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Weg nach Westfalen führte über Päpinghausen

veröffentlicht

Als Tuspo Cammer ging es für SVPC vor 80 Jahren los / Doppelaufstieg 1982 / Sonntag Festakt

Päpinghausen/Cammer (hz). Die Spielvereinigung Päpinghausen/Cammer blickt am Sonntag auf den vor 80 Jahren erfolgten Beginn des vereinsorganisierten Sportlebens in den beiden Nachbarortschaften zurück.

Mitglieder des Tuspo Cammer auf Abenteuerausflug: Das Foto zeigt die Abfahrt zum Auswärtsspiel nach Norsehl anno 1948.
Mitglieder des Tuspo Cammer auf Abenteuerausflug: Das Foto zeigt die Abfahrt zum Auswärtsspiel nach Norsehl anno 1948.

Hinter den Jubiläumsveranstaltungen der SVPC steht allerdings seit jeher ein kleines Fragezeichen. "Leider ist das ursprüngliche Gründungsdatum aus den noch vorhandenen Unterlagen nicht mehr genau festzustellen", hielt der damalige Geschäftsführer Heinz-Hermann Tönsing bereits zum "60-Jährigen" fest.


Zeitreise im Dorfgemeinschaftshaus
Gleichwohl verspricht die um 11 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Päpinghausen beginnende Feier einen umfassenden Überblick mit Fotos und Zeitungsberichten über die zurückliegenden acht Jahrzehnte. "Wir werden gemeinsam mit unserem Ehrenvorsitzenden Dieter Rommelmann durch die Vereinsgeschichte reisen", kündigt der seit 1969 amtierende Kassenwart Hans-Georg Terner als dienstältestes Vorstandsmitglied an.

Anders als beim Gründungsdatum besteht über die Gründungsväter der Spielvereinigung keinerlei Zweifel. Für die Anfänge zeichneten die Sportkameraden Anton Denker, Willi Weie und Willi Stüting verantwortlich, die seinerzeit den Tuspo Cammer aus der Taufe hoben.

In der Kriegs- und Nachkriegszeit gestaltete sich die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs äußerst schwierig. Zeitweise stand nicht einmal ein eigener Sportplatz zur Verfügung. Die per Fahrrad, Last- oder Leiterwagen in Angriff genommene Bewältigung der mitunter recht weiten Anfahrtswege zu den Auswärtsspielen gerieten nicht selten zu kleinen Abenteuerausflügen.

Ersten Sportplatz mit Kühen und Mücken geteilt
Wegen der Reisestrapazen beantragte der Vorstand schließlich beim Niedersächsischen Fußballverband die Freigabe für den Westfälischen Verband. Die Verweigerung der Freigabe führte im November 1951 zur Auflösung des "Tuspo" und zur Neugründung der Spielvereinigung Päpinghausen/Cammer. Als Sportplatz diente zunächst das "Stadion" am Cammer Wäldchen - eine bisweilen von Kühen mitbenutzte Wiese, an deren Rand der Aue-Kanal Freiluft-Waschgelegenheiten und sommers prächtige Mückenplagen bot.

1970 zog der Verein zum Sportgelände in Päpinghausen um. Hier entstanden alsbald auch ein Sportheim und eine Flutlichtanlage. Der zunächst ausschließlich dem Fußball verpflichtete Verein erhielt eine Frauenabteilung mit Gymnastik- und Fußballsparte sowie eine Tischtennisabteilung. Das ließ die Mitgliederzahl auf 270 Personen ansteigen.

Für Furore sorgten die Fußballer in der Spielserie 1981/1982, als die Erstvertretung in die erste und die zweite Mannschaft gleichzeitig in die zweite Kreisklasse aufstieg. Ebenfalls schlagzeilenträchtig war die 1984 begonnene Triathlon-Veranstaltungsserie, die auf ihrem Höhepunkt 1988 rund 500 Starter (und 250 Helfer) nach Päpinghausen und Cammer lockte. Der wachsende Aufwand führte 2002 zu dem Entschluss, die Serie einzustellen.

Heute sind in dem 250 Mitglieder starken und seit 2009 von Christoph Stahlhut geführten Verein außer Fußballspielern (Frauenteam im Aufbau) zwei Frauengymnastikgruppen und eine Tischtennis-Freizeitgruppe aktiv.

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