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(© Foto: Hartmut Springer)

Cirkus Flic Flac gastiert in Minden

veröffentlicht

Gastspiel vom 4. bis 14. April auf Kanzlers Weide / Rabatte für MT-Karteninhaber

Rebellisch, unangepasst und gegen den Strich gebürstet. So beschreibt der berühmte Cirkus Flic Flac sein neues Programm, mit dem er vom 4. bis 14. April auf Kanzlers Weide gastiert. Als MT-Karteninhaber profitieren Sie beim Ticketerwerb im Vorverkauf für die Premiere am Donnerstag, 4. April, 20 Uhr, von einem Rabatt von 20 Prozent auf den Grundpreis. Für die Abendvorstellung am Sonntag, 7. April, 19 Uhr und die Vorführungen bis einschließlich Donnerstag, 11. April, erhalten Sie bei Vorlage Ihrer MT-Karte einen Rabatt von zehn Prozent.

 Auf das Publikum wartet eine fulminante Show. Zum 30-jährigen Bestehen präsentiert das renommierte Eventunternehmen eine komplett neue Show namens „Punxxx". Ein Actionprogramm, das den besonderen Flic Flac Stil fortsetzt. Seit der ersten Show - „Nicht irgendein Circus" in 1989 – bringen die Flic Flac Macher Streetstyle ins schwarz-gelbe Zelt: punkig, rockig und auch nach drei Jahrzehnten garantiert anders.
Bei „Punxxx" treffen filigrane Reifenspringer der China National Acrobatic Group – beim „Circusfestival in Monte Carlo" mit Gold ausgezeichnet – auf die stahlharte Motorradkugel, in der neben sieben Männern auch erstmals eine Frau ihre waghalsigen Runden dreht.
Ein erfahrener Stuntman hangelt sich kopfüber unter der Zeltkuppel entlang, drei charmante Ladies betören mit brillanter Hand-auf-Hand-Akrobatik. Dazu gibt es schräge Comedy vom Feinsten. „Punxxx" – eine Show ohne Konventionen und Langeweile – stattdessen unvergesslich und unverzichtbar.
Mit dabei ist auch das Ausnahmetalent Sandeep. Der junge Artist aus Mumbai ist zum ersten Mal in Deutschland und bleibt für ein Jahr. Sandeep zeigt Mallakhamb, das in Deutschland noch weitgehend unbekannt ist. An einem 2,70 Meter hohen und glatten Holzstamm zeigt er die Kombination aus Yoga und Poledance.
Mallakhamb ist eine traditionelle Bewegungsschulung aus Indien. Ursprünglich hat es sich aus dem Training von Ringern entwickelt. Die meisten Elemente entstammen aus dem Yoga. Weil es aber an einem Holzpfahl praktiziert wird, erinnert es auch ein bisschen an Poledance.
In ganz Indien üben sich Kinder und Jugendliche im Mallakhamb. Sandeep hat es an einer Schule in Mumbai gelernt. 2015 hat er einen Internationalen Wettbewerb gewonnen. So werden Agenturen auf junge Talente aufmerksam und es kam zum Engagement in Deutschland.
Weil er das erste Mal in Deutschland ist, rund 6500 Kilometer Luftlinie von seinem Zuhause entfernt, findet Sandeep alles spannend, was passiert. „Ich lerne viel", sagt er auf Englisch mit dem unverkennbaren indischen Akzent, der für deutsche Ohren gewöhnungsbedürftig ist.
Besonders interessiert Sandeep, wie das Publikum reagiert, das die Mallakhamb-Tradition (noch) nicht kennt. Und auf die Stadt selbst ist er auch ziemlich gespannt. Die zehn Tage beim Gastspiel auf Kanzlers Weide, direkt an der Weser, werden dem jungen Mann aus Mumbai vermutlich vorkommen wie ein idyllischer Urlaub auf dem Land.
Den Holzpfahl aus Sheesham-Holz hat er aus seiner Heimat mitgebracht. In vielen südindischen Städten wie Bangalore findet man Sheesham-Bäume am Straßenrand. Der Kern ist wegen seiner hohen relativen Dichte sehr dauerhaft und gegen Termiten geschützt. Abgesehen davon, dass es so ein spezielles Gerät nicht an jeder Ecke zu kaufen gibt, verbindet die Beiden eine wirklich enge Beziehung. Sandeep sucht ein bisschen nach dem richtigen Ausdruck dafür. „Er ist wie mein Herz", sagt er dann zögernd. Offenbar ist er unsicher, ob sein Gegenüber wirklich versteht, was er damit ausdrücken möchte. Ein paar Helfer ziehen den auf einem rollbaren Untersatz montierten Pfahl ins Zelt. 2,70 Meter ist sein „Pole" hoch. Ohne spezielle Beleuchtung, ohne Musik und ohne sonstiges Tamtam zeigt Sandeep, was er kann.
Bei Flic Flac werden traditionelle Nummern gerne mal gegen den Strich gebürstet, das wird auch bei dem Mallakhamb-Auftritt so sein. Details werden natürlich noch nicht verraten. Bei „Punxxx" darf sich das Publikum auf viele spannende Programmpunkte freuen, bei denen es teilweise auch sehr waghalsig zugeht. Die Vorstellungen von Flic Flac leben durch Tempo, Artistik und Comedy-Einlagen. Das Programm trifft jeden Geschmacksnerv – und es steht schon jetzt fest, dass die Fangemeinde nach dem Gastspiel auf Kanzlers Weide noch größer ist.

