Bielefeld

Prozess um Hiller Dreifachmord wegen Erkrankung verschoben: Neuer Termin am Freitag

veröffentlicht

Ein Absperrband hängt an der Rückseite des Hofes, auf dem am 09.03.2018 eine Leiche gefunden wurde. Der Prozess um den Dreifachmord von Hille geht auf die Zielgerade. Am 26.03.2019 stellt eine Expertin ihr Gutachten zu einem der beiden Angeklagten vor. Foto: Guido Kirchner/dpa - © (c) Copyright 2018, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Ein Absperrband hängt an der Rückseite des Hofes, auf dem am 09.03.2018 eine Leiche gefunden wurde. Der Prozess um den Dreifachmord von Hille geht auf die Zielgerade. Am 26.03.2019 stellt eine Expertin ihr Gutachten zu einem der beiden Angeklagten vor. Foto: Guido Kirchner/dpa (© (c) Copyright 2018, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten)

Bielefeld (dpa). Der geplante Prozess-Termin um den Dreifachmord von Hille musste am Dienstag wegen einer Erkrankung des Angeklagten Jörg W. verschoben werden. Der Prozess soll nun am Freitag fortgesetzt werden. Dann geht es vor dem Bielefelder Landgericht um die Schuldfähigkeit des jüngeren der beiden Angeklagten. Die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh stellt ihr Gutachten zu Kevin R. vor. Dabei ist ihre Einschätzung auch dazu gefragt, ob der 24-Jährige einen Hang zu Straftaten hat und bei einer Verurteilung deshalb eine Sicherungsverwahrung in Betracht gezogen werden soll. Saimeh hatte in dem Prozess bereits als Zeugin ausgesagt und Kevin R. als psychisch gesunden Mann beschrieben.

Der ehemalige Zeitsoldat Kevin R. und der frühere Fremdenlegionär Jörg W. sind wegen Mordes aus Habgier angeklagt. Die Beiden sollen zuerst einen 72-jährigen Nachbarn, dann einen 64-jährigen Hilfsarbeiter und später einen 30 Jahre alten Geschäftspartner getötet haben, um sich zu bereichern. Die drei Leichen waren vor rund einem Jahr verscharrt auf Höfen in Hille in Ostwestfalen an der Landesgrenze zu Niedersachsen gefunden worden. Im Bielefelder Prozess haben sich die beiden Deutschen bislang gegenseitig belastet.

Zur Schuldfähigkeit des 51-jährigen Jörg W. hatte Mitte Februar eine andere Gutachterin ihre Einschätzung vorgetragen. Demnach ist der ältere Angeklagte psychisch gesund und damit voll schuldfähig. Bei der Frage, ob er zu weiteren Gewalttaten neige und daher eine Sicherungsverwahrung nötig sei, legte sich die Expertin nicht fest.

Hier gibt es weitere Artikel zum Dreifachmord von Hille

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

BielefeldProzess um Hiller Dreifachmord wegen Erkrankung verschoben: Neuer Termin am FreitagBielefeld (dpa). Der geplante Prozess-Termin um den Dreifachmord von Hille musste am Dienstag wegen einer Erkrankung des Angeklagten Jörg W. verschoben werden. Der Prozess soll nun am Freitag fortgesetzt werden. Dann geht es vor dem Bielefelder Landgericht um die Schuldfähigkeit des jüngeren der beiden Angeklagten. Die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh stellt ihr Gutachten zu Kevin R. vor. Dabei ist ihre Einschätzung auch dazu gefragt, ob der 24-Jährige einen Hang zu Straftaten hat und bei einer Verurteilung deshalb eine Sicherungsverwahrung in Betracht gezogen werden soll. Saimeh hatte in dem Prozess bereits als Zeugin ausgesagt und Kevin R. als psychisch gesunden Mann beschrieben. Der ehemalige Zeitsoldat Kevin R. und der frühere Fremdenlegionär Jörg W. sind wegen Mordes aus Habgier angeklagt. Die Beiden sollen zuerst einen 72-jährigen Nachbarn, dann einen 64-jährigen Hilfsarbeiter und später einen 30 Jahre alten Geschäftspartner getötet haben, um sich zu bereichern. Die drei Leichen waren vor rund einem Jahr verscharrt auf Höfen in Hille in Ostwestfalen an der Landesgrenze zu Niedersachsen gefunden worden. Im Bielefelder Prozess haben sich die beiden Deutschen bislang gegenseitig belastet. Zur Schuldfähigkeit des 51-jährigen Jörg W. hatte Mitte Februar eine andere Gutachterin ihre Einschätzung vorgetragen. Demnach ist der ältere Angeklagte psychisch gesund und damit voll schuldfähig. Bei der Frage, ob er zu weiteren Gewalttaten neige und daher eine Sicherungsverwahrung nötig sei, legte sich die Expertin nicht fest. Hier gibt es weitere Artikel zum Dreifachmord von Hille