Marlon Bachert setzt Spielzeugfiguren mit seiner Kamera in Szene Claudia Hyna Petershagen-Döhren. Wenn Marlon Bachert mit dem Bus von der Schule nach Hause fährt, guckt er auch auf sein Handy. Schließlich muss der 15-Jährige wissen, was geht. Die meiste Zeit schaut er jedoch aus dem Fenster – immer auf der Suche nach neuen Orten für seine besondere Art der Fotografie. Sein Hobby hat keinen Namen, wohl aber seine Kamera, mit der alles anfing. Die nennt er liebevoll „Berta“ – weil sie schon so alt ist. Mit ihr streift der Schüler des Gymnasiums Petershagen (9c) regelmäßig durch die Umgebung. Immer im Rucksack dabei: Spielzeug aus dem Zimmer seines kleinen Bruders Linus. Das Repertoire reicht von Figuren von Lego Star Wars und Playmobil bis zu Schleichtieren und Modellautos. „Das muss ja nicht im Zimmer rum stehen. Ich will zeigen, was man mit Spielzeug alles machen kann.“ Als er vor etwa eineinhalb Jahren bei der Suche nach Luftballons in den Tiefen eines Schranks auf die Kamera seines Vaters stieß, nahm das Hobby seinen Anfang. Marlon las Bücher und brachte sich den Umgang mit der Olympus E 620 bei. Von da an fotografierte er vor allem im Urlaub und auf Familienfeiern. Irgendwann stieß der Schüler, der in seiner Freizeit auch Fußball spielt, im Internet auf Fotos mit Playmobilfiguren in der Landschaft. Das gefiel ihm so gut, dass er etwas Ähnliches machen wollte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Einer seiner Lieblingsplätze ist die Wassermühle in seinem Heimatort Döhren. Beim Termin vor Ort hat er gleich eine neue Idee. Das Moos auf einer verwitterten Bank wäre doch super für eine Aufnahme mit dem Elefanten. Und tatsächlich: Auf dem Foto sieht der Dickhäuter beinah lebendig aus. Auch der kleine Wasserfall an der Gehle oder am Mühlrad sei als Hintergrund perfekt, meint der 15-Jährige. Er findet es super, nach dem langen Stillsitzen in der Schule und bei den Hausaufgaben nach draußen zu gehen. Das war gerade auch nach den Klausuren der letzten Tage hilfreich. „Da krieg ich einen klaren Kopf.“ Ohne fehlt ihm mittlerweile was. Wenn er nur wenig Zeit hat, reicht der heimische Garten. Schön sei , zu sehen, wie die Natur sich verändere, etwa im Wechsel der Jahreszeiten. Auf diese Weise lernt er seine Umgebung immer besser kennen. Mit dem Fahrrad fährt er bis Neuenknick, Windheim oder Jössen. Schief angeguckt wurde er, als er in den Ferien spätabends an der Tankstelle in Döhren seine Kamera auspackte. „Ich brauchte das rote Licht als Hintergrund“, erklärte er denen, die es wissen wollten. Mit seiner Leidenschaft hat er seine Familie angesteckt. Seine Mutter Anja sucht für ihn nach guten Fotomotiven, etwa verlassene Orte mit ihrer besonderen Atmosphäre. Gemeinsam macht sich die Familie auf in den Loccumer Forst oder ins Hiller Moor. So richtig zum Spazieren kommen sie dann allerdings nicht, sagt die Mutter und lacht. Meist sei ihr Sohn mit der Auswahl von Motiven und der Anordnung seiner Figuren beschäftigt. Die Ideen gehen Marlon Bachert nicht aus. Er freut sich schon auf den Sommerurlaub mit seinen Eltern sowie Bruder und Schwester, da geht es an die holländische Nordsee. Mal sehen, was sich mit Sand und Wasser so alles anstellen lässt. Vielleicht gelingen ihm endlich die Unterwasseraufnahmen, von denen er schon länger träumt. Auch seinen Mitschülern gefällt, was Marlon auf der Plattform Instagram (marlon.olympus) zeigt. Da gebe es schon regelrechte Fans. Mittlerweile hat er drei Aufträge bekommen, dabei geht es um Porträts, um Tiere und Fotos von Handballspielen. Obwohl er sehr an seiner elf Jahre alten Kamera hängt, plant er, sich mit dem Verdienst eines Ferienjobs eine neue anzuschaffen. „Aber Berta gebe ich nicht ab.“ Möglicherweise könne er irgendwann sein Hobby zum Beruf machen, überlegt der 15-Jährige. Der Anfang ist jedenfalls gemacht.

