Alles hört auf ihr Kommando: Hütehunde bei der Arbeit

Robert Kauffeld

In Oberlübbe konnten Besucher des Backtages Hütehunden bei der Arbeit zusehen. Foto: Robert Kauffeld - © Robert Kauffeld
In Oberlübbe konnten Besucher des Backtages Hütehunden bei der Arbeit zusehen. Foto: Robert Kauffeld (© Robert Kauffeld)

Hille-Oberlübbe (rkm). Den zahlreichen Besuchern, die auf Einladung des Heimatvereins „Zwischen Berg und Bruch“ Oberlübbe/Unterlübbe in den Eichengrund gekommen waren, sollte beim letzten Backtag dieses Jahre etwas Besonderes geboten werden: Eine interessante Vorführung, bei der eine Herde Schafe und drei Hütehunde die Hauptdarsteller waren.

Das Bäckerteam hatte wieder im Steinofen Leckereien nach alten Rezepten gebacken, mit denen sich die Besucher zunächst einmal stärken konnten.

Anschließend trieben die beiden Schäfer Ulf Helming und Michael Krumme eine Herde Schafe auf die Wiese nebenan – gefolgt von Hund Chico. Der australische Kelpie ließ die Schafe nicht aus den Augen, blieb jedoch zunächst auf Abstand. Plötzlich lief Chico los, umkreiste die Schafe, trieb sie zu einer Gruppe zusammen – und legte sich wieder hin. Er hatte die entsprechenden Kommandos vom Schäfer bekommen, leise und kaum zu hören.

Ulf Helming und Michael Krumme zeigten den Besuchern, welche herausragenden Fähigkeiten diese Hunderasse hat, und sie erklärten, wie die Tiere zu führen sind. Chico verstand sofort, ob er sich den Schafen von rechts oder links nähern sollte. Immer, wenn er seine Aufgabe erfüllt hatte, legte er sich unverzüglich flach hin, die Schafe dabei nicht aus den Augen lassend.

Anschließend führten die beiden Hütehunde Heidi und Roy ihre Aufgaben ebenso perfekt aus. Sie trieben die Herde über eine schmale Brücke – dargestellt durch eng zusammenstehende Gitter. Außerdem schafften sie es, die Schafe in zwei Gruppen aufzuteilen.

Die Zuschauer waren von Gehorsam und Disziplin, aber auch der großen Arbeitsfreude der Hunde begeistert. „Wie werden sie für die gute Leistung belohnt?“, fragte eine Zuschauerin. Allein die Arbeit mit den Schafen sei für die Hunde eine große Freude – da bräuchte es keine weitere Belohnung, erklärten die Schäfer. „Das sieht man den Hunden tatsächlich an“, bemerkte ein anderer Besucher.

Das Zusammenspiel von Mensch, Hund und Herde beeindruckte die Besucher des Backtages nachhaltig. Erfreut stellte Bettina Hersemann, die Vorsitzende des Vereins, fest, dass die Veranstaltungen des Heimatvereins ein fester Bestandteil im kulturellen Leben des Ortes sind.

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Alles hört auf ihr Kommando: Hütehunde bei der ArbeitRobert KauffeldHille-Oberlübbe (rkm). Den zahlreichen Besuchern, die auf Einladung des Heimatvereins „Zwischen Berg und Bruch“ Oberlübbe/Unterlübbe in den Eichengrund gekommen waren, sollte beim letzten Backtag dieses Jahre etwas Besonderes geboten werden: Eine interessante Vorführung, bei der eine Herde Schafe und drei Hütehunde die Hauptdarsteller waren. Das Bäckerteam hatte wieder im Steinofen Leckereien nach alten Rezepten gebacken, mit denen sich die Besucher zunächst einmal stärken konnten. Anschließend trieben die beiden Schäfer Ulf Helming und Michael Krumme eine Herde Schafe auf die Wiese nebenan – gefolgt von Hund Chico. Der australische Kelpie ließ die Schafe nicht aus den Augen, blieb jedoch zunächst auf Abstand. Plötzlich lief Chico los, umkreiste die Schafe, trieb sie zu einer Gruppe zusammen – und legte sich wieder hin. Er hatte die entsprechenden Kommandos vom Schäfer bekommen, leise und kaum zu hören. Ulf Helming und Michael Krumme zeigten den Besuchern, welche herausragenden Fähigkeiten diese Hunderasse hat, und sie erklärten, wie die Tiere zu führen sind. Chico verstand sofort, ob er sich den Schafen von rechts oder links nähern sollte. Immer, wenn er seine Aufgabe erfüllt hatte, legte er sich unverzüglich flach hin, die Schafe dabei nicht aus den Augen lassend. Anschließend führten die beiden Hütehunde Heidi und Roy ihre Aufgaben ebenso perfekt aus. Sie trieben die Herde über eine schmale Brücke – dargestellt durch eng zusammenstehende Gitter. Außerdem schafften sie es, die Schafe in zwei Gruppen aufzuteilen. Die Zuschauer waren von Gehorsam und Disziplin, aber auch der großen Arbeitsfreude der Hunde begeistert. „Wie werden sie für die gute Leistung belohnt?“, fragte eine Zuschauerin. Allein die Arbeit mit den Schafen sei für die Hunde eine große Freude – da bräuchte es keine weitere Belohnung, erklärten die Schäfer. „Das sieht man den Hunden tatsächlich an“, bemerkte ein anderer Besucher. Das Zusammenspiel von Mensch, Hund und Herde beeindruckte die Besucher des Backtages nachhaltig. Erfreut stellte Bettina Hersemann, die Vorsitzende des Vereins, fest, dass die Veranstaltungen des Heimatvereins ein fester Bestandteil im kulturellen Leben des Ortes sind.