Polizeikampagne gegen Enkeltrick setzt auf Familienangehörige

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Beim Enkeltrick geben sich Betrüger am Telefon als Familienangehörige aus. - © Foto: dpa
Beim Enkeltrick geben sich Betrüger am Telefon als Familienangehörige aus. (© Foto: dpa)

Osnabrück (dpa). Über Kinder, Enkel, Neffen und Freunde will die Polizeidirektion Osnabrück Senioren besser vor Kriminalität schützen. Dazu will die Polizei die jüngere Generation etwa über soziale Medien gezielt über die Maschen professioneller Täter informieren, die zum Beispiel den Enkeltrick anwenden. Die junge Leuten sollen dann ihre Eltern und Großeltern aufklären.

«Die jüngere Generation lässt sich besser über soziale Netzwerke erreichen als die Senioren», sagte der Sprecher der Polizeidirektion, Marco Ellermann. Die Hoffnung der Polizei ist, dass so Taten verhindert werden können, wenn Ältere in persönlichen Gesprächen mit ihrer Familie für die Tricks der Täter sensibilisiert und vor Gefahren gewarnt werden.

Beim Enkeltrick geben sich Gauner am Telefon beispielsweise als Verwandte oder Bekannte aus. Auch falsche Polizeibeamte oder Handwerker versuchen immer wieder, Senioren zu betrügen.

In einem Fall im Kreis Osnabrück hatte eine Seniorin über mehrere Überweisungen rund 200 000 Euro auf ein ausländisches Konto transferiert, weil ihr die Täter vorgegaukelt hatten, dass sie ein Gerichtsverfahren in der Türkei zu erwarten hätte, wenn sie nicht bezahlen würde. In Braunschweig übergab ein Rentner Betrügern 500 000 Euro. Arglose Senioren werden oft auch in ihren Häusern und Wohnungen bestohlen.

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Polizeikampagne gegen Enkeltrick setzt auf FamilienangehörigeOsnabrück (dpa). Über Kinder, Enkel, Neffen und Freunde will die Polizeidirektion Osnabrück Senioren besser vor Kriminalität schützen. Dazu will die Polizei die jüngere Generation etwa über soziale Medien gezielt über die Maschen professioneller Täter informieren, die zum Beispiel den Enkeltrick anwenden. Die junge Leuten sollen dann ihre Eltern und Großeltern aufklären.«Die jüngere Generation lässt sich besser über soziale Netzwerke erreichen als die Senioren», sagte der Sprecher der Polizeidirektion, Marco Ellermann. Die Hoffnung der Polizei ist, dass so Taten verhindert werden können, wenn Ältere in persönlichen Gesprächen mit ihrer Familie für die Tricks der Täter sensibilisiert und vor Gefahren gewarnt werden.Beim Enkeltrick geben sich Gauner am Telefon beispielsweise als Verwandte oder Bekannte aus. Auch falsche Polizeibeamte oder Handwerker versuchen immer wieder, Senioren zu betrügen.In einem Fall im Kreis Osnabrück hatte eine Seniorin über mehrere Überweisungen rund 200 000 Euro auf ein ausländisches Konto transferiert, weil ihr die Täter vorgegaukelt hatten, dass sie ein Gerichtsverfahren in der Türkei zu erwarten hätte, wenn sie nicht bezahlen würde. In Braunschweig übergab ein Rentner Betrügern 500 000 Euro. Arglose Senioren werden oft auch in ihren Häusern und Wohnungen bestohlen.