Marlon Bachert setzt Spielzeugfiguren mit seiner Kamera in Szene

Wenig Zutaten, toller Effekt: Marlon setzt eine Legofigur mitten hinein ins Moos. © Foto: Marlon Bachert/pr

Petershagen-Döhren. Wenn Marlon Bachert mit dem Bus von der Schule nach Hause fährt, guckt er auch auf sein Handy. Schließlich muss der 15-Jährige wissen, was geht. Die meiste Zeit schaut er jedoch aus dem Fenster – immer auf der Suche nach neuen Orten für seine besondere Art der Fotografie.

Sein Hobby hat keinen Namen, wohl aber seine Kamera, mit der alles anfing. Die nennt er liebevoll „Berta“ – weil sie schon so alt ist. Mit ihr streift der Schüler des Gymnasiums Petershagen (9c) regelmäßig durch die Umgebung. Immer im Rucksack dabei: Spielzeug aus dem Zimmer seines kleinen Bruders Linus. Das Repertoire reicht von Figuren von Lego Star Wars und Playmobil bis zu Schleichtieren und Modellautos. „Das muss ja nicht im Zimmer rum stehen. Ich will zeigen, was man mit Spielzeug alles machen kann.“

Als er vor etwa eineinhalb Jahren bei der Suche nach Luftballons in den Tiefen eines Schranks auf die Kamera seines Vaters stieß, nahm das Hobby seinen Anfang. Marlon las Bücher und brachte sich den Umgang mit der Olympus E 620 bei. Von da an fotografierte er vor allem im Urlaub und auf Familienfeiern. Irgendwann stieß der Schüler, der in seiner Freizeit auch Fußball spielt, im Internet auf Fotos mit Playmobilfiguren in der Landschaft. Das gefiel ihm so gut, dass er etwas Ähnliches machen wollte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Einer seiner Lieblingsplätze ist die Wassermühle in seinem Heimatort Döhren. Beim Termin vor Ort hat er gleich eine neue Idee. Das Moos auf einer verwitterten Bank wäre doch super für eine Aufnahme mit dem Elefanten. Und tatsächlich: Auf dem Foto sieht der Dickhäuter beinah lebendig aus. Auch der kleine Wasserfall an der Gehle oder am Mühlrad sei als Hintergrund perfekt, meint der 15-Jährige.

Marlon Bachert. - © Foto: hy
Marlon Bachert. - © Foto: hy

Er findet es super, nach dem langen Stillsitzen in der Schule und bei den Hausaufgaben nach draußen zu gehen. Das war gerade auch nach den Klausuren der letzten Tage hilfreich. „Da krieg ich einen klaren Kopf.“ Ohne fehlt ihm mittlerweile was. Wenn er nur wenig Zeit hat, reicht der heimische Garten. Schön sei , zu sehen, wie die Natur sich verändere, etwa im Wechsel der Jahreszeiten. Auf diese Weise lernt er seine Umgebung immer besser kennen. Mit dem Fahrrad fährt er bis Neuenknick, Windheim oder Jössen. Schief angeguckt wurde er, als er in den Ferien spätabends an der Tankstelle in Döhren seine Kamera auspackte. „Ich brauchte das rote Licht als Hintergrund“, erklärte er denen, die es wissen wollten.

Mit seiner Leidenschaft hat er seine Familie angesteckt. Seine Mutter Anja sucht für ihn nach guten Fotomotiven, etwa verlassene Orte mit ihrer besonderen Atmosphäre. Gemeinsam macht sich die Familie auf in den Loccumer Forst oder ins Hiller Moor. So richtig zum Spazieren kommen sie dann allerdings nicht, sagt die Mutter und lacht. Meist sei ihr Sohn mit der Auswahl von Motiven und der Anordnung seiner Figuren beschäftigt.

Die Ideen gehen Marlon Bachert nicht aus. Er freut sich schon auf den Sommerurlaub mit seinen Eltern sowie Bruder und Schwester, da geht es an die holländische Nordsee. Mal sehen, was sich mit Sand und Wasser so alles anstellen lässt. Vielleicht gelingen ihm endlich die Unterwasseraufnahmen, von denen er schon länger träumt.

Auch seinen Mitschülern gefällt, was Marlon auf der Plattform Instagram (marlon.olympus) zeigt. Da gebe es schon regelrechte Fans. Mittlerweile hat er drei Aufträge bekommen, dabei geht es um Porträts, um Tiere und Fotos von Handballspielen. Obwohl er sehr an seiner elf Jahre alten Kamera hängt, plant er, sich mit dem Verdienst eines Ferienjobs eine neue anzuschaffen. „Aber Berta gebe ich nicht ab.“ Möglicherweise könne er irgendwann sein Hobby zum Beruf machen, überlegt der 15-Jährige. Der Anfang ist jedenfalls gemacht.

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