McAllister: Großbritannien ist eher «uneiniges Königreich»

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EU-Kommission - © Foto: Julien Warnand
Fahnen wehen vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel. (© Foto: Julien Warnand)

Berlin - Der britischen Gesellschaft droht nach Ansicht des CDU-Europapolitikers David McAllister eine zunehmende Spaltung. «Das Vereinigte Königreich erinnert momentan eher an ein uneiniges Königreich», sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Neun Monate nach dem Brexit-Votum will Großbritannien am 29. März die EU-Austrittserklärung abgeben. Die Schotten sollen deshalb nach dem Willen ihrer Regierungschefin Nicola Sturgeon erneut über die Unabhängigkeit von Großbritannien abstimmen, an diesem Dienstag beginnen die Beratungen im Parlament in Edinburgh.

Links zum Thema
Presseerklärung der Regierung
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Lexikon-Artikel zur Austrittsklausel "Artikel 50" des Vertrags von Lissabon auf einer EU-Webseite
Bericht auf der "Politico"-Webseite

Nach dem ersten schottischen Unabhängigkeitsreferendum 2014 habe vor allem der Wahlkampf für das britische EU-Referendum im Juni vergangenen Jahres tiefe Gräben gerissen. Der Politiker mit schottischen Wurzeln erwartet bei den Brexit-Verhandlungen eine klare Linie der EU.

So müssten die Rechte der über drei Millionen EU-Bürger, die im Vereinigten Königreich leben, in ihrer jetzigen Form garantiert werden, verlangte McAllister. «Darauf werden wir bestehen - auch im Interesse der 180 000 EU-Bürger, die in Schottland leben.» Nebenverhandlungen zwischen Brüssel und Edinburgh werde es jedoch nicht geben.

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Garantie der EU-BürgerrechteMcAllister: Großbritannien ist eher «uneiniges Königreich»Berlin - Der britischen Gesellschaft droht nach Ansicht des CDU-Europapolitikers David McAllister eine zunehmende Spaltung. «Das Vereinigte Königreich erinnert momentan eher an ein uneiniges Königreich», sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).Neun Monate nach dem Brexit-Votum will Großbritannien am 29. März die EU-Austrittserklärung abgeben. Die Schotten sollen deshalb nach dem Willen ihrer Regierungschefin Nicola Sturgeon erneut über die Unabhängigkeit von Großbritannien abstimmen, an diesem Dienstag beginnen die Beratungen im Parlament in Edinburgh.Nach dem ersten schottischen Unabhängigkeitsreferendum 2014 habe vor allem der Wahlkampf für das britische EU-Referendum im Juni vergangenen Jahres tiefe Gräben gerissen. Der Politiker mit schottischen Wurzeln erwartet bei den Brexit-Verhandlungen eine klare Linie der EU.So müssten die Rechte der über drei Millionen EU-Bürger, die im Vereinigten Königreich leben, in ihrer jetzigen Form garantiert werden, verlangte McAllister. «Darauf werden wir bestehen - auch im Interesse der 180 000 EU-Bürger, die in Schottland leben.» Nebenverhandlungen zwischen Brüssel und Edinburgh werde es jedoch nicht geben.