Tierische Kollegin: Labrador Awiwa hat sogar einen Mitarbeiterausweis Thomas Lieske Porta Westfalica-Lerbeck. Wenn Büro-Mitarbeiterin Awiwa morgens die Firma betritt, dann gibt es erstmal Streicheleinheiten. Bevor sie ihren eigenen Arbeitsplatz einnimmt, dreht sie ihre morgendliche Runde durch die Büros in der ersten Etage und begrüßt jeden Kollegen persönlich. Allerdings: Einen Schreibtisch mit Computer gibt es für sie nicht. Denn Awiwa ist Mitarbeiterin auf vier Pfoten. Ihr Blick richtet sich nicht auf den Bildschirm, sondern eher unter den Schreibtischen hindurch – immer in der Hoffnung, dass irgendwo ein Keks für sie abfällt. Awiwa ist Bürohündin bei WoW Logistics in Lerbeck. Und das schon seit kurz nach ihrer Geburt im Jahr 2013. „Unsere Firma wurde im gleichen Jahr gegründet, als sie geboren wurde“, erzählt Frauchen Vanessa Cramer, die in der Firma ihres Mannes in der Buchhaltung arbeitet. Weil das Paar einen vollen Arbeitsalltag in der Firma hat, war klar, dass Awiwa mitkommt. Mittlerweile hat sie sogar eine eigene Interessenvertretung. Denn die Firma WoW Logistics ist seit Juli ganz offiziell Mitglied im Bundesverband der Bürohunde in Deutschland. „Dog in statt Burnout“, heißt dessen Leitsatz – zu Deutsch: Lieber mit Hund statt mit Burnout. „Das ist uns ein besonderes Anliegen“, sagt Vanessa Cramer. „Awiwa trägt ganz viel zu einem positiven Büroalltag bei.“ In Stresssituationen etwa sei es beruhigend, „einfach ihr Fell zu streicheln“. Manchmal, sagt Cramer, reiche sogar ein Blick vom Schreibtisch auf den schlafenden Hund. „Dann weiß ich, dass alles in Ordnung ist.“ Awiwa soll in dem Unternehmen für alle da sein. „Sie geht immer mal wieder von Schreibtisch zu Schreibtisch. Das mögen die Kollegen gern“, erzählt Vanessa Cramer. Mit der Hündin habe sich viel positiv verändert. „Und sie weiß, wann sie auch mal still liegen muss.“ Etwa, wenn es einen Termin mit der Bank gibt. Dafür kann die Labradorhündin aber auch mitten aus dem vermeintlichen Tiefschlaf im Turbogang das Büro verlassen. „Wenn in der Küche etwas knistert, dann ist kein Halten mehr“, erzählt Cramer und lacht. Typisch für ihre Rasse – immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Selbst vor der Arbeitstasche einer Kollegin habe sie da nicht Halt gemacht. „Da war ein Apfel drin, den hat sie sich geschnappt und genüsslich gegessen“, erinnert sich Awiwas Frauchen. Die Geschichte sorgt noch heute für Lacher. Und sie hat die Kollegen sensibilisiert: Am besten keine Taschen mehr auf dem Boden stehen lassen. Awiwa bringt Abwechslung in den Büroalltag zwischen Telefonaten mit Kunden, Spediteuren und Fahrern. In Besprechungen ist sie immer dabei. Mit ihrer neugierigen Art nimmt sie schnell Kontakt auf, auch zu fremden Menschen, die zu einem Besuch in der Firma sind. Eine ganz besondere Verbindung hat Awiwa zum neuen Auszubildenden des Unternehmens aufgebaut. „Er war zuerst etwas schüchtern und nervös, als es hier im Sommer losging“, erinnert sich Vanessa Cramer. Mittlerweile sind die beiden ein eingespieltes Team, „und vom Auszubildenden kommt sogar mal ein flapsiger Spruch. Das gefällt uns“. Hündin Awiwa habe das Eis schon oft gebrochen. „Da kommt gleich eine ganz andere Stimmung in den Raum, wenn der Hund dabei ist. Auch bei Kundengesprächen.“ Nein, Betriebsgeheimnisse kann sie natürlich nicht ausplaudern. Dafür hat die Labradorhündin auch mal Anspruch auf einen Tag Homeoffice. Sehr zum Leidwesen von Frauchen. „Das sind dann die langweiligeren Tage.“ Übrigens: In dem Unternehmen ist nicht nur Platz für Awiwa. „Hier kann eigentlich jeder seinen Hund mitbringen. Sie müssen sich untereinander nur gut verstehen und zumindest den Grundgehorsam beherrschen“, sagt Vanessa Cramer.

