Bielefeld/Hille

Update: Prozess um den Hiller Dreifachmord - Jörg W. soll blutiges Messer abgeleckt haben

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Grausiges Detail im Prozess um den Dreifachmord von Hille: Nach dem Tod eines Opfers soll der Angeklagte Jörg W. das blutverschmierte Tatmesser abgeleckt haben. Archivfoto: Friso Gentsch/dpa
Grausiges Detail im Prozess um den Dreifachmord von Hille: Nach dem Tod eines Opfers soll der Angeklagte Jörg W. das blutverschmierte Tatmesser abgeleckt haben. Archivfoto: Friso Gentsch/dpa
Die psychiatrische Gutachterin Nahlah Saimeh schilderte am Montag im Prozess um den Dreifachmord in Hille ihre Eindrücke aus ihrem Gespräch mit dem angeklagten Kevin R. Archivfoto: Friso Gentsch/dpa
Die psychiatrische Gutachterin Nahlah Saimeh schilderte am Montag im Prozess um den Dreifachmord in Hille ihre Eindrücke aus ihrem Gespräch mit dem angeklagten Kevin R. Archivfoto: Friso Gentsch/dpa

Bielefeld/Hille (dpa). Grausiges Detail im Prozess um den Dreifachmord von Hille: Nach dem Tod eines Opfers soll der Angeklagte Jörg W. das blutverschmierte Tatmesser abgeleckt haben. Das schilderte der Mitangeklagte Kevin R. im Gespräch mit einer psychiatrischen Gutachterin. Das berichtete Gutachterin Nahlah Saimeh am Montag in dem Prozess vor dem Landgericht Bielefeld. Die Expertin, die über die Schuldfähigkeit des ehemaligen Zeitsoldaten Auskunft geben soll, bezeichnete Kevin R. als psychisch gesunden Mann. Ihr Gutachten wird das Gericht erst in ein paar Wochen in das Verfahren einführen.

«Er selbst habe diese Pose von Jörg W. als ekelhaft empfunden», sagte Saimeh über die Aussagen von Kevin R. weiter. Ansonsten sei der 24-Jährige bei seiner bisherigen Aussage geblieben. Demnach habe er bei der Beseitigung der Leichen geholfen, aber nicht selbst getötet. Wie Blutspritzer auf seine Jacke kommen konnten, sei für ihn selbst nur schwer erklärbar.

Bislang beschuldigen sich die beiden angeklagten Deutschen gegenseitig. Eine entscheide Rolle kommt daher im Prozess einem Rechtsmediziner zu. Am 21. Februar soll der Gutachter Bernd Karger von der Uniklinik Münster die Entstehung der Blutspritzer erklären.

Der Prozess um den brutalen Dreifachmord in Hille wird am heutigen Montag in Bielefeld fortgesetzt. Foto: Guido Kirchner/dpa - © (c) Copyright 2018, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Der Prozess um den brutalen Dreifachmord in Hille wird am heutigen Montag in Bielefeld fortgesetzt. Foto: Guido Kirchner/dpa (© (c) Copyright 2018, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten)

Laut Anklage sollen die beiden zuerst einen 72-jährigen Nachbarn, dann einen 64-jährigen Hilfsarbeiter und später einen 30 Jahre alten Geschäftspartner getötet haben, um sich zu bereichern. Die Leichen waren im Frühjahr 2018 verscharrt auf benachbarten Höfen im ostwestfälischen Hille gefunden worden.

Hier finden Sie weitere Artikel zum Hiller Dreifachmord

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Bielefeld/HilleUpdate: Prozess um den Hiller Dreifachmord - Jörg W. soll blutiges Messer abgeleckt habenBielefeld/Hille (dpa). Grausiges Detail im Prozess um den Dreifachmord von Hille: Nach dem Tod eines Opfers soll der Angeklagte Jörg W. das blutverschmierte Tatmesser abgeleckt haben. Das schilderte der Mitangeklagte Kevin R. im Gespräch mit einer psychiatrischen Gutachterin. Das berichtete Gutachterin Nahlah Saimeh am Montag in dem Prozess vor dem Landgericht Bielefeld. Die Expertin, die über die Schuldfähigkeit des ehemaligen Zeitsoldaten Auskunft geben soll, bezeichnete Kevin R. als psychisch gesunden Mann. Ihr Gutachten wird das Gericht erst in ein paar Wochen in das Verfahren einführen. «Er selbst habe diese Pose von Jörg W. als ekelhaft empfunden», sagte Saimeh über die Aussagen von Kevin R. weiter. Ansonsten sei der 24-Jährige bei seiner bisherigen Aussage geblieben. Demnach habe er bei der Beseitigung der Leichen geholfen, aber nicht selbst getötet. Wie Blutspritzer auf seine Jacke kommen konnten, sei für ihn selbst nur schwer erklärbar. Bislang beschuldigen sich die beiden angeklagten Deutschen gegenseitig. Eine entscheide Rolle kommt daher im Prozess einem Rechtsmediziner zu. Am 21. Februar soll der Gutachter Bernd Karger von der Uniklinik Münster die Entstehung der Blutspritzer erklären. Laut Anklage sollen die beiden zuerst einen 72-jährigen Nachbarn, dann einen 64-jährigen Hilfsarbeiter und später einen 30 Jahre alten Geschäftspartner getötet haben, um sich zu bereichern. Die Leichen waren im Frühjahr 2018 verscharrt auf benachbarten Höfen im ostwestfälischen Hille gefunden worden. Hier finden Sie weitere Artikel zum Hiller Dreifachmord