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Märchenhaft getanzte Bilder bis zum guten Ende

Von Gisela Schwarze

"Der Drachenstein" traf genau den Nerv des Publikums / Choreographin Daniela Schmoranzer selbst in der Rolle der Feenkönigin

Vlotho (G.S.) Der Stoff, aus dem Märchen sind, ist uralt und immer wieder faszinierend: Am Ende siegt das Gute über das Böse.

Jugendliche Power und Lebensfreude demonstrieren die Tänzerinnen auf der Bühne.
Jugendliche Power und Lebensfreude demonstrieren die Tänzerinnen auf der Bühne.

Bis das "Happyend" am späten Sonntagnachmittag beim Tanzmärchen "Der Drachenstein" eintraf, zogen die bunte Bühnenpräsentation und die tänzerische Handlung in ihren Bann.

Die böse Fee hat den Drachenstein gestohlen und dadurch große Kraft erlangt. Alle Waldwesen sind nun ihrem Willen unterworfen. Fotos: Gisela Schwarze
Die böse Fee hat den Drachenstein gestohlen und dadurch große Kraft erlangt. Alle Waldwesen sind nun ihrem Willen unterworfen. Fotos: Gisela Schwarze


Aus dem faszinierenden Feenreich ist Hilfe für den kleinen Drachen in Sicht.
Aus dem faszinierenden Feenreich ist Hilfe für den kleinen Drachen in Sicht.

In der Jugendkunstschule (Jks) waren die Eintracht-Valdorf-Gruppen für orientalischen Tanz zu Gast und begeisterten ihr Publikum. Daniela Schmoranzer, Übungsleiterin beim Turnverein Eintracht Valdorf, kreierte das Tanzmärchen "Der Drachenstein", in dem sie alle ihre Tänzerinnen vom Vorschulalter bis zur Erwachsenengruppe auf die Bühne brachte. Die zweifache Mutter ist von Beruf Lehrerin und außerdem eine ausgezeichnete Tänzerin und Choreographin.

Bis der kleine Drache seinen magischen Stein, geraubt von der bösen Fee, zurückbekommt, entwickelt sich im tänzerischen Geschehen eine Dramatik, bei der die Tänzerinnen ihre Körperbeherrschung beweisen und dekorative Requisiten wie Schleier, Flügel und auch Säbel effektvoll einsetzen. Sehr modern gestaltete Daniela Schmoranzer den märchenhaften Stoff von der Musik her.

Wer traditionelle orientalische Klänge erwartet hatte, staunte nicht schlecht über den großzügigen Einsatz abendländischer Musik mit Akkordeon, Saxophon, Orgel oder auch Bands, die "Klassiker" stilecht ersetzten. Lang- gezogene, klagend und sehnsuchtsvoll wirkende Flötentöne, Oud (Vorläufer der Laute), Geige und rhythmische Trommeln, wie sie in der orientalischen Musik zu Hause sind, fanden ebenfalls ihren gebührenden Einsatz und fügten sich mit modernen Klängen zu einem harmonischen Ganzen. Orientalischer Tanz mit Freude an vielfältigen Körperbewegungen vom Shimmy bis zu schlängelnden Armbewegungen und rassigen Hüftkicks bestimmte die märchenhafte Bühnenhandlung vor einer Waldkulisse oder dem angedeuteten Schloss aus 1001 Nacht.

Am Vorabend der Aufführung Fuß verletzt
Die Choreographin Daniela Schmoranzer tanzte in ihrem "Drachenstein" die Feenkönigin, allerdings zwangsläufig. Die Tänzerin dieser Rolle hatte sich am Vorabend der Aufführung den Fuß verletzt und fiel aus. "Überhaupt ging bei der Generalprobe alles schief", erzählte die Jks-Vorsitzende Hannelore Brünken-Busche, die als Märchen-Vorleserin mit verbindenden Worten durch die Tanzpräsentation führte. Die gesamte Probe sei leicht chaotisch verlaufen und außerdem habe sich zu aller Aufregung Daniela Schmoranzers kleine Tochter eine Platzwunde zugezogen. Wieder einmal bewahrheitete sich die Erfahrung, dass eine Aufführung bestens klappt, wenn die Generalprobe misslingt. Ausverkauft waren die über 100 Karten für die Premierenvorstellung schnell. Für alle Interessenten, die keine Eintrittskarte ergatterten, wird demnächst eine weitere Präsentation vom "Drachenstein" folgen.

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