Spitzengespräch zur Obermarkpassage: Annäherung zwischen Stadt und Investoren Monika Jäger Minden. Am Mittwoch klang es noch nach ernsthaften Schwierigkeiten, am Donnerstag stellte sich das Ganze als Missverständnis heraus; inzwischen sind die Chefs der AIM Center GmbH und der Stadt Minden „in guten Gesprächen miteinander“. Mehr mag die Stadt über das Treffen mit den Investoren am Donnerstag nicht sagen. An diesem nahmen die beiden Spitzenmänner der AIM Center, Robert Maier und Rupert Atzberger, teil, seitens der Stadt Bürgermeister Michael Jäcke, Beigeordneter Lars Bursian und Kämmerer Norbert Kresse Am Tag davor war die Politik im Bauausschuss noch darüber informiert worden, dass der Antrag für den Umbau des ersten Abschnitts eingegangen ist, dass dabei aber noch wichtige Teile wie das Brandschutzkonzept fehlen. Das habe an einem Missverständnis auf Seiten des Architekten gelegen und sei inzwischen geklärt, erläuterte Lars Bursian im Anschluss an das Spitzengespräch vom Donnerstag auf MT-Anfrage.Konkretere Informationen gab es auch nicht zu der Frage, wie es mit dem Rechtsstreit weiter geht, den die Stadt angestrengt hatte. Sie soll als langjährige Eigentümerin der Stadthalle noch für Arbeiten in der Passage mit zahlen. Auch dazu heißt es seitens der Stadt aktuell nur: „wir sind in guten Gesprächen.“ Eine mögliche Öffnung der Tiefgarage werde davon nicht behindert, hieß es auf Nachfrage im Bauausschuss, weil dort weder bauliche Änderungen noch Nutzungsänderungen sind. Deren Öffnung hatte AIM-Center-Vertreter Atzberger zuletzt für das Weihnachtsgeschäft in Aussicht gestellt. Die Passauer AIM Center GmbH hat die seit Jahren leerstehende Immobile im Juni 2020 erworben und plant hier eine komplette Sanierung und viele neue Nutzungen: Kino, Bowling-Bahn, Hotel, Lebensmittelhandel gehören dazu. Auch die Verbindung zwischen Obermarktstraße und ZOB soll direkter und offener als bisher gestaltet werden. Energetisch wird saniert, unter anderem auch in den Wohnungen. Von Beginn an machten die neuen Eigentümer des Komplexes klar, dass sie bereit sind, den vielen Teileigentümern ihre Wohnungen abzukaufen. Denn an den umfangreiche Sanierungsarbeiten würden sich alle Eigentümer beteiligen müssen. Komplex ist die Planung auch deswegen, weil AIM einen Bereich für betreutes Seniorenwohnen ausbauen will, wofür nach ihren Worten auch bereits ein Betreiber gefunden wurde. Für diese Wohnungen soll die Passage oberhalb der Anlieferzone umgebaut und aufgestockt werden. Hierfür ist jedoch eine Änderung des Bebauungsplans mit Beteiligung der Öffentlichkeit nötig. Atzberger machte immer wieder deutlich, dass das endgültige Engagement von AIM Center – etwa durch Unterschreiben des Kaufvertrags für die Stadthalle – auch davon abhängt, dass diese Änderung tatsächlich erfolgt.Die Stadt ihrerseits hat immer wieder gesagt, dass sie den Investoren jede Unterstützung geben will, dass allerdings dafür nötig ist, die dafür nötigen Bauunterlagen und Anträge vorliegen zu haben.

Spitzengespräch zur Obermarkpassage: Annäherung zwischen Stadt und Investoren

Haben sich Stadt und der Investor der Obermarktpassage inzwischen über die strittigen Punkte verständigt? Die Antwort: Vielleicht. MT-Foto: Alex Lehn

Minden. Am Mittwoch klang es noch nach ernsthaften Schwierigkeiten, am Donnerstag stellte sich das Ganze als Missverständnis heraus; inzwischen sind die Chefs der AIM Center GmbH und der Stadt Minden „in guten Gesprächen miteinander“. Mehr mag die Stadt über das Treffen mit den Investoren am Donnerstag nicht sagen. An diesem nahmen die beiden Spitzenmänner der AIM Center, Robert Maier und Rupert Atzberger, teil, seitens der Stadt Bürgermeister Michael Jäcke, Beigeordneter Lars Bursian und Kämmerer Norbert Kresse

Am Tag davor war die Politik im Bauausschuss noch darüber informiert worden, dass der Antrag für den Umbau des ersten Abschnitts eingegangen ist, dass dabei aber noch wichtige Teile wie das Brandschutzkonzept fehlen. Das habe an einem Missverständnis auf Seiten des Architekten gelegen und sei inzwischen geklärt, erläuterte Lars Bursian im Anschluss an das Spitzengespräch vom Donnerstag auf MT-Anfrage.

Konkretere Informationen gab es auch nicht zu der Frage, wie es mit dem Rechtsstreit weiter geht, den die Stadt angestrengt hatte. Sie soll als langjährige Eigentümerin der Stadthalle noch für Arbeiten in der Passage mit zahlen. Auch dazu heißt es seitens der Stadt aktuell nur: „wir sind in guten Gesprächen.“

Eine mögliche Öffnung der Tiefgarage werde davon nicht behindert, hieß es auf Nachfrage im Bauausschuss, weil dort weder bauliche Änderungen noch Nutzungsänderungen sind. Deren Öffnung hatte AIM-Center-Vertreter Atzberger zuletzt für das Weihnachtsgeschäft in Aussicht gestellt.

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Patrick Schwemmling

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Die Passauer AIM Center GmbH hat die seit Jahren leerstehende Immobile im Juni 2020 erworben und plant hier eine komplette Sanierung und viele neue Nutzungen: Kino, Bowling-Bahn, Hotel, Lebensmittelhandel gehören dazu. Auch die Verbindung zwischen Obermarktstraße und ZOB soll direkter und offener als bisher gestaltet werden. Energetisch wird saniert, unter anderem auch in den Wohnungen. Von Beginn an machten die neuen Eigentümer des Komplexes klar, dass sie bereit sind, den vielen Teileigentümern ihre Wohnungen abzukaufen. Denn an den umfangreiche Sanierungsarbeiten würden sich alle Eigentümer beteiligen müssen.

Komplex ist die Planung auch deswegen, weil AIM einen Bereich für betreutes Seniorenwohnen ausbauen will, wofür nach ihren Worten auch bereits ein Betreiber gefunden wurde. Für diese Wohnungen soll die Passage oberhalb der Anlieferzone umgebaut und aufgestockt werden. Hierfür ist jedoch eine Änderung des Bebauungsplans mit Beteiligung der Öffentlichkeit nötig. Atzberger machte immer wieder deutlich, dass das endgültige Engagement von AIM Center – etwa durch Unterschreiben des Kaufvertrags für die Stadthalle – auch davon abhängt, dass diese Änderung tatsächlich erfolgt.

Die Stadt ihrerseits hat immer wieder gesagt, dass sie den Investoren jede Unterstützung geben will, dass allerdings dafür nötig ist, die dafür nötigen Bauunterlagen und Anträge vorliegen zu haben.

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