Lies will mehr als 1400 Fässer mit radioaktivem Müll nachbehandeln

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Foto: Uli Deck/dpa - © (c) Copyright 2010, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Leese (dpa). Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies will nun doch deutlich mehr Fässer mit schwach- bis mittelradioaktivem Abfall im Zwischenlager Leese bei Nienburg nachbehandeln. Das Land werde alle dort eingelagerten 1484 Fässer aus der Landessammelstelle Steyerberg inspizieren, nachbehandeln und für eine spätere Endlagerung fachgerecht verpacken, kündigte der SPD-Politiker am Montag in Hannover an.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass hunderte Fässer mit radioaktiven Abfällen aus den Bereichen Medizin, Forschung und Technik auf Feuchtigkeitsbildung innerhalb der Behälter überprüft werden müssen. Zunächst war nur von 442 Fässern die Rede, die überprüft werden müssen. Nun hieß es, diese müssten wegen Feuchtigkeitsbildung besonders intensiv behandelt werden. Dies könne eine Trocknung, Fixierung und bessere Umschließung der Abfälle beinhalten.

Die Nachbehandlung dauere acht bis zehn Jahre. Die Kosten von zehn bis 12 Millionen Euro werden vom Bund erstattet. Neben den Steyerberg-Fässern lagern in Leese noch 3400 Fässer im Eigentum des Landes Niedersachsen.

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Lies will mehr als 1400 Fässer mit radioaktivem Müll nachbehandelnLeese (dpa). Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies will nun doch deutlich mehr Fässer mit schwach- bis mittelradioaktivem Abfall im Zwischenlager Leese bei Nienburg nachbehandeln. Das Land werde alle dort eingelagerten 1484 Fässer aus der Landessammelstelle Steyerberg inspizieren, nachbehandeln und für eine spätere Endlagerung fachgerecht verpacken, kündigte der SPD-Politiker am Montag in Hannover an. Am Wochenende war bekannt geworden, dass hunderte Fässer mit radioaktiven Abfällen aus den Bereichen Medizin, Forschung und Technik auf Feuchtigkeitsbildung innerhalb der Behälter überprüft werden müssen. Zunächst war nur von 442 Fässern die Rede, die überprüft werden müssen. Nun hieß es, diese müssten wegen Feuchtigkeitsbildung besonders intensiv behandelt werden. Dies könne eine Trocknung, Fixierung und bessere Umschließung der Abfälle beinhalten. Die Nachbehandlung dauere acht bis zehn Jahre. Die Kosten von zehn bis 12 Millionen Euro werden vom Bund erstattet. Neben den Steyerberg-Fässern lagern in Leese noch 3400 Fässer im Eigentum des Landes Niedersachsen.