Nabu will Schafe und Ziegen mit Projekt vor Wölfen schützen

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Mit einem eigenen Herdenschutzprojekt will der Naturschutzbund Nabu vor allem Schafe und Ziegen auf Niedersachsens Weiden vor den Wölfen schützen. - © Foto: Bernd Thissen/dpa
Mit einem eigenen Herdenschutzprojekt will der Naturschutzbund Nabu vor allem Schafe und Ziegen auf Niedersachsens Weiden vor den Wölfen schützen. (© Foto: Bernd Thissen/dpa)

Hannover (dpa/lni). Mit einem eigenen Herdenschutzprojekt will der Naturschutzbund Nabu vor allem Schafe und Ziegen auf Niedersachsens Weiden vor den Wölfen schützen. «Die Anwesenheit von Wölfen und eine steigende Zahl von Nutztierrissen in Niedersachsen können zu großer Verunsicherung und sinkender Akzeptanz des Wolfs führen», sagte Nabu-Sprecher Philip Foth am Dienstag. Mit dem Projekt sollten in den kommenden drei Jahren Partner zur Sicherung der Weidetierhaltung gefunden werden.

Der Nabu-Landesvorsitzende Holger Buschmann sagte, es solle praktische und unkomplizierte Hilfe für die Tierhalter geben. «Das kann etwa Unterstützung beim wolfsabweisenden Zaunbau sein, Weideumtrieb an einen anderen Ort oder sogar Nachtwachen», erklärte Projektleiter Peter Schütte. Im Vordergrund stehe die Ausbildung Ehrenamtlicher in der Fläche.

Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hatte am Montag einen Sieben-Punkte-Plan der CDU-Fraktion mit Vorschlägen zur Eindämmung der Zahl der Wölfe kritisiert. Er befürchte keinen drastischen Anstieg, sagte er. Die Population dürfe nicht durch Abschüsse geregelt werden. Zunehmend waren in den vergangenen Monaten vor allem bei Weidetierhaltern Forderungen laut geworden, die Raubtiere notfalls zu töten.

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Nabu will Schafe und Ziegen mit Projekt vor Wölfen schützenHannover (dpa/lni). Mit einem eigenen Herdenschutzprojekt will der Naturschutzbund Nabu vor allem Schafe und Ziegen auf Niedersachsens Weiden vor den Wölfen schützen. «Die Anwesenheit von Wölfen und eine steigende Zahl von Nutztierrissen in Niedersachsen können zu großer Verunsicherung und sinkender Akzeptanz des Wolfs führen», sagte Nabu-Sprecher Philip Foth am Dienstag. Mit dem Projekt sollten in den kommenden drei Jahren Partner zur Sicherung der Weidetierhaltung gefunden werden.Der Nabu-Landesvorsitzende Holger Buschmann sagte, es solle praktische und unkomplizierte Hilfe für die Tierhalter geben. «Das kann etwa Unterstützung beim wolfsabweisenden Zaunbau sein, Weideumtrieb an einen anderen Ort oder sogar Nachtwachen», erklärte Projektleiter Peter Schütte. Im Vordergrund stehe die Ausbildung Ehrenamtlicher in der Fläche.Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hatte am Montag einen Sieben-Punkte-Plan der CDU-Fraktion mit Vorschlägen zur Eindämmung der Zahl der Wölfe kritisiert. Er befürchte keinen drastischen Anstieg, sagte er. Die Population dürfe nicht durch Abschüsse geregelt werden. Zunehmend waren in den vergangenen Monaten vor allem bei Weidetierhaltern Forderungen laut geworden, die Raubtiere notfalls zu töten.