Mehr Geld für Straßen

Lothar Schmalen

2018 gibt es Millionen für die Ostwestfalenstraße

Düsseldorf/Bielefeld (los). Für zwei wichtige Straßenbauprojekte im Raum Bielefeld/Herford/Lippe ist ein wichtiger nächster Schritt erfolgt. Der Ausbau der Kreuzung der Ostwestfalenstraße mit der B 751 (Oerlinghauser Straße) in Bad Salzuflen und die Verlängerung der Ostwestfalenstraße bis zur B 61 in Bielefeld-Brake sind nun ins Straßenbauprogramm des Landes für 2018 aufgenommen worden. In beiden Fällen könnten also im kommenden Jahr die Bauarbeiten beginnen.

Die Ostwestfalenstraße ist eine der Hauptverkehrsachsen in OWL. Von Osten führt sie den Verkehr aus Lippe und vom Westen aus dem Norden Bielefelds und dem Süden Herfords über die Auffahrt Ostwestfalen-Lippe zur A2. Gleichzeitig ist sie eine der Hauptverbindungen von Nordlippe zum Oberzentrum Bielefeld. Tausende von Fahrzeugen nutzen die Straße täglich.

Staus sind an der Tagesordnung. Die beiden Straßenbauprojekte kosten zusammen rund 22,7 Millionen Euro. „Wir sind froh, dass das Projekt jetzt im Bauprogramm des Landes steht“, sagt der Herforder FDP-Landtagsabgeordnete Stephen Paul, der sich von der Verlängerung der Ostwestfalenstraße zur B 61 eine Entlastung der beiden Ortsteile Herford-Elverdissen und Bielefeld-Milse erhofft.

Auch der Bielefelder SPD-Landtagsabgeordnete und Kommunalpolitiker Georg Fortmeier begrüßte die Aufnahme in den Plan: „Es ist der logische nächste Schritt zur Realisierung der Projekte.“

Für beide Projekte erwartet das NRW-Verkehrsministerium im Laufe des kommenden Jahres Baurecht. „Dann soll möglichst schnell mit den Bauarbeiten begonnen werden“, erklärt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU).

Für die Kreuzung L712n/L751 wird im kommenden Jahr der Planfeststellungsbeschluss erwartet. Hier soll die Ostwestfalenstraße mittels einer Brücke über die L751 geführt werden. Für die Verlängerung der L712n bis zur B61 liegt der Planfeststellungsbeschluss bereits vor, aber vor dem Verwaltungsgericht läuft ein Verfahren über eine Klage einer Initiative gegen die Verlängerung der L712n. Prozessbeobachter der gestrigen mündlichen Verhandlung rechnen allerdings damit, dass die Klage abgewiesen wird. Das Urteil wird in Kürze erwartet.

Insgesamt umfasst das Bauprogramm für die Landesstraßen 21 Einzelprojekte. Dafür stehen im Jahr 2018 37 Millionen Euro bereit, das sind 15 Prozent mehr als 2017. Die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP hatten schon im Koalitionsvertrag verabredet, dass sie die Finanzmittel für den Landesstraßenbau erhöhen wollten, „um den Investitionsstau der letzten Jahre aufzubrechen“. Schon länger im Programm steht der Ausbau der L766 in Hille einschließlich der Ortsdurchfahrten Minden-Hahlen und Espelkamp-Frotheim. (Gesamtkosten liegen bei rund 8,2 Millionen Euro).

Copyright © Mindener Tageblatt 2017
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Mehr Geld für Straßen2018 gibt es Millionen für die OstwestfalenstraßeLothar SchmalenDüsseldorf/Bielefeld (los). Für zwei wichtige Straßenbauprojekte im Raum Bielefeld/Herford/Lippe ist ein wichtiger nächster Schritt erfolgt. Der Ausbau der Kreuzung der Ostwestfalenstraße mit der B 751 (Oerlinghauser Straße) in Bad Salzuflen und die Verlängerung der Ostwestfalenstraße bis zur B 61 in Bielefeld-Brake sind nun ins Straßenbauprogramm des Landes für 2018 aufgenommen worden. In beiden Fällen könnten also im kommenden Jahr die Bauarbeiten beginnen. Die Ostwestfalenstraße ist eine der Hauptverkehrsachsen in OWL. Von Osten führt sie den Verkehr aus Lippe und vom Westen aus dem Norden Bielefelds und dem Süden Herfords über die Auffahrt Ostwestfalen-Lippe zur A2. Gleichzeitig ist sie eine der Hauptverbindungen von Nordlippe zum Oberzentrum Bielefeld. Tausende von Fahrzeugen nutzen die Straße täglich. Staus sind an der Tagesordnung. Die beiden Straßenbauprojekte kosten zusammen rund 22,7 Millionen Euro. „Wir sind froh, dass das Projekt jetzt im Bauprogramm des Landes steht“, sagt der Herforder FDP-Landtagsabgeordnete Stephen Paul, der sich von der Verlängerung der Ostwestfalenstraße zur B 61 eine Entlastung der beiden Ortsteile Herford-Elverdissen und Bielefeld-Milse erhofft. Auch der Bielefelder SPD-Landtagsabgeordnete und Kommunalpolitiker Georg Fortmeier begrüßte die Aufnahme in den Plan: „Es ist der logische nächste Schritt zur Realisierung der Projekte.“ Für beide Projekte erwartet das NRW-Verkehrsministerium im Laufe des kommenden Jahres Baurecht. „Dann soll möglichst schnell mit den Bauarbeiten begonnen werden“, erklärt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). Für die Kreuzung L712n/L751 wird im kommenden Jahr der Planfeststellungsbeschluss erwartet. Hier soll die Ostwestfalenstraße mittels einer Brücke über die L751 geführt werden. Für die Verlängerung der L712n bis zur B61 liegt der Planfeststellungsbeschluss bereits vor, aber vor dem Verwaltungsgericht läuft ein Verfahren über eine Klage einer Initiative gegen die Verlängerung der L712n. Prozessbeobachter der gestrigen mündlichen Verhandlung rechnen allerdings damit, dass die Klage abgewiesen wird. Das Urteil wird in Kürze erwartet. Insgesamt umfasst das Bauprogramm für die Landesstraßen 21 Einzelprojekte. Dafür stehen im Jahr 2018 37 Millionen Euro bereit, das sind 15 Prozent mehr als 2017. Die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP hatten schon im Koalitionsvertrag verabredet, dass sie die Finanzmittel für den Landesstraßenbau erhöhen wollten, „um den Investitionsstau der letzten Jahre aufzubrechen“. Schon länger im Programm steht der Ausbau der L766 in Hille einschließlich der Ortsdurchfahrten Minden-Hahlen und Espelkamp-Frotheim. (Gesamtkosten liegen bei rund 8,2 Millionen Euro).