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Cirkus Flic Flac gastiert in MindenGastspiel vom 4. bis 14. April auf Kanzlers Weide / Rabatte für MT-KarteninhaberRebellisch, unangepasst und gegen den Strich gebürstet. So beschreibt der berühmte Cirkus Flic Flac sein neues Programm, mit dem er vom 4. bis 14. April auf Kanzlers Weide gastiert. Als MT-Karteninhaber profitieren Sie beim Ticketerwerb im Vorverkauf für die Premiere am Donnerstag, 4. April, 20 Uhr, von einem Rabatt von 20 Prozent auf den Grundpreis. Für die Abendvorstellung am Sonntag, 7. April, 19 Uhr und die Vorführungen bis einschließlich Donnerstag, 11. April, erhalten Sie bei Vorlage Ihrer MT-Karte einen Rabatt von zehn Prozent. Auf das Publikum wartet eine fulminante Show. Zum 30-jährigen Bestehen präsentiert das renommierte Eventunternehmen eine komplett neue Show namens „Punxxx". Ein Actionprogramm, das den besonderen Flic Flac Stil fortsetzt. Seit der ersten Show - „Nicht irgendein Circus" in 1989 – bringen die Flic Flac Macher Streetstyle ins schwarz-gelbe Zelt: punkig, rockig und auch nach drei Jahrzehnten garantiert anders.Bei „Punxxx" treffen filigrane Reifenspringer der China National Acrobatic Group – beim „Circusfestival in Monte Carlo" mit Gold ausgezeichnet – auf die stahlharte Motorradkugel, in der neben sieben Männern auch erstmals eine Frau ihre waghalsigen Runden dreht.Ein erfahrener Stuntman hangelt sich kopfüber unter der Zeltkuppel entlang, drei charmante Ladies betören mit brillanter Hand-auf-Hand-Akrobatik. Dazu gibt es schräge Comedy vom Feinsten. „Punxxx" – eine Show ohne Konventionen und Langeweile – stattdessen unvergesslich und unverzichtbar.Mit dabei ist auch das Ausnahmetalent Sandeep. Der junge Artist aus Mumbai ist zum ersten Mal in Deutschland und bleibt für ein Jahr. Sandeep zeigt Mallakhamb, das in Deutschland noch weitgehend unbekannt ist. An einem 2,70 Meter hohen und glatten Holzstamm zeigt er die Kombination aus Yoga und Poledance.Mallakhamb ist eine traditionelle Bewegungsschulung aus Indien. Ursprünglich hat es sich aus dem Training von Ringern entwickelt. Die meisten Elemente entstammen aus dem Yoga. Weil es aber an einem Holzpfahl praktiziert wird, erinnert es auch ein bisschen an Poledance.In ganz Indien üben sich Kinder und Jugendliche im Mallakhamb. Sandeep hat es an einer Schule in Mumbai gelernt. 2015 hat er einen Internationalen Wettbewerb gewonnen. So werden Agenturen auf junge Talente aufmerksam und es kam zum Engagement in Deutschland.Weil er das erste Mal in Deutschland ist, rund 6500 Kilometer Luftlinie von seinem Zuhause entfernt, findet Sandeep alles spannend, was passiert. „Ich lerne viel", sagt er auf Englisch mit dem unverkennbaren indischen Akzent, der für deutsche Ohren gewöhnungsbedürftig ist.Besonders interessiert Sandeep, wie das Publikum reagiert, das die Mallakhamb-Tradition (noch) nicht kennt. Und auf die Stadt selbst ist er auch ziemlich gespannt. Die zehn Tage beim Gastspiel auf Kanzlers Weide, direkt an der Weser, werden dem jungen Mann aus Mumbai vermutlich vorkommen wie ein idyllischer Urlaub auf dem Land.Den Holzpfahl aus Sheesham-Holz hat er aus seiner Heimat mitgebracht. In vielen südindischen Städten wie Bangalore findet man Sheesham-Bäume am Straßenrand. Der Kern ist wegen seiner hohen relativen Dichte sehr dauerhaft und gegen Termiten geschützt. Abgesehen davon, dass es so ein spezielles Gerät nicht an jeder Ecke zu kaufen gibt, verbindet die Beiden eine wirklich enge Beziehung. Sandeep sucht ein bisschen nach dem richtigen Ausdruck dafür. „Er ist wie mein Herz", sagt er dann zögernd. Offenbar ist er unsicher, ob sein Gegenüber wirklich versteht, was er damit ausdrücken möchte. Ein paar Helfer ziehen den auf einem rollbaren Untersatz montierten Pfahl ins Zelt. 2,70 Meter ist sein „Pole" hoch. Ohne spezielle Beleuchtung, ohne Musik und ohne sonstiges Tamtam zeigt Sandeep, was er kann.Bei Flic Flac werden traditionelle Nummern gerne mal gegen den Strich gebürstet, das wird auch bei dem Mallakhamb-Auftritt so sein. Details werden natürlich noch nicht verraten. Bei „Punxxx" darf sich das Publikum auf viele spannende Programmpunkte freuen, bei denen es teilweise auch sehr waghalsig zugeht. Die Vorstellungen von Flic Flac leben durch Tempo, Artistik und Comedy-Einlagen. Das Programm trifft jeden Geschmacksnerv – und es steht schon jetzt fest, dass die Fangemeinde nach dem Gastspiel auf Kanzlers Weide noch größer ist.