Betrüger erbeuten 22.000 Euro mit Enkeltrick

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22.000 Euro haben Betrüger bei einem Enkeltrick am Donnerstag in Espelkamp erbeutet. - © Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
22.000 Euro haben Betrüger bei einem Enkeltrick am Donnerstag in Espelkamp erbeutet. (© Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Espelkamp (mt/nas). 22.000 