Tierische Kollegin: Labrador Awiwa hat sogar einen Mitarbeiterausweis

Bürohündin Awiwa hat sogar einen eigenen Mitarbeiterausweis. In der Portaner Logistikfirma ist sie Teil des Arbeitsalltags. MT-Foto: Thomas Lieske

Porta Westfalica-Lerbeck. Wenn Büro-Mitarbeiterin Awiwa morgens die Firma betritt, dann gibt es erstmal Streicheleinheiten. Bevor sie ihren eigenen Arbeitsplatz einnimmt, dreht sie ihre morgendliche Runde durch die Büros in der ersten Etage und begrüßt jeden Kollegen persönlich. Allerdings: Einen Schreibtisch mit Computer gibt es für sie nicht. Denn Awiwa ist Mitarbeiterin auf vier Pfoten. Ihr Blick richtet sich nicht auf den Bildschirm, sondern eher unter den Schreibtischen hindurch – immer in der Hoffnung, dass irgendwo ein Keks für sie abfällt. Awiwa ist Bürohündin bei WoW Logistics in Lerbeck. Und das schon seit kurz nach ihrer Geburt im Jahr 2013.

„Unsere Firma wurde im gleichen Jahr gegründet, als sie geboren wurde“, erzählt Frauchen Vanessa Cramer, die in der Firma ihres Mannes in der Buchhaltung arbeitet. Weil das Paar einen vollen Arbeitsalltag in der Firma hat, war klar, dass Awiwa mitkommt. Mittlerweile hat sie sogar eine eigene Interessenvertretung. Denn die Firma WoW Logistics ist seit Juli ganz offiziell Mitglied im Bundesverband der Bürohunde in Deutschland. „Dog in statt Burnout“, heißt dessen Leitsatz – zu Deutsch: Lieber mit Hund statt mit Burnout. „Das ist uns ein besonderes Anliegen“, sagt Vanessa Cramer. „Awiwa trägt ganz viel zu einem positiven Büroalltag bei.“ In Stresssituationen etwa sei es beruhigend, „einfach ihr Fell zu streicheln“. Manchmal, sagt Cramer, reiche sogar ein Blick vom Schreibtisch auf den schlafenden Hund. „Dann weiß ich, dass alles in Ordnung ist.“

Awiwa soll in dem Unternehmen für alle da sein. „Sie geht immer mal wieder von Schreibtisch zu Schreibtisch. Das mögen die Kollegen gern“, erzählt Vanessa Cramer. Mit der Hündin habe sich viel positiv verändert. „Und sie weiß, wann sie auch mal still liegen muss.“ Etwa, wenn es einen Termin mit der Bank gibt.

Malina Reckordt

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Dafür kann die Labradorhündin aber auch mitten aus dem vermeintlichen Tiefschlaf im Turbogang das Büro verlassen. „Wenn in der Küche etwas knistert, dann ist kein Halten mehr“, erzählt Cramer und lacht. Typisch für ihre Rasse – immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Selbst vor der Arbeitstasche einer Kollegin habe sie da nicht Halt gemacht. „Da war ein Apfel drin, den hat sie sich geschnappt und genüsslich gegessen“, erinnert sich Awiwas Frauchen. Die Geschichte sorgt noch heute für Lacher. Und sie hat die Kollegen sensibilisiert: Am besten keine Taschen mehr auf dem Boden stehen lassen.

Awiwa bringt Abwechslung in den Büroalltag zwischen Telefonaten mit Kunden, Spediteuren und Fahrern. In Besprechungen ist sie immer dabei. Mit ihrer neugierigen Art nimmt sie schnell Kontakt auf, auch zu fremden Menschen, die zu einem Besuch in der Firma sind. Eine ganz besondere Verbindung hat Awiwa zum neuen Auszubildenden des Unternehmens aufgebaut. „Er war zuerst etwas schüchtern und nervös, als es hier im Sommer losging“, erinnert sich Vanessa Cramer. Mittlerweile sind die beiden ein eingespieltes Team, „und vom Auszubildenden kommt sogar mal ein flapsiger Spruch. Das gefällt uns“. Hündin Awiwa habe das Eis schon oft gebrochen. „Da kommt gleich eine ganz andere Stimmung in den Raum, wenn der Hund dabei ist. Auch bei Kundengesprächen.“ Nein, Betriebsgeheimnisse kann sie natürlich nicht ausplaudern. Dafür hat die Labradorhündin auch mal Anspruch auf einen Tag Homeoffice. Sehr zum Leidwesen von Frauchen. „Das sind dann die langweiligeren Tage.“

Übrigens: In dem Unternehmen ist nicht nur Platz für Awiwa. „Hier kann eigentlich jeder seinen Hund mitbringen. Sie müssen sich untereinander nur gut verstehen und zumindest den Grundgehorsam beherrschen“, sagt Vanessa Cramer.

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