die 50-Jährige leidet an einer frühen Form von Alzheimer „Es ist, als ob mein beschissenes Hirn verrecken würde“, beschreibt Alice ihren Zustand, als sie ihrem Mann John (Alec Baldwin) mitteilt, dass sie einen Neurologen aufgesucht hat. Vor allem von ihrer jüngsten Tochter „Lydia“ erhält sie nach der Schock-Diagnose große Unterstützung. Alice will mit allen Mitteln versuchen, weiterhin ein normales Leben zu führen. Dies stellt ihren Ehemann sowie die erwachsenen Kinder vor eine schwierige Herausforderung.

„Ballon“

Den spannenden Thriller über die Flucht aus der DDR mit einem Ballon gibt es am 5. November um 19.30 Uhr zu sehen. Es ist Sommer 1979 in Thüringen: Die Familien Strelzyk und Wetzel haben über zwei Jahre hinweg einen waghalsigen Plan geschmiedet. Sie wollen mit einem selbst gebauten Heißluftballon aus der DDR fliehen. Doch der Ballon stürzt kurz vor der westdeutschen Grenze ab. Die Stasi findet Spuren des Fluchtversuchs und nimmt die Ermittlungen auf, während die beiden Familien sich gezwungen sehen, einen neuen Ballon zu bauen. Mit jedem Tag ist ihnen die Stasi dichter auf den Fersen. Basierend auf einer wahren Geschichte hat Michael Bully Herbig einen fesselnden Thriller inszeniert.

„Der kleine Nazi“ und„Welcome to Norway“

Der Kurzfilm „Der kleine Nazi“ und der Hauptfilm „Welcome to Norway“ werden am 3. Dezember bereits ab 19.15 Uhr gezeigt.

In der Komödie „Der kleine Nazi“ stellen die Wölkels entgeistert fest, dass ihre demente Oma das Nazi-Weihnachten ihrer Kindheit wieder auferstehen lässt. Und das ausgerechnet, als Besuch aus Israel vor der Tür steht.

„Welcome to Norway“ ist eine schwarzhumorige Komödie mit Schnee und Tiefgang. Es geht um einen verkrachten Hotelier, der sich durch die Unterbringung von Flüchtlingen sanieren will. Die Geschichte zeigt, wie aus einem Rassisten ein mitfühlender Mensch wird. Der Film beginnt mit einem frostigen Willkommen und endet in Herzlichkeit.

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SüdhemmernKomödie, Drama und schwarzer Humor: Initiative „Kino vor Ort“ in Südhemmern startet in ihr zweites JahrHille-Südhemmern (mt/sbo). Die Initiative „Kino vor Ort“ in Südhemmern startet in ihr zweites Jahr. Seit September 2018 zeigten die Aktiven durchgängig – auch im Sommer – jeden ersten Dienstag im Monat besondere Filme. „Wir bekommen jedes Mal positive Rückmeldungen zur Auswahl und zur Atmosphäre im Gemeindehaus“ sagt Katja Sonntag vom Netzwerk Südhemmern. „Viele Besucher kommen schon um 19 Uhr, eine halbe Stunde vor Beginn des Films. Es gibt immer Getränke und Snacks zum Selbstkostenpreis“, erklärt Sybille Herzog-Friedrichs, eine der Organisatorinnen. In der kommenden Reihe wechseln sich Komödie, Drama und schwarzer Humor ab. Hier die Filme im Überblick: „Verrückt nach Paris“ Der Film „Verrückt nach Paris“ läuft am 3. September um 19.30 Uhr. Drei Menschen mit Handicap machen sich auf einen abenteuerlichen Weg in die französische Hauptstadt. Hilde, Karl und Philip leben in einem Heim für behinderte Erwachsene in Bremen. Gemeinsam sehnen sich die Drei nach einem Leben mit neuen Herausforderungen. Heimlich planen sie einen Ausflug und hauen ab. Enno, ihr Betreuer, macht sich widerwillig auf den Weg, das Trio zurückzuholen. Eine Verfolgungsjagd mit Hindernissen nimmt ihren Lauf. Am Ende ist nichts mehr wie es war. Die drei Hauptdarsteller sind Mitglieder des Bremer Blaumeier-Ateliers, ein Projekt, in dem sich seit 1992 behinderte Menschen und Künstler treffen, um gemeinsam kreativ zu arbeiten. „Still Alice“ Am 1. Oktober wird um 19.30 Uhr das US-Drama „Still Alice“ gezeigt, in dem eine erfolgreiche 50-Jährige mit der Diagnose Alzheimer umgehen muss. Die Sprachwissenschaftlerin Alice Howland (Julianne Moore) steht mitten im Leben und führt eine glückliche Ehe. Während einer Vorlesung verliert die Professorin den Faden. Die Diagnose ist erschütternd – die 50-Jährige leidet an einer frühen Form von Alzheimer „Es ist, als ob mein beschissenes Hirn verrecken würde“, beschreibt Alice ihren Zustand, als sie ihrem Mann John (Alec Baldwin) mitteilt, dass sie einen Neurologen aufgesucht hat. Vor allem von ihrer jüngsten Tochter „Lydia“ erhält sie nach der Schock-Diagnose große Unterstützung. Alice will mit allen Mitteln versuchen, weiterhin ein normales Leben zu führen. Dies stellt ihren Ehemann sowie die erwachsenen Kinder vor eine schwierige Herausforderung. „Ballon“ Den spannenden Thriller über die Flucht aus der DDR mit einem Ballon gibt es am 5. November um 19.30 Uhr zu sehen. Es ist Sommer 1979 in Thüringen: Die Familien Strelzyk und Wetzel haben über zwei Jahre hinweg einen waghalsigen Plan geschmiedet. Sie wollen mit einem selbst gebauten Heißluftballon aus der DDR fliehen. Doch der Ballon stürzt kurz vor der westdeutschen Grenze ab. Die Stasi findet Spuren des Fluchtversuchs und nimmt die Ermittlungen auf, während die beiden Familien sich gezwungen sehen, einen neuen Ballon zu bauen. Mit jedem Tag ist ihnen die Stasi dichter auf den Fersen. Basierend auf einer wahren Geschichte hat Michael Bully Herbig einen fesselnden Thriller inszeniert. „Der kleine Nazi“ und„Welcome to Norway“ Der Kurzfilm „Der kleine Nazi“ und der Hauptfilm „Welcome to Norway“ werden am 3. Dezember bereits ab 19.15 Uhr gezeigt. In der Komödie „Der kleine Nazi“ stellen die Wölkels entgeistert fest, dass ihre demente Oma das Nazi-Weihnachten ihrer Kindheit wieder auferstehen lässt. Und das ausgerechnet, als Besuch aus Israel vor der Tür steht. „Welcome to Norway“ ist eine schwarzhumorige Komödie mit Schnee und Tiefgang. Es geht um einen verkrachten Hotelier, der sich durch die Unterbringung von Flüchtlingen sanieren will. Die Geschichte zeigt, wie aus einem Rassisten ein mitfühlender Mensch wird. Der Film beginnt mit einem frostigen Willkommen und endet in Herzlichkeit. netzwerk-südhemmern.de