Neue Schutzhülle für Atomruine Tschernobyl wird übergeben

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Sarkophag für Tschernobyl - © Foto: epa/Ebrd Photostream
Der riesige Stahlmantel soll für die nächsten 100 Jahre einen Austritt von Strahlen verhindern. (© Foto: epa/Ebrd Photostream)

Pripyat - Mehr als 30 Jahre nach der verheerenden Explosion im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl wird heute eine neue Schutzhülle für den 1986 zerstörten Reaktor übergeben. Zur Übergabe wird auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erwartet.

Der riesige Stahlmantel soll für die nächsten 100 Jahre einen Austritt von Strahlen verhindern und vor Umwelteinflüssen schützen. Die Konstruktion gilt als das größte bewegliche Bauwerk der Welt. Sie soll einen Betonsarkophag ergänzen, der von der Sowjetunion nach der Kernschmelze von 1986 eilig errichtet worden war. An den Kosten von rund zwei Milliarden Euro beteiligten sich mehr als 40 Geberländer.

Am 26. April 1986 war ein Test in Tschernobyl außer Kontrolle geraten, Reaktor 4 explodierte. Die Detonation wirbelte radioaktive Teilchen in die Luft. Von der damaligen Sowjetrepublik breitete sich die abgeschwächte Wolke auch über Westeuropa und Deutschland aus.

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Größtes bewegliches BauwerkNeue Schutzhülle für Atomruine Tschernobyl wird übergebenPripyat - Mehr als 30 Jahre nach der verheerenden Explosion im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl wird heute eine neue Schutzhülle für den 1986 zerstörten Reaktor übergeben. Zur Übergabe wird auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erwartet.Der riesige Stahlmantel soll für die nächsten 100 Jahre einen Austritt von Strahlen verhindern und vor Umwelteinflüssen schützen. Die Konstruktion gilt als das größte bewegliche Bauwerk der Welt. Sie soll einen Betonsarkophag ergänzen, der von der Sowjetunion nach der Kernschmelze von 1986 eilig errichtet worden war. An den Kosten von rund zwei Milliarden Euro beteiligten sich mehr als 40 Geberländer.Am 26. April 1986 war ein Test in Tschernobyl außer Kontrolle geraten, Reaktor 4 explodierte. Die Detonation wirbelte radioaktive Teilchen in die Luft. Von der damaligen Sowjetrepublik breitete sich die abgeschwächte Wolke auch über Westeuropa und Deutschland aus.