Brandermittler untersuchen ausgebranntes Tankschiff Mehrere hunderttausend Euro Sachschaden Von Sven Kienscherf Hille (mt). Nach dem Brand eines Tankschiffs auf dem Mittellandkanal am Sonntagnachmittag haben am Montag Brandermittler der Polizei das Schiff im Hiller Hafen untersucht. Das Feuer war im Wohnraum der Besatzung ausgebrochen. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich der Kapitän und sein Sohn an Bord. Noch lagern nach Angaben der Polizei rund 1.200 Tonnen Heizöl auf dem Schiff. Der Sachschaden beträgt mehrere hunderttausend Euro. Der Sohn des Kapitäns, der leichte Rauchgasvergiftungen erlitt, ist wieder wohlauf.Das Schiff war unterwegs von Marktheidenfeld in Bayern nach Hannover, als am Sonntag gegen 15 Uhr das Feuer ausbrach. Horst Boelter, Kapitän des Tankschiffs "Leila", sagte gegenüber dem MT, er habe gemeinsam mit seinem Sohn im Steuerhaus des Schiffes gesessen, als Qualm aus dem Wohnbereich aufgestiegen sei. "Ich habe zu meinem Sohn gesagt, er soll mal nachgucken, was da los ist."Als der Mann die Türe zum Wohnbereich geöffnet habe, sei ihm dicker Qualm entgegengekommen. "Er hat noch versucht, mit einem Feuerlöscher zu löschen. Das hat aber nicht mehr geklappt", so der 71-jährige Schiffsführer. Daraufhin habe er die Rettungskräfte alarmiert."Wir haben zwei Anker geworfen und auf die Feuerwehr gewartet."  Seit 1955 arbeite er in der Binnenschifffahrt, seit 1965 als Schiffsführer, sagte Boelter. Wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilte, soll die Leila nun nach Hannover geschleppt werden, wo die Ladung auch gelöscht werden soll. Schiff wird nach Hannover geschlepptRainer Wolfes von der Wasserschutzpolizei sagte, von dem Heizöl  könne unter Umständen noch Gefahr ausgehen. Durch leckgeschlagene Stellen könne das Öl auslaufen. Bisher sei aber nichts festgestellt worden. Allerdings: "Der hintere Bereich ist noch voller Löschschaum, das sind wir noch gar nicht rangekommen."Das Schiff hatte noch bis 2018 eine Lizenz zum Gefahrguttransport. "Dann hätte es aber keine Zulassung mehr bekommen, da es sich um ein Einhüllen-Schiff handelt", sagte der Polizeisprecher. Zugelassen werden dann nur noch Zweihüllen-Schiffe, in denen die Ladung besser gesichert ist.Zusätzlich zu den Brandexperten von der Polizei soll sich noch ein weiterer Gutachter das Schiff angucken. Geprüft werden soll, ob eine technische Ursache das Feuer ausgelöst hat.Video folgt in Kürze

Brandermittler untersuchen ausgebranntes Tankschiff

Hille (mt). Nach dem Brand eines Tankschiffs auf dem Mittellandkanal am Sonntagnachmittag haben am Montag Brandermittler der Polizei das Schiff im Hiller Hafen untersucht. Das Feuer war im Wohnraum der Besatzung ausgebrochen. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich der Kapitän und sein Sohn an Bord. Noch lagern nach Angaben der Polizei rund 1.200 Tonnen Heizöl auf dem Schiff. Der Sachschaden beträgt mehrere hunderttausend Euro. Der Sohn des Kapitäns, der leichte Rauchgasvergiftungen erlitt, ist wieder wohlauf.

Polizei untersucht

Tankschiff - mit Video - © HILLE
Polizei untersucht
Tankschiff - mit Video - © HILLE

Das Schiff war unterwegs von Marktheidenfeld in Bayern nach Hannover, als am Sonntag gegen 15 Uhr das Feuer ausbrach. Horst Boelter, Kapitän des Tankschiffs "Leila", sagte gegenüber dem MT, er habe gemeinsam mit seinem Sohn im Steuerhaus des Schiffes gesessen, als Qualm aus dem Wohnbereich aufgestiegen sei. "Ich habe zu meinem Sohn gesagt, er soll mal nachgucken, was da los ist."

Als der Mann die Türe zum Wohnbereich geöffnet habe, sei ihm dicker Qualm entgegengekommen. "Er hat noch versucht, mit einem Feuerlöscher zu löschen. Das hat aber nicht mehr geklappt", so der 71-jährige Schiffsführer. Daraufhin habe er die Rettungskräfte alarmiert.

"Wir haben zwei Anker geworfen und auf die Feuerwehr gewartet."  Seit 1955 arbeite er in der Binnenschifffahrt, seit 1965 als Schiffsführer, sagte Boelter. Wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilte, soll die Leila nun nach Hannover geschleppt werden, wo die Ladung auch gelöscht werden soll.

Schiff wird nach Hannover geschleppt

Rainer Wolfes von der Wasserschutzpolizei sagte, von dem Heizöl  könne unter Umständen noch Gefahr ausgehen. Durch leckgeschlagene Stellen könne das Öl auslaufen. Bisher sei aber nichts festgestellt worden. Allerdings: "Der hintere Bereich ist noch voller Löschschaum, das sind wir noch gar nicht rangekommen."

Das Schiff hatte noch bis 2018 eine Lizenz zum Gefahrguttransport. "Dann hätte es aber keine Zulassung mehr bekommen, da es sich um ein Einhüllen-Schiff handelt", sagte der Polizeisprecher. Zugelassen werden dann nur noch Zweihüllen-Schiffe, in denen die Ladung besser gesichert ist.

Zusätzlich zu den Brandexperten von der Polizei soll sich noch ein weiterer Gutachter das Schiff angucken. Geprüft werden soll, ob eine technische Ursache das Feuer ausgelöst hat.

Video folgt in Kürze

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