Kommentar zu Gewaltexzessemn in Hamburg: Klammheimliche Freude

Thomas Gross

Thomas Gross - © Foto: MT
Thomas Gross (© Foto: MT)

Die Frage nach der Schuld für die Gewaltexzesse während des G20-Gipfels in Hamburg schlägt hohe Wellen. Doch verstellt der Hinweis auf den falschen Tagungsort und die persönliche Zuweisung an den dortigen Ersten Bürgermeister Olaf Scholz den Blick auf die tieferen Ursachen. Mit Vorschlägen, derlei Gipfel künftig grundsätzlich am Sitz der Vereinten Nationen oder auf hoher See stattfinden zu lassen sowie mit Debatten über die Kosten-Nutzen-Relation oder die Sinnhaftigkeit derlei Treffen überhaupt sollen auch nur Nebelkerzen geworfen werden. Die kriegsähnlichen Zustände in weiten Teilen der Hansestadt sind damit ohnehin nicht erklärt. Oder glaubt jemand ernsthaft, die Gewaltaktivisten hätten stattdessen ihre berufliche Karriere vorangebracht, fleißig studiert oder sich fürs Gemeinwohl engagiert?