Kommentar zum Thema Glasfaserausbau im Kreis: Masterplan reicht nicht

Carsten Korfesmeyer

- © lehn
(© lehn)

Weiße Flecken verschwinden, neue tauchen auf. Surft man im Mühlenkreis ab 2022 in allen bislang unterversorgen Gebieten mit Höchstgeschwindigkeit im Netz, hinken alle hinterher, die dort weniger rasant unterwegs sein dürfen.

Das ist dann immer noch der überwiegende Teil der rund 311.000 Einwohner. Gefühlt sind sie im Schneckentempo unterwegs und je schneller es auf der Datenautobahn zugeht, umso benachteiligter werden sie.

Spätestens dann stellt sich die Frage eines neuen Masterplans, um Glasfaser überall im Kreisgebiet anbieten zu können. Aber so lange zu warten ist sträflich, weil jeder weiß, dass es im Netz unaufhaltsam schneller zugeht.

Das Problem ist bekannt und die Lösung alternativlos. Sie heißt „Glasfaser für alle“ und nicht „Glasfaser für Unterversorgte“. Sich mit dem Masterplan allein auf die bislang vernachlässigten und dünn besiedelten Gebiete zu stürzen, ist zwar nett gemeint, bringt insgesamt aber zu wenig.

Schnelles Internet ist schon seit geraumer Zeit eines der Hauptkriterien, wenn es um die Wahl des Wohnortes oder Unternehmensstandortes geht. Umso früher es überall zur Verfügung steht, umso besser. Möglichst unbürokratische Wege gilt es zu laufen, um das Ziel zu erreichen.

Der Staat, die Politik und die Wirtschaft sind gefragt. Am vielversprechendsten ist es, sie arbeiten Hand in Hand.

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Kommentar zum Thema Glasfaserausbau im Kreis: Masterplan reicht nichtCarsten KorfesmeyerWeiße Flecken verschwinden, neue tauchen auf. Surft man im Mühlenkreis ab 2022 in allen bislang unterversorgen Gebieten mit Höchstgeschwindigkeit im Netz, hinken alle hinterher, die dort weniger rasant unterwegs sein dürfen. Das ist dann immer noch der überwiegende Teil der rund 311.000 Einwohner. Gefühlt sind sie im Schneckentempo unterwegs und je schneller es auf der Datenautobahn zugeht, umso benachteiligter werden sie. Spätestens dann stellt sich die Frage eines neuen Masterplans, um Glasfaser überall im Kreisgebiet anbieten zu können. Aber so lange zu warten ist sträflich, weil jeder weiß, dass es im Netz unaufhaltsam schneller zugeht. Das Problem ist bekannt und die Lösung alternativlos. Sie heißt „Glasfaser für alle“ und nicht „Glasfaser für Unterversorgte“. Sich mit dem Masterplan allein auf die bislang vernachlässigten und dünn besiedelten Gebiete zu stürzen, ist zwar nett gemeint, bringt insgesamt aber zu wenig. Schnelles Internet ist schon seit geraumer Zeit eines der Hauptkriterien, wenn es um die Wahl des Wohnortes oder Unternehmensstandortes geht. Umso früher es überall zur Verfügung steht, umso besser. Möglichst unbürokratische Wege gilt es zu laufen, um das Ziel zu erreichen. Der Staat, die Politik und die Wirtschaft sind gefragt. Am vielversprechendsten ist es, sie arbeiten Hand in Hand.