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Blauer Teppich bei der Privatbrauerei Barre: Für einen besonderen Moment

Michaela Meier

Gästeführerin Sylke Dischinger erläutert die Schritte des Brauvorgangs, gespickt mit kleinen Anekdoten zum Thema Gerstensaft.
Gästeführerin Sylke Dischinger erläutert die Schritte des Brauvorgangs, gespickt mit kleinen Anekdoten zum Thema Gerstensaft.

Lübbecke (mt). Qualität setzt sich durch. Das sagt sich so leicht. Doch damit Qualität entsteht und bewahrt wird, braucht es einiges: Zeit, Verantwortungsbewusstsein, hohe Ansprüche an sich, das Produkt und seine Inhaltsstoffe und vor allem Hingabe. Dass die Privatbrauerei Barre dies alles miteinander verbindet, davon konnten sich vergangene Woche die knapp 40 Leser des Mindener Tageblatts im Rahmen der Aktion „Der Blaue Teppich“ überzeugen. Über drei Stunden durften sie das historische und moderne Sudhaus besichtigen, die großen Gär- und Lagertanks bestaunen und einen Einblick in die Filtrations- und Abfüllanlagen erhalten. Die Entwicklung der Braugeschichte konnte anschließend im Brauereimuseum in Barres Brauwelt besichtigt werden.

„Bei herrlichstem Barre-Wetter“, begrüßte Oliver Geissler, Vertriebsleiter beim Mindener Tageblatt, die Gäste zum 23. Blauen Teppich. „Es ist bereits der fünfte, der hier veranstaltet wird.“ Die Nachfrage sei dabei nach wie vor groß. 154 Leser hatten sich beworben, um die unabhängige Privatbrauerei in Lübbecke zu besuchen. So wie Ursula und Edgar Besenreiter, die dieses Mal zu den glücklichen Gewinnern gehörten: „Man fährt hier ja öfter mal vorbei, und hat doch keine Ahnung, was sich hinter den Mauern eigentlich abspielt“, sagt die Mindenerin. Sie ist beeindruckt, wie groß das Gelände und die Produktion sind. „Das ahnt man von außen ja gar nicht.“

Knapp 40 Gäste nahmen an der Leseraktion teil, die bereits zum fünften Mal in der Privatbrauerei Barre veranstaltet wurde. Fotos: Alex Lehn
Knapp 40 Gäste nahmen an der Leseraktion teil, die bereits zum fünften Mal in der Privatbrauerei Barre veranstaltet wurde. Fotos: Alex Lehn

Geführt wurde die Gruppe von Gästebetreuerin Sylke Dischinger, die gleich zu Beginn der Tour für allgemeine Beruhigung sorgte: „Bier an sich macht gar nicht dick“, erklärt sie. „Lediglich Appetit.“ So hat ein Liter Gerstensaft circa 420 Kalorien. Wesentlich weniger als beispielsweise Wein. „Allerdings macht Bier Appetit, und das in der Regel auf Herzhaftes.“ Neben Wissenswertem zum Produktionsablauf versorgte Sylke Dischinger die Besucher immer wieder mit unterhaltsamem Nischenwissen rund um den Gerstensaft. „Wussten Sie beispielsweise, dass zum Bierbrauen nur weiblicher Hopfen verwendet wird?“ Den bezieht Barre aus der Holledau. Wie bei allen Zutaten achtet die Brauerei auch hier auf Spitzenqualität und die strikte Einhaltung des deutschen Reinheitsgebotes aus dem Jahr 1516.

Modernste Maschinen und traditionelles Wissen rund um die Braukunst gehen in der Lübbecker Privatbrauerei Hand in Hand.
Modernste Maschinen und traditionelles Wissen rund um die Braukunst gehen in der Lübbecker Privatbrauerei Hand in Hand.

Gerade mal vier Zutaten sind es, die ins Bier gehören. Neben Hopfen verwendet Barre feines Malz aus Sommergerste, Hefe aus eigener Züchtung und kristallklares Wasser aus der eigenen Quelle des Wiehengebirges. Letzteres ist nicht zu unterschätzen, wenn es um die Geschmacksqualität geht, auf die die Brauerei setzt. „Denn schließlich werden fünf Liter Wasser benötigt, um einen Liter Bier herzustellen“, weiß Sylke Dischinger.

