Zwei Vermisste gewaltsam getötet: Jörg W. unter Verdacht

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Nach dem Fund von zwei Leichen in einem kleinen Waldstück auf dem Grundstück des Hillers Jörg W. hat die Polizei am Freitag das vorläufigeObduktionsergebnis mitgeteilt. - © MT-Foto: Alex Lehn
Nach dem Fund von zwei Leichen in einem kleinen Waldstück auf dem Grundstück des Hillers Jörg W. hat die Polizei am Freitag das vorläufigeObduktionsergebnis mitgeteilt. (© MT-Foto: Alex Lehn)

Hille (mt). Nach dem Fund von zwei Leichen in einem kleinen Waldstück auf dem Grundstück des Hillers Jörg W. hat die Polizei am Freitag das vorläufige Obduktionsergebnis mitgeteilt. Demnach handelt es sich bei den Toten mit großer Wahrscheinlichkeit um den 71-jährigen Witwer Gerd F. und den 65-jährigen Hilfsarbeiter Jochen K.

Die beiden sollen laut Gerichtsmedizin Opfer erheblicher Gewaltanwendung geworden sein. Die körperlichen Merkmale der Leichen stimmten mit denen der Verschollenen überein, so Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Presseerklärung. Die zweifelsfreie Identität soll in den nächsten Tagen durch einen vergleichenden DNA-Test geklärt werden.

Polizei will Jörg W. zu neuen Leichenfunden befragen - Suche wird eingestellt (Plus-Inhalt)
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Es bestehe der dringende Tatverdacht, dass Jörg W. beide Männer getötet habe. Wie die Neue Westfälische berichtet, sollen die Leichen mindestens ein halbes Jahr im Erdboden vergraben gewesen sein. W. hatte gegenüber den Ermittlern bereits gestanden, den 30-jährigen Stadthäger Fadi S. mit einem Hammer erschlagen zu haben. Es lägen keinerlei Hinweise vor, dass es einen Mittäter gab.

Update: Mordfall in Hille - Ermittler finden dritte Leiche

Die Ermittler versuchen unterdessen weiterhin, das Motiv des 51-Jährigen Ex-fremdenlegionärs zu klären. Die Geschäftsbeziehung zu dem 30-Jährigen und mögliche finanzielle Vorteile im Zusammenhang mit dem Verschwinden des 71- und 65-Jährigen stehen dabei im Fokus der Ermittlungen. Womöglich kassierte W. die Rente der beiden Vermissten.

Jörg W. soll am Freitag oder Montag aus Bayern an die Bielefelder Polizei überstellt werden, dann soll auch das Verhör beginnen. Die Ermittler versuchen außerdem seine Vergangenheit zu durchleuchten, darunter auch seine Zeit in Duisburg. Womöglich beging W. noch weitere Straftaten. Der 51-Jährige war 2012 von Duisburg nach Hille gezogen. Davor war er von 1989 bis 1991 Mitglied der Fremdenlegion, aus der er aufgrund einer Verletzung ehrenhaft entlassen wurde. W. ist nicht vorbestraft und war bisher nicht bei Gewaltdelikten in Erscheinung getreten.

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Zwei Vermisste gewaltsam getötet: Jörg W. unter VerdachtHille (mt). Nach dem Fund von zwei Leichen in einem kleinen Waldstück auf dem Grundstück des Hillers Jörg W. hat die Polizei am Freitag das vorläufige Obduktionsergebnis mitgeteilt. Demnach handelt es sich bei den Toten mit großer Wahrscheinlichkeit um den 71-jährigen Witwer Gerd F. und den 65-jährigen Hilfsarbeiter Jochen K. Die beiden sollen laut Gerichtsmedizin Opfer erheblicher Gewaltanwendung geworden sein. Die körperlichen Merkmale der Leichen stimmten mit denen der Verschollenen überein, so Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Presseerklärung. Die zweifelsfreie Identität soll in den nächsten Tagen durch einen vergleichenden DNA-Test geklärt werden. Es bestehe der dringende Tatverdacht, dass Jörg W. beide Männer getötet habe. Wie die Neue Westfälische berichtet, sollen die Leichen mindestens ein halbes Jahr im Erdboden vergraben gewesen sein. W. hatte gegenüber den Ermittlern bereits gestanden, den 30-jährigen Stadthäger Fadi S. mit einem Hammer erschlagen zu haben. Es lägen keinerlei Hinweise vor, dass es einen Mittäter gab. Die Ermittler versuchen unterdessen weiterhin, das Motiv des 51-Jährigen Ex-fremdenlegionärs zu klären. Die Geschäftsbeziehung zu dem 30-Jährigen und mögliche finanzielle Vorteile im Zusammenhang mit dem Verschwinden des 71- und 65-Jährigen stehen dabei im Fokus der Ermittlungen. Womöglich kassierte W. die Rente der beiden Vermissten. Jörg W. soll am Freitag oder Montag aus Bayern an die Bielefelder Polizei überstellt werden, dann soll auch das Verhör beginnen. Die Ermittler versuchen außerdem seine Vergangenheit zu durchleuchten, darunter auch seine Zeit in Duisburg. Womöglich beging W. noch weitere Straftaten. Der 51-Jährige war 2012 von Duisburg nach Hille gezogen. Davor war er von 1989 bis 1991 Mitglied der Fremdenlegion, aus der er aufgrund einer Verletzung ehrenhaft entlassen wurde. W. ist nicht vorbestraft und war bisher nicht bei Gewaltdelikten in Erscheinung getreten.