Motorsport: 3000 Zuschauer beim Speedway in Neuenknick

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Tobias Kroner gewinnt Hauptrennen / Heimsieg in B-Lizenz-Klasse

Petershagen (mt). Die Veranstalter strahlten, die Fahrer lobten und die Zuschauer genossen: Als Tobias Kroner im Finale der Hauptklasse als Sieger über den Zielstrich fuhr, fand ein gelungener Speedway-Tag im Neuenknicker Lindenau-Stadion seinen spannenden Abschluss.

Vollgas-Fahren vor stattlicher Kulisse - © PETERSHAGEN
Vollgas-Fahren vor stattlicher Kulisse (© PETERSHAGEN)

"Man musste schon Vollgas geben", sagte der Sieger zum ausgeglichenen Fahrerfeld der I-Lizenz. Im packenden Finale hielt der Mann aus Dohren im Emsland den Schweden Mathias Thörnblom und Rene Deddens aus Emstek bei Cloppenburg auf Distanz. Hinterher feierten die drei gemeinsam mit einigen artistischen Einlagen auf der Ehrenrunde.

Die Veranstalter vom SC Neuenknick jubelten derweil vor allem ob der guten Kulisse. "Wir hatten 3000 zahlende Zuschauer und haben uns damit im Vergleich zum Vorjahr um fast das Doppelte verbessert", sagte Rennleiter Richard Gründer. 2013 war das Osterrennen wetterbedingt ausgefallen und Ende Juni als Abendveranstaltung nachgeholt worden. Das Osterrennen im Jahr davor fand vor 2000 Besuchern statt.

Zum positiven Fazit trug neben dem lauschigen Frühlingswetter auch die Tatsache bei, dass die Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz nahezu beschäftigungslos blieben. "Wir hatten nur ein paar Ausrutscher, aber nichts Schlimmes. Alle Unfälle sind glimpflich abgegangen", sagte Gründer.

Einen davon hatte sich Rene Deddens aus seinem verstaubten Rennanzug geschüttelt. Im zwölften und letzten Vorlauf rutschte der 21-Jährige mit seiner 500-Kubikzentimeter-Maschine in die luftgepolsterte Bande. Das folgende Halbfinale beendete er als Zweiter hinter Kroner, am Ende freute er sich über den dritten Platz.

"Es war mein erstes Rennen in diesem Jahr, ich bin super-zufrieden", sagte Deddens und lobte den Ausrichter: "Die Bahn war super, die Leute im Verein sind toll. Das Rennen hier hat einfach Tradition." Nicht umsonst bezeichnet der Norddeutsche den Neuenknicker Hexenkessel als eine seiner Lieblingsbahnen.

Etwas kritischere Töne schlug Sieger Tobias Kroner an: "Vielleicht waren es ein paar Läufe zu viel, die Bahn hat sich am Ende aufgelöst." Insgesamt rund 60 Läufe gingen am Ostersonntag über die rote Aschebahn, zuzüglich des Trainings dauerte der Renntag mehr als acht Stunden. "Ein paar Mal war zu viel Wasser auf der Bahn", bestätigte Deddens. Die Hinweise der Fahrer wurden dann aber erhört: "Der Verein hat super kooperiert", meinte Kroner.

Überhaupt bot der SC Neuenknick seinen insgesamt rund 3500 Gästen eine angenehme Atmosphäre und wurde dafür auch mit einigen Heimerfolgen belohnt. Den B-Lizenz-Wettbewerb gewann in Tom Lamek ein Fahrer des eigenen Vereins (siehe Extra-Text), auch auf dem Treppchen der C-Junioren standen in Fabien Neid und Tim Zielonka auf den Plätzen zwei und drei Starter des SC Neuenknick.

Tobias Kroner (links) gewann das Speedway-Rennen in Neuenknick vor Mathias Thörnblom. - © MT-Foto: Külbel
Tobias Kroner (links) gewann das Speedway-Rennen in Neuenknick vor Mathias Thörnblom. (© MT-Foto: Külbel)

"Das ist auch sportlich ein sehr guter Erfolg für unseren Verein", sagte Gründer und sprach von einer "sehr gelungenen Veranstaltung". Die war übrigens auch ein guter Start für den neuen Vereinsvorstand. Anfang des Jahres hatte Mario Hauke nach 20 Jahren Karl Heinrich König als Vorsitzenden abgelöst. Letzterer war natürlich trotzdem mit der Schippe in der Hand bei der Streckenpräparation im Einsatz.