Mit einem Bierausstoß von 140 000 Hektolitern im Jahr ist Barre ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region. Gebraut wird von montags bis freitags im Drei-Schicht-System.

Die Vorlieben der Kunden verändern sich, das spürt auch Barre. Jüngere Generationen trinken neben Bier auch zunehmend Biermischgetränke und die Nachfrage an alkoholfreien Produkten steigt parallel. Eine Entwicklung, auf die sich die Privatbrauerei eingestellt hat. Das Produktsortiment umfasst 17 verschiedene Produkte. Neben Bier hat Barre auch Biermischgetränke und alkoholfreie Durstlöscher im Angebot. Erst im vergangenen Jahr wurde anlässlich des 175. Firmenjubiläums das sechs Wochen kaltgereifte und mit Saphir-Hopfen verfeinerte Lagerbier „Louis Barre Imperial“ auf den Markt gebracht. Kurz danach folgte die alkoholfreie Fassbrause Rhabarber und beim diesjährigen Blauen Teppich konnten die Besucher einen Blick auf die leuchtend gelben, von Hand abgefüllten Keramikflaschen der Barre Edition No. 05 „Cascade Zwickel“ werfen. „Die handwerklich gebrauten Bierspezialitäten in der Reihe „Barre Edition“ werden nur in einer geringen limitierten Auflage abgefüllt und erfreuen sich großer Beliebtheit“, erklärt die Gästebetreuerin.

Dafür, dass alles, was in die Flasche kommt, den hohen Qualitätsansprüchen genügt, sorgt das hauseigene Labor. Bis zu 3000 Proben werden hier monatlich untersucht.

Neben der modernen Brauproduktion kam auch der Blick in die Geschichte der Braukunst nicht zu kurz. Schließlich ist Barre die älteste Pilsbrauerei Norddeutschlands und mit Christoph Barre in sechster Generation in Familienhand. Das einzige Brauereimuseum Ostwestfalens zeigt brauhistorische Ausstellungsstücke verschiedener Epochen. „Es ist beeindruckend zu sehen, was Menschen früher geleistet haben, um Bier herzustellen“, finden Erhard und Ingrid Keminer aus Porta Westfalica.

Für einen gemütlichen Ausgang sorgte ein Besuch in der angeschlossenen Gastronomie „Barres Brauwelt“. „Eine tolle Tour“, fasst Ursula Besenreiter abschließend zusammen. „Schön, dass wir dabei sein konnten.“

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A N Z E I G EBlauer Teppich bei der Privatbrauerei Barre: Für einen besonderen MomentMichaela MeierLübbecke (mt). Qualität setzt sich durch. Das sagt sich so leicht. Doch damit Qualität entsteht und bewahrt wird, braucht es einiges: Zeit, Verantwortungsbewusstsein, hohe Ansprüche an sich, das Produkt und seine Inhaltsstoffe und vor allem Hingabe. Dass die Privatbrauerei Barre dies alles miteinander verbindet, davon konnten sich vergangene Woche die knapp 40 Leser des Mindener Tageblatts im Rahmen der Aktion „Der Blaue Teppich“ überzeugen. Über drei Stunden durften sie das historische und moderne Sudhaus besichtigen, die großen Gär- und Lagertanks bestaunen und einen Einblick in die Filtrations- und Abfüllanlagen erhalten. Die Entwicklung der Braugeschichte konnte anschließend im Brauereimuseum in Barre’s Brauwelt besichtigt werden. „Bei herrlichstem Barre-Wetter“, begrüßte Oliver Geissler, Vertriebsleiter beim Mindener Tageblatt, die Gäste zum 23. Blauen Teppich. „Es ist bereits der fünfte, der hier veranstaltet wird.“ Die Nachfrage sei dabei nach wie vor groß. 154 Leser hatten sich beworben, um die unabhängige Privatbrauerei in Lübbecke zu besuchen. So wie Ursula und Edgar Besenreiter, die dieses Mal zu den glücklichen Gewinnern gehörten: „Man fährt hier ja öfter mal vorbei, und hat doch keine Ahnung, was sich hinter den Mauern eigentlich abspielt“, sagt die Mindenerin. Sie ist beeindruckt, wie groß das Gelände und die Produktion sind. „Das ahnt man von außen ja gar nicht.“ Geführt wurde die Gruppe von Gästebetreuerin Sylke Dischinger, die gleich zu Beginn der Tour für allgemeine Beruhigung sorgte: „Bier an sich macht gar nicht dick“, erklärt sie. „Lediglich Appetit.“ So hat ein Liter Gerstensaft circa 420 Kalorien. Wesentlich weniger als beispielsweise Wein. „Allerdings macht Bier Appetit, und das in der Regel auf Herzhaftes.“ Neben Wissenswertem zum Produktionsablauf versorgte Sylke Dischinger die Besucher immer wieder mit unterhaltsamem Nischenwissen rund um den Gerstensaft. „Wussten Sie beispielsweise, dass zum Bierbrauen nur weiblicher Hopfen verwendet wird?“ Den bezieht Barre aus der Holledau. Wie bei allen Zutaten achtet die Brauerei auch hier auf Spitzenqualität und die strikte Einhaltung des deutschen Reinheitsgebotes aus dem Jahr 1516. Gerade mal vier Zutaten sind es, die ins Bier gehören. Neben Hopfen verwendet Barre feines Malz aus Sommergerste, Hefe aus eigener Züchtung und kristallklares Wasser aus der eigenen Quelle des Wiehengebirges. Letzteres ist nicht zu unterschätzen, wenn es um die Geschmacksqualität geht, auf die die Brauerei setzt. „Denn schließlich werden fünf Liter Wasser benötigt, um einen Liter Bier herzustellen“, weiß Sylke Dischinger. Mit einem Bierausstoß von 140 000 Hektolitern im Jahr ist Barre ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region. Gebraut wird von montags bis freitags im Drei-Schicht-System. Die Vorlieben der Kunden verändern sich, das spürt auch Barre. Jüngere Generationen trinken neben Bier auch zunehmend Biermischgetränke und die Nachfrage an alkoholfreien Produkten steigt parallel. Eine Entwicklung, auf die sich die Privatbrauerei eingestellt hat. Das Produktsortiment umfasst 17 verschiedene Produkte. Neben Bier hat Barre auch Biermischgetränke und alkoholfreie Durstlöscher im Angebot. Erst im vergangenen Jahr wurde anlässlich des 175. Firmenjubiläums das sechs Wochen kaltgereifte und mit Saphir-Hopfen verfeinerte Lagerbier „Louis Barre Imperial“ auf den Markt gebracht. Kurz danach folgte die alkoholfreie Fassbrause Rhabarber und beim diesjährigen Blauen Teppich konnten die Besucher einen Blick auf die leuchtend gelben, von Hand abgefüllten Keramikflaschen der Barre Edition No. 05 „Cascade Zwickel“ werfen. „Die handwerklich gebrauten Bierspezialitäten in der Reihe „Barre Edition“ werden nur in einer geringen limitierten Auflage abgefüllt und erfreuen sich großer Beliebtheit“, erklärt die Gästebetreuerin. Dafür, dass alles, was in die Flasche kommt, den hohen Qualitätsansprüchen genügt, sorgt das hauseigene Labor. Bis zu 3000 Proben werden hier monatlich untersucht. Neben der modernen Brauproduktion kam auch der Blick in die Geschichte der Braukunst nicht zu kurz. Schließlich ist Barre die älteste Pilsbrauerei Norddeutschlands und mit Christoph Barre in sechster Generation in Familienhand. Das einzige Brauereimuseum Ostwestfalens zeigt brauhistorische Ausstellungsstücke verschiedener Epochen. „Es ist beeindruckend zu sehen, was Menschen früher geleistet haben, um Bier herzustellen“, finden Erhard und Ingrid Keminer aus Porta Westfalica. Für einen gemütlichen Ausgang sorgte ein Besuch in der angeschlossenen Gastronomie „Barre’s Brauwelt“. „Eine tolle Tour“, fasst Ursula Besenreiter abschließend zusammen. „Schön, dass wir dabei sein konnten.“