Hille

Aus für den Hiller Herbstmarkt: Kirmes im Herbst ist ab sofort Geschichte

Stefanie Dullweber

Der Hiller Herbstmarkt ist schon lange kein Besuchermagnet mehr. Das ist weder für die Gemeinde als Veranstalter, noch für die Betreiber der Kirmesbuden zufriedenstellend. MT-Foto: Archiv - © Kerstin Rickert
Der Hiller Herbstmarkt ist schon lange kein Besuchermagnet mehr. Das ist weder für die Gemeinde als Veranstalter, noch für die Betreiber der Kirmesbuden zufriedenstellend. MT-Foto: Archiv (© Kerstin Rickert)

Hille (mt). Der Hiller Herbstmarkt ist Geschichte und findet bereits in diesem Jahr nicht mehr statt. Das hat der Rat der Gemeinde Hille in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen. Alle Versuche, die Kirmes attraktiver zu gestalten, seien fehlgeschlagen, heißt es von Seiten der Gemeindeverwaltung, die für die Organisation verantwortlich ist.

Den Frühjahrsmarkt mit Gewerbeausstellung wird es weiterhin geben. Markttag ist jeweils der letzte Freitag im Monat und das darauf folgende Wochenende, heißt es in der entsprechenden Satzung. Schließt sich dem Marktwochenende unmittelbar der 1. Mai an, verlängert sich die Kirmes um einen Tag.

Bereits seit einigen Jahren wird um den Herbstmarkt in Hille gerungen. Während andere Veranstaltungen – wie beispielsweise der Herbstmarkt in Lavelsloh – mit guten Konzepten die Besucher in Scharen anziehen, ist in Hille seit Jahren tote Hose. Zwischenzeitliche Versuche, den Herbstmarkt mit einem Sonderprogramm wie dem Mittelaltermarkt attraktiver zu gestalten, sind fehlgeschlagen und haben der Gemeinde enorme Verluste beschert.

Ordnungsamtsleiter Detlef Hartmann ist sich sogar sicher, dass der schlecht laufende Herbstmarkt Negativwerbung für den immer gut besuchten Frühjahrsmarkt ist. Dabei sei der finanzielle Aspekt noch zu vernachlässigen gewesen. Um die 4.000 Euro hätte die Gemeinde in den Herbstmarkt investiert. Aber um der Kirmes im April keinen weiteren Imageschaden zuzufügen, sei es Zeit gewesen, die Reißleine zu ziehen, so Hartmann gegenüber dem MT.

Im Zuge des freiwilligen Sparkonzepts der Gemeinde hatten Politik und Verwaltung im Jahr 2016 das Ziel vereinbart, die Kirmes an einen externen Veranstalter abzugeben. Diesen habe man jedoch nicht gefunden, heißt es aus dem Rathaus. Daher sei es nur konsequent, den Fokus auf die Ausrichtung des Frühjahrsmarktes zu richten und die Satzung entsprechend neu zu fassen.

Einziger Wermutstropfen für viele Hiller ist sicherlich der Wegfall des Trecker Trecks. Diese Veranstaltung des Vereins „Trecker Treck Team Hille“ hatte sich bislang alle zwei Jahre an den Herbstmarkt angeschlossen – viele hundert Besucher standen an beiden Veranstaltungstagen an der Strecke, während auf dem Marktgelände vergleichsweise wenig los war. Allerdings findet der Wettbewerb in diesem Jahr schon nicht mehr statt, weil lange Zeit unklar war, was mit dem Herbstmarkt passiert. Ob der Verein künftig eigenständig ein Traktor-Pulling auf die Beine stellt, ist fraglich.

Auf Rückfrage schließen die Verantwortlichen eine Neuauflage des Trecker Trecks allerdings nicht aus. Der Verein sei nicht abgeneigt. Ob eine Umsetzung möglich sei, müsse aber noch diskutiert werden, heißt es.

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

HilleAus für den Hiller Herbstmarkt: Kirmes im Herbst ist ab sofort GeschichteStefanie DullweberHille (mt). Der Hiller Herbstmarkt ist Geschichte und findet bereits in diesem Jahr nicht mehr statt. Das hat der Rat der Gemeinde Hille in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig beschlossen. Alle Versuche, die Kirmes attraktiver zu gestalten, seien fehlgeschlagen, heißt es von Seiten der Gemeindeverwaltung, die für die Organisation verantwortlich ist. Den Frühjahrsmarkt mit Gewerbeausstellung wird es weiterhin geben. Markttag ist jeweils der letzte Freitag im Monat und das darauf folgende Wochenende, heißt es in der entsprechenden Satzung. Schließt sich dem Marktwochenende unmittelbar der 1. Mai an, verlängert sich die Kirmes um einen Tag. Bereits seit einigen Jahren wird um den Herbstmarkt in Hille gerungen. Während andere Veranstaltungen – wie beispielsweise der Herbstmarkt in Lavelsloh – mit guten Konzepten die Besucher in Scharen anziehen, ist in Hille seit Jahren tote Hose. Zwischenzeitliche Versuche, den Herbstmarkt mit einem Sonderprogramm wie dem Mittelaltermarkt attraktiver zu gestalten, sind fehlgeschlagen und haben der Gemeinde enorme Verluste beschert. Ordnungsamtsleiter Detlef Hartmann ist sich sogar sicher, dass der schlecht laufende Herbstmarkt Negativwerbung für den immer gut besuchten Frühjahrsmarkt ist. Dabei sei der finanzielle Aspekt noch zu vernachlässigen gewesen. Um die 4.000 Euro hätte die Gemeinde in den Herbstmarkt investiert. Aber um der Kirmes im April keinen weiteren Imageschaden zuzufügen, sei es Zeit gewesen, die Reißleine zu ziehen, so Hartmann gegenüber dem MT. Im Zuge des freiwilligen Sparkonzepts der Gemeinde hatten Politik und Verwaltung im Jahr 2016 das Ziel vereinbart, die Kirmes an einen externen Veranstalter abzugeben. Diesen habe man jedoch nicht gefunden, heißt es aus dem Rathaus. Daher sei es nur konsequent, den Fokus auf die Ausrichtung des Frühjahrsmarktes zu richten und die Satzung entsprechend neu zu fassen. Einziger Wermutstropfen für viele Hiller ist sicherlich der Wegfall des Trecker Trecks. Diese Veranstaltung des Vereins „Trecker Treck Team Hille“ hatte sich bislang alle zwei Jahre an den Herbstmarkt angeschlossen – viele hundert Besucher standen an beiden Veranstaltungstagen an der Strecke, während auf dem Marktgelände vergleichsweise wenig los war. Allerdings findet der Wettbewerb in diesem Jahr schon nicht mehr statt, weil lange Zeit unklar war, was mit dem Herbstmarkt passiert. Ob der Verein künftig eigenständig ein Traktor-Pulling auf die Beine stellt, ist fraglich. Auf Rückfrage schließen die Verantwortlichen eine Neuauflage des Trecker Trecks allerdings nicht aus. Der Verein sei nicht abgeneigt. Ob eine Umsetzung möglich sei, müsse aber noch diskutiert werden, heißt es.