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Motorsport: 3000 Zuschauer beim Speedway in NeuenknickTobias Kroner gewinnt Hauptrennen / Heimsieg in B-Lizenz-KlassePetershagen (mt). Die Veranstalter strahlten, die Fahrer lobten und die Zuschauer genossen: Als Tobias Kroner im Finale der Hauptklasse als Sieger über den Zielstrich fuhr, fand ein gelungener Speedway-Tag im Neuenknicker Lindenau-Stadion seinen spannenden Abschluss."Man musste schon Vollgas geben", sagte der Sieger zum ausgeglichenen Fahrerfeld der I-Lizenz. Im packenden Finale hielt der Mann aus Dohren im Emsland den Schweden Mathias Thörnblom und Rene Deddens aus Emstek bei Cloppenburg auf Distanz. Hinterher feierten die drei gemeinsam mit einigen artistischen Einlagen auf der Ehrenrunde.Die Veranstalter vom SC Neuenknick jubelten derweil vor allem ob der guten Kulisse. "Wir hatten 3000 zahlende Zuschauer und haben uns damit im Vergleich zum Vorjahr um fast das Doppelte verbessert", sagte Rennleiter Richard Gründer. 2013 war das Osterrennen wetterbedingt ausgefallen und Ende Juni als Abendveranstaltung nachgeholt worden. Das Osterrennen im Jahr davor fand vor 2000 Besuchern statt.Zum positiven Fazit trug neben dem lauschigen Frühlingswetter auch die Tatsache bei, dass die Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz nahezu beschäftigungslos blieben. "Wir hatten nur ein paar Ausrutscher, aber nichts Schlimmes. Alle Unfälle sind glimpflich abgegangen", sagte Gründer.Einen davon hatte sich Rene Deddens aus seinem verstaubten Rennanzug geschüttelt. Im zwölften und letzten Vorlauf rutschte der 21-Jährige mit seiner 500-Kubikzentimeter-Maschine in die luftgepolsterte Bande. Das folgende Halbfinale beendete er als Zweiter hinter Kroner, am Ende freute er sich über den dritten Platz."Es war mein erstes Rennen in diesem Jahr, ich bin super-zufrieden", sagte Deddens und lobte den Ausrichter: "Die Bahn war super, die Leute im Verein sind toll. Das Rennen hier hat einfach Tradition." Nicht umsonst bezeichnet der Norddeutsche den Neuenknicker Hexenkessel als eine seiner Lieblingsbahnen.Etwas kritischere Töne schlug Sieger Tobias Kroner an: "Vielleicht waren es ein paar Läufe zu viel, die Bahn hat sich am Ende aufgelöst." Insgesamt rund 60 Läufe gingen am Ostersonntag über die rote Aschebahn, zuzüglich des Trainings dauerte der Renntag mehr als acht Stunden. "Ein paar Mal war zu viel Wasser auf der Bahn", bestätigte Deddens. Die Hinweise der Fahrer wurden dann aber erhört: "Der Verein hat super kooperiert", meinte Kroner.Überhaupt bot der SC Neuenknick seinen insgesamt rund 3500 Gästen eine angenehme Atmosphäre und wurde dafür auch mit einigen Heimerfolgen belohnt. Den B-Lizenz-Wettbewerb gewann in Tom Lamek ein Fahrer des eigenen Vereins (siehe Extra-Text), auch auf dem Treppchen der C-Junioren standen in Fabien Neid und Tim Zielonka auf den Plätzen zwei und drei Starter des SC Neuenknick."Das ist auch sportlich ein sehr guter Erfolg für unseren Verein", sagte Gründer und sprach von einer "sehr gelungenen Veranstaltung". Die war übrigens auch ein guter Start für den neuen Vereinsvorstand. Anfang des Jahres hatte Mario Hauke nach 20 Jahren Karl Heinrich König als Vorsitzenden abgelöst. Letzterer war natürlich trotzdem mit der Schippe in der Hand bei der Streckenpräparation im Einsatz.