NDR: 442 Fässer mit radioaktivem Müll müssen nachbehandelt werden

veröffentlicht

Symbolfoto: Sebastian Gollnow/dpa - © Sebastian Gollnow
Symbolfoto: Sebastian Gollnow/dpa (© Sebastian Gollnow)

Leese (dpa). In einem Zwischenlager für schwachradioaktiven Atommüll in Leese im Landkreis Nienburg sollen nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) 442 Fässer stehen, „die intensiv nachbehandelt werden müssen“. Demnach müssten einige Fässer getrocknet werden, bei anderen hochgiftige Stoffe neu umschlossen werden, berichtete der NDR am Sonntag und bezog sich auf eine bisher unveröffentlichte Studie im Auftrag des Umweltministeriums. Das Ministerium war für eine Stellungnahme am Sonntag nicht zu erreichen.

Der Betreiber des Zwischenlagers, die Firma Eckert & Ziegler, wollte „grundsätzlich keine Spekulationen von dritter Seite in anderen Medien kommentieren“, sagte ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. In Leese wird seit Jahren radioaktiver Müll, der dem Land Niedersachsen gehört, gelagert. Es handelt sich dabei um medizinische Abfälle etwa aus Röntgenpraxen oder aus der Krebstherapie. Dem NDR zufolge hatte das Ministerium dem Landtag gegenüber bisher nur sieben problematische Fässer eingeräumt.

Copyright © Mindener Tageblatt 2018
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

NDR: 442 Fässer mit radioaktivem Müll müssen nachbehandelt werdenLeese (dpa). In einem Zwischenlager für schwachradioaktiven Atommüll in Leese im Landkreis Nienburg sollen nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) 442 Fässer stehen, „die intensiv nachbehandelt werden müssen“. Demnach müssten einige Fässer getrocknet werden, bei anderen hochgiftige Stoffe neu umschlossen werden, berichtete der NDR am Sonntag und bezog sich auf eine bisher unveröffentlichte Studie im Auftrag des Umweltministeriums. Das Ministerium war für eine Stellungnahme am Sonntag nicht zu erreichen. Der Betreiber des Zwischenlagers, die Firma Eckert & Ziegler, wollte „grundsätzlich keine Spekulationen von dritter Seite in anderen Medien kommentieren“, sagte ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. In Leese wird seit Jahren radioaktiver Müll, der dem Land Niedersachsen gehört, gelagert. Es handelt sich dabei um medizinische Abfälle etwa aus Röntgenpraxen oder aus der Krebstherapie. Dem NDR zufolge hatte das Ministerium dem Landtag gegenüber bisher nur sieben problematische Fässer eingeräumt.