Schlammschlacht um Ex-Siemens-Chef Kleinfeld

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Klaus Kleinfeld - © Foto: Valerie Caviness
Klaus Kleinfeld auf dem Parkett der New Yorker Börse. Sein Abgang beim US-Metallkonzern Arconic wird zur Schlammschlacht. (© Foto: Valerie Caviness)

New York - Der Abgang des deutschen Vorstandschefs Klaus Kleinfeld beim US-Metallkonzern Arconic wird zur Schlammschlacht. Der Großinvestor Elliott machte einen Brief mit Anspielungen öffentlich, den Kleinfeld an Elliott-Chef Paul Singer geschickt haben soll.

Das New Yorker Investmenthaus ist wegen seiner aggressiven Einmischung in Management-Belange gefürchtet. Aus dem Schreiben kann der Eindruck entstehen, dass der ehemalige Siemens-Chef Kenntnis von exzessiven Partys Singers im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat. Der US-Milliardär und Gründer des Elliott-Imperiums, dessen Hedgefonds als Großaktionäre bei Arconic mitreden wollen und schon länger Kleinfelds Absetzung forderten, interpretierte das Vorgehen als Erpressungsversuch. Singer beschwerte sich beim Arconic-Verwaltungsrat.

Links zum Thema
Brief Kleinfelds
Mitteilung zu Keinfeld-Rücktritt
Elliott-Website zur Anti-Kleinfeld-Kampagne

Der Konzern hatte am Montag die angeblich «einvernehmliche» Trennung von Kleinfeld bekanntgegeben. Dessen Brief sei «unautorisiert» gewesen und habe «schlechtes Urteilsvermögen» gezeigt, hieß es in der Mitteilung dazu. Kleinfeld selbst ließ Anfragen zum Konflikt mit Elliott und seinem Rücktritt bei Arconic bislang unbeantwortet. Zugleich war zu erfahren, der Manager, seine Familie und sein persönliches Umfeld seien massiv angegangen worden. Um Kleinfelds berufliche Zukunf müsse man sich derweil «keine Sorgen machen», der frühere Siemens-Chef habe bereits mehrere Jobangebote auf dem Tisch.

Kleinfeld hatte 2008 zunächst den Spitzenjob beim US-Aluriesen Alcoa übernommen und war nach dessen Aufspaltung im November 2016 zu Arconic gewechselt. Hedgefonds aus Singers Elliott-Imperium, die nach eigenen Angaben mehr als zehn Prozent an Arconic halten, hatten Kleinfeld wegen angeblich schwacher Renditen und Aktienkursentwicklung schon länger ins Visier genommen und mit einer aufwendigen Kampagne die restlichen Aktionäre zur Revolte gegen die Konzernführung aufgerufen. Singers umstrittene Methoden sind berüchtigt. Seine Fonds spekulieren gerne gegen Firmen und Staaten in Notlagen. Die argentinische Regierung prägte in einem jahrelangen Schuldenstreit mit Elliott den Begriff «Geierfonds».

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Abgang bei ArconicSchlammschlacht um Ex-Siemens-Chef KleinfeldNew York - Der Abgang des deutschen Vorstandschefs Klaus Kleinfeld beim US-Metallkonzern Arconic wird zur Schlammschlacht. Der Großinvestor Elliott machte einen Brief mit Anspielungen öffentlich, den Kleinfeld an Elliott-Chef Paul Singer geschickt haben soll.Das New Yorker Investmenthaus ist wegen seiner aggressiven Einmischung in Management-Belange gefürchtet. Aus dem Schreiben kann der Eindruck entstehen, dass der ehemalige Siemens-Chef Kenntnis von exzessiven Partys Singers im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat. Der US-Milliardär und Gründer des Elliott-Imperiums, dessen Hedgefonds als Großaktionäre bei Arconic mitreden wollen und schon länger Kleinfelds Absetzung forderten, interpretierte das Vorgehen als Erpressungsversuch. Singer beschwerte sich beim Arconic-Verwaltungsrat.Der Konzern hatte am Montag die angeblich «einvernehmliche» Trennung von Kleinfeld bekanntgegeben. Dessen Brief sei «unautorisiert» gewesen und habe «schlechtes Urteilsvermögen» gezeigt, hieß es in der Mitteilung dazu. Kleinfeld selbst ließ Anfragen zum Konflikt mit Elliott und seinem Rücktritt bei Arconic bislang unbeantwortet. Zugleich war zu erfahren, der Manager, seine Familie und sein persönliches Umfeld seien massiv angegangen worden. Um Kleinfelds berufliche Zukunf müsse man sich derweil «keine Sorgen machen», der frühere Siemens-Chef habe bereits mehrere Jobangebote auf dem Tisch.Kleinfeld hatte 2008 zunächst den Spitzenjob beim US-Aluriesen Alcoa übernommen und war nach dessen Aufspaltung im November 2016 zu Arconic gewechselt. Hedgefonds aus Singers Elliott-Imperium, die nach eigenen Angaben mehr als zehn Prozent an Arconic halten, hatten Kleinfeld wegen angeblich schwacher Renditen und Aktienkursentwicklung schon länger ins Visier genommen und mit einer aufwendigen Kampagne die restlichen Aktionäre zur Revolte gegen die Konzernführung aufgerufen. Singers umstrittene Methoden sind berüchtigt. Seine Fonds spekulieren gerne gegen Firmen und Staaten in Notlagen. Die argentinische Regierung prägte in einem jahrelangen Schuldenstreit mit Elliott den Begriff «Geierfonds».