Drei Fragen an Dr. Jörg Friedrich Sander Großes Interesse an Geschichtsevents

Nadine Conti

Mit Veranstaltungsformaten wie der Reenactormesse, den Zeitinseln und jetzt einer Reihe zur Zeitgeschichte versucht die Minden Marketing dem wachsenden Geschichtsinteresse zu begegnen.

Dr. Jörg Friedrich Sander - © Foto: Archiv
Dr. Jörg Friedrich Sander (© Foto: Archiv)

Die Reihe „Mindener Urgesteine erzählen“ ist fulminant gestartet. Herbert Hoppmanns Führung zur Musikgeschichte war ausgebucht. Was kommt als nächstes?

Ohne zu wissen, dass die erste „Urgesteinführung“ gleich vier Mal ausgebucht sein würde, haben wir schon vor einiger Zeit weitere Themen geplant: „Kultur und Theater vergangener Tage“, „Bildende Kunst in Minden“ und die Mindener Stadtentwicklung der vergangenen fünf Jahrzehnte unter dem Motto „Minden entwickelt-verwickelt?“ Immer mit Menschen, die das Ganze hautnah erlebt haben, also echte „Mindener Urgesteine“!

Haben Sie eine Theorie, was die Menschen an der Vergangenheit so fasziniert?

In den letzten Jahren hat sich eine „gefühlte“ Ungewissheit und Unsicherheit breit gemacht, was die Menschen nach meiner Einschätzung dazu veranlasst, sich ihrer selbst zu vergewissern. Gesuchte Gemeinschaft bei Events als den modernen „Lagerfeuern“, aber auch das Interesse an der eigenen Vergangenheit sind Anknüpfungspunkte für die Suche nach Identität und Sinn.

Gibt es denn demnächst auch einmal ein Angebot, dass sich mit der Zukunft beschäftigt?

Dazu gibt es ja schon Führungen der Minden Marketing GmbH, wie z.B. zur neuen Weserschleuse oder zur Entwicklung des Bahnhofsquartiers. Auch die digitale Beacon-Führung, bei der man das historische Minden auf eigene Faust per Smartphone erkunden kann, hat Zukunftspotential!

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Drei Fragen an Dr. Jörg Friedrich Sander Großes Interesse an GeschichtseventsNadine ContiMit Veranstaltungsformaten wie der Reenactormesse, den Zeitinseln und jetzt einer Reihe zur Zeitgeschichte versucht die Minden Marketing dem wachsenden Geschichtsinteresse zu begegnen.Die Reihe „Mindener Urgesteine erzählen“ ist fulminant gestartet. Herbert Hoppmanns Führung zur Musikgeschichte war ausgebucht. Was kommt als nächstes?Ohne zu wissen, dass die erste „Urgesteinführung“ gleich vier Mal ausgebucht sein würde, haben wir schon vor einiger Zeit weitere Themen geplant: „Kultur und Theater vergangener Tage“, „Bildende Kunst in Minden“ und die Mindener Stadtentwicklung der vergangenen fünf Jahrzehnte unter dem Motto „Minden entwickelt-verwickelt?“ Immer mit Menschen, die das Ganze hautnah erlebt haben, also echte „Mindener Urgesteine“!Haben Sie eine Theorie, was die Menschen an der Vergangenheit so fasziniert?In den letzten Jahren hat sich eine „gefühlte“ Ungewissheit und Unsicherheit breit gemacht, was die Menschen nach meiner Einschätzung dazu veranlasst, sich ihrer selbst zu vergewissern. Gesuchte Gemeinschaft bei Events als den modernen „Lagerfeuern“, aber auch das Interesse an der eigenen Vergangenheit sind Anknüpfungspunkte für die Suche nach Identität und Sinn.Gibt es denn demnächst auch einmal ein Angebot, dass sich mit der Zukunft beschäftigt?Dazu gibt es ja schon Führungen der Minden Marketing GmbH, wie z.B. zur neuen Weserschleuse oder zur Entwicklung des Bahnhofsquartiers. Auch die digitale Beacon-Führung, bei der man das historische Minden auf eigene Faust per Smartphone erkunden kann, hat Zukunftspotential!