Abenteuer in Nammer "Wolfsschlucht"

Von Stefan Lyrath

Arbeitskreis der Dorfwerkstatt stellt elf Modelle und einen Plan zum Naturerlebnisraum vor / Familien bauen gemeinsam

Porta Westfalica-Nammen (Ly). Gleich am Eingang zum Nammer Naturerlebnisraum soll eine Skulptur vor allem den jüngeren Besuchern klarmachen, was sie an der Laurentiusstraße erwartet: Abenteuer.

Reihenweise Modelle: Die Kinder können es kaum erwarten, bis auch der richtige Spielplatz fertig ist. Foto: Stefan Lyrath
Reihenweise Modelle: Die Kinder können es kaum erwarten, bis auch der richtige Spielplatz fertig ist. Foto: Stefan Lyrath

"Dort könnte zum Beispiel ein Wolf stehen", erklärt Anja Schaper von der Dorfwerkstatt. Ein Name für das, was dahinter kommt, würde sich dann förmlich aufdrängen: "Wolfsschlucht". Das ist zwar noch Zukunftsmusik, aber gar nicht mehr in so weiter Ferne. Für den Sommer ist der erste Arbeitseinsatz geplant. Nach bisherigem Stand könnten sich etwa 20 Familien daran beteiligen. Noch 2012 soll der erste Bauabschnitt des Naturerlebnisraumes beendet sein.

Was auf dem früheren Spielplatz an der Laurentiusstraße entstehen könnte, hat die Dorfwerkstatt der Bevölkerung jetzt anhand von elf Modellen gezeigt, gebastelt während eines Workshops (58 Teilnehmer) mit Planerin Ulrike Aufderheide. Elf Gruppen ließen ihre Vorstellungen in die Modelle einfließen, Eltern und Kinder getrennt.

Am Ende musste fast nur noch addiert werden, welche Wünsche am häufigsten vorkamen. Mit diesem Wissen entstand eine Ideenskizze. Hauptattraktion wäre eine Fahrrad-Crossstrecke rund um das Gelände, zu dem auch Waldflächen und ein Hang gehören.

Vorgesehen sind außerdem Seilbahn, Hangrutsche, Sandspielplatz mit Baumkrone, Sinnesgarten mit Fühlpfad, Nestschaukel sowie ein Multifunktionsplatz inklusive Tribünen, vergleichbar mit einem kleinen Atrium. Dass Indianer nach wie vor angesagt sind, drückt sich in dem Wunsch nach Feuerstelle, Tipi und Totempfahl aus. Das geht natürlich nicht alles auf einmal, deshalb mehrere Bauabschnitte.

Vorgestellt hat die Dorfwerkstatt den Gesamtplan mit einer Cafeteria im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, deren Erlös in das Projekt fließt. Darüber hinaus denkt der Arbeitskreis an weitere Veranstaltungen, etwa ein Sommerfest. Zunächst geht es jetzt auf Sponsorensuche.

"Seilbahn und Röhrenrutsche sind relativ teuer", gibt Anja Schaper zu bedenken. "Was letztlich kommt, hängt ab von unserem Budget und der Anzahl der Leute, die bereit sind mitzumachen." Willkommen wären auch Materialspenden, beispielsweise Kronenholz, Steine und Schotter.

Ein Naturerlebnisraum ist eine Art Abenteuerspielplatz, zugleich Treffpunkt für alle Generationen. Unterteilt wird er in vier Bereiche: Ruhe, Natur, Kreativität und Spiel. Über den Fortgang des Projektes berichtet die Dorfwerkstatt (nächstes Treffen: Dienstag, 13. März, 19.30 Uhr, Dorfkrug) auch im Internet.

www.nammen-info.de

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