Blitzer-Bilanz: Die meisten Verstöße gibt es an der Pohlschen Heide und in Meißen - Interaktive Karte

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Starenkasten an der B482 in Meißen an der Abfahrt zur B65. - © Foto: MT-Archiv
Starenkasten an der B482 in Meißen an der Abfahrt zur B65. (© Foto: MT-Archiv)

Minden (mt/nec). 15 „Starenkästen", also stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen wie es im Amtsdeutsch heißt, hat der Kreis Minden-Lübbecke im Einsatz. Dazu kommen 243 Messstellen, an denen regelmäßig der kreiseigene Radarwagen steht.

Im Jahre 2016 wurden bis Ende November insgesamt 11.686.910 Fahrzeuge überprüft. Von den überprüften Kraftfahrzeugen überschritten 51 434 Fahrzeuge die zulässige Höchstgeschwindigkeit. 81,6 Prozent der beanstandeten Fahrzeuge wurden dabei durch eine der stationären Blitzer erfasst, 18,4 Prozent fielen bei mobilen Kontrollen negativ auf.

An den 15 stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen im Kreisgebiet, von denen vier in beide Fahrtrichtungen schwenkbar sind, wurden in diesem Jahr bis zum 30. November 11.486.533 Fahrzeuge in 49.946 Kamerastunden überprüft. Bei 41 988 Fahrzeugen, also jedem 274. überprüften Fahrzeug, wurde eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit festgestellt. Vor fünf Jahren war noch jeder 207. Verkehrsteilnehmer an diesen Stellen zu schnell unterwegs.

Der Trend der rückläufigen Beanstandungsraten setzt sich damit seit Jahren eindrucksvoll fort, teilt der Kreis in seiner Jahresbilanz mit, vor allem wenn man bedenke, dass 2003 sogar noch jedes 86. Fahrzeug an den Messplätzen die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hat.

Die höchsten Verstoßquoten waren auch 2016 wieder auf der L 770 in Hille, Pohlsche Heide, und auf der B 482, südlich der B 65 in Minden-Meißen, zu verzeichnen, wo jeder 171. beziehungsweise jeder 174. Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hat. Weitgehend eingehalten wird das Tempo-Limit auf der L 766 in Isenstedt, wo nur 49 von 50.237 überprüften Verkehrsteilnehmern und damit jeder 1025. zu schnell unterwegs waren.

Der mobile Radarwagen des Kreises war im Jahr 2016 1567 Stunden im Einsatz, 200 377 Fahrzeuge wurden mit seiner Hilfe überprüft. 9446 Verkehrsteilnehmer (4,7 Prozent) hielten sich nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Zum gleichen Zeitpunkt hatten im Vorjahr 11.516 von 210 905 überprüften Fahrern (5,5 Prozent) die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten.

„Rekordhalter" im negativen Sinn war in diesem Jahr im Übrigen der Fahrer eines Mazda CX-5, der auf der L770 in Vehlage mit 155 Stundenkilometern geblitzt wurde - erlaubt sind dort 70 km/h. 600 Euro Geldbuße und ein Fahrverbot von drei Monaten sowie zwei Punkte stehen darauf nach der Bußgeldkatalogverordnung.

Natürlich ist der Kreis Minden-Lübbecke nicht der einzige, der gegen Geschwindigkeitsverstöße vorgeht: Auch die Polizei und die Stadt Minden haben Blitzer im Einsatz, sie haben aber keine Gesamtbilanz vorgelegt.

Der Kreis betont in seiner Bilanz auch die zahlreichen präventiven Maßnahmen zur Verkehrssicherheit. So werden vor allem Verkehrssicherheitstage in Kindergärten, Grundschulen, Berufskollegs und sozialen Einrichtungen sowie Sicherheitsaktionen zu Schuljahresbeginn initiiert und gefördert, Schulanfänger erhalten das Übungsheft „Der schlaue Fußgänger" und zur Herbstzeit gibt es weitere Aktionen zusammen mit Polizei und Verkehrswacht.

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Blitzer-Bilanz: Die meisten Verstöße gibt es an der Pohlschen Heide und in Meißen - Interaktive KarteMinden (mt/nec). 15 „Starenkästen", also stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen wie es im Amtsdeutsch heißt, hat der Kreis Minden-Lübbecke im Einsatz. Dazu kommen 243 Messstellen, an denen regelmäßig der kreiseigene Radarwagen steht. Im Jahre 2016 wurden bis Ende November insgesamt 11.686.910 Fahrzeuge überprüft. Von den überprüften Kraftfahrzeugen überschritten 51 434 Fahrzeuge die zulässige Höchstgeschwindigkeit. 81,6 Prozent der beanstandeten Fahrzeuge wurden dabei durch eine der stationären Blitzer erfasst, 18,4 Prozent fielen bei mobilen Kontrollen negativ auf. An den 15 stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen im Kreisgebiet, von denen vier in beide Fahrtrichtungen schwenkbar sind, wurden in diesem Jahr bis zum 30. November 11.486.533 Fahrzeuge in 49.946 Kamerastunden überprüft. Bei 41 988 Fahrzeugen, also jedem 274. überprüften Fahrzeug, wurde eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit festgestellt. Vor fünf Jahren war noch jeder 207. Verkehrsteilnehmer an diesen Stellen zu schnell unterwegs. Der Trend der rückläufigen Beanstandungsraten setzt sich damit seit Jahren eindrucksvoll fort, teilt der Kreis in seiner Jahresbilanz mit, vor allem wenn man bedenke, dass 2003 sogar noch jedes 86. Fahrzeug an den Messplätzen die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hat. Die höchsten Verstoßquoten waren auch 2016 wieder auf der L 770 in Hille, Pohlsche Heide, und auf der B 482, südlich der B 65 in Minden-Meißen, zu verzeichnen, wo jeder 171. beziehungsweise jeder 174. Verkehrsteilnehmer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hat. Weitgehend eingehalten wird das Tempo-Limit auf der L 766 in Isenstedt, wo nur 49 von 50.237 überprüften Verkehrsteilnehmern und damit jeder 1025. zu schnell unterwegs waren. Der mobile Radarwagen des Kreises war im Jahr 2016 1567 Stunden im Einsatz, 200 377 Fahrzeuge wurden mit seiner Hilfe überprüft. 9446 Verkehrsteilnehmer (4,7 Prozent) hielten sich nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Zum gleichen Zeitpunkt hatten im Vorjahr 11.516 von 210 905 überprüften Fahrern (5,5 Prozent) die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten. „Rekordhalter" im negativen Sinn war in diesem Jahr im Übrigen der Fahrer eines Mazda CX-5, der auf der L770 in Vehlage mit 155 Stundenkilometern geblitzt wurde - erlaubt sind dort 70 km/h. 600 Euro Geldbuße und ein Fahrverbot von drei Monaten sowie zwei Punkte stehen darauf nach der Bußgeldkatalogverordnung. Natürlich ist der Kreis Minden-Lübbecke nicht der einzige, der gegen Geschwindigkeitsverstöße vorgeht: Auch die Polizei und die Stadt Minden haben Blitzer im Einsatz, sie haben aber keine Gesamtbilanz vorgelegt. Der Kreis betont in seiner Bilanz auch die zahlreichen präventiven Maßnahmen zur Verkehrssicherheit. So werden vor allem Verkehrssicherheitstage in Kindergärten, Grundschulen, Berufskollegs und sozialen Einrichtungen sowie Sicherheitsaktionen zu Schuljahresbeginn initiiert und gefördert, Schulanfänger erhalten das Übungsheft „Der schlaue Fußgänger" und zur Herbstzeit gibt es weitere Aktionen zusammen mit Polizei und Verkehrswacht.