Porta Westfalica (mt). Der Handball-Kreispokal befindet sich auf einem guten Weg. Nach den umfassenden Neuerungen im vergangenen Jahr machte der Wettbewerb weitere Schritte in die richtige Richtung. So fand das Halbfinale zwischen den beiden Oberligisten Lit Tribe Germania und Gastgeber TuS 09 Möllbergen vor der prächtigen Kulisse von rund 400 Zuschauern statt. Im Endspiel machte Lit gegen den Landesligisten HCE Bad Oeynhausen kurzen Prozess und siegte nach zweimal 20 Minuten 22:15.

„Insgesamt war das über die beiden Tage gesehen eine ordentliche Leistung meiner Mannschaft“, sagte Lit-Trainer Daniel Gerling und ergänzte: „Meine Spieler haben immer dann Gas gegeben, wenn sie es mussten.“ So wie im Halbfinale gegen den Liga-Konkurrenten TuS 09 Möllbergen. Zwar entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, doch die Germanen schienen zu keinem Zeitpunkt des vorweggenommenen Endspiels Gefahr zu laufen, die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Zumindest bis in die Schlussphase hinein.

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Pokal-Notizen

Lob für den Modus: In den vergangenen Jahren hatte der Handballkreis als Ausrichter des Pokalwettbewerbs heftige Kritik einstecken müssen. Für die diesjährige Auflage mit dem neuen Endrunden-Modus mit Halbfinals und Finalspielen gab es hingegen viel Lob. Auch der Termin eine Woche vor dem Wiederbeginn des Ligabetriebs traf auf Zustimmung.

Kritik am Ablauf: Kritik hingegen rief der zeitliche Ablauf der Endrunde hervor. Die beiden klassenhöchsten Männerteams Lit und Möllbergen trafen bereits um 14 Uhr aufeinander. Das Männerfinale wurde jedoch erst um 18 Uhr angepfiffen. „Nach dem Frauenfinale war es dann leider sehr leer. Vielleicht überlegen wir uns zur kommenden Auflage etwas“, zeigte sich Spielwart Friedhelm Krietemeyer selbstkritisch. Sein Fazit war jedoch positiv: „Wir als Kreis haben unsere Hausaufgaben gemacht. Und die Einstellung der Akteure war deutlich besser als in den Vorjahren. Wir sind sehr zufrieden. Der TuS war ein guter Gastgeber.“ (cb)

Denn die Portaner wehrten sich nach Kräften und erhielten nach der 17:18-Niederlage von ihrem Trainer André Torge „ein großes Kompliment für das Engagement und den Kampfgeist“, der ihnen beinahe noch ein Unentschieden und ein Siebenmeterwerfen beschert hätten. Doch Simon Witte scheiterte mit seinem finalen Wurfversuch zwei Sekunden vor der Schlusssirene. „Das ist natürlich schade. Aber bei noch zwei Sekunden Spielzeit nimmt man auch nicht den langen Anlauf. Dann fehlt eben die letzte Kraft beim Wurf“, haderte der Routinier.

Im zweiten Halbfinale kam es ebenfalls zu einem Duell zweier Teams aus derselben Spielklasse. Mit dem HCE Bad Oeynhausen und dem HSV Minden-Nord standen sich die beiden Top-Teams der Landesliga rund drei Wochen vor dem Liga-Gipfel gegenüber. Eine spanende Angelegenheit wurde das Duell nicht, weil HSV-Rückraumlinkshänder Julian Kaatze an seiner künftigen Wirkungsstätte in der 15. Minute beim Stand von von 4:3 für die Mindener die Rote Karte sah und HCE-Keeper Dennis Specht in der Folge dessen Mitspieler zur Verzweiflung brachte. „Das war schlecht. Wir sind ausgeschieden“, grantelte HSV-Trainer Hauke Hampel.

Für den HCE hingegen kam die Endspielteilnahme ziemlich überraschend. „Wir haben gar nicht damit gerechnet. Vor allem nicht, dass wir gegen Hüllhorst in der Zwischenrunde gewinnen“, gab Spielertrainer Jasmin Gojacic nach dem Finale zu Protokoll und begründete die 15:22-Niederlage: „Uns sind einfach nach den zwei Tagen die Kräfte ausgegangen. Und eigentlich hätte das Finale Möllbergen gegen Lit heißen sollen. Aber so ist nun mal das Losverfahren.“

Für den neuen und alten Kreispokalsieger, der nach 2015 und 2016 zum dritten mal in Serie den Pott holte, geht es nun im Westfalenpokal weiter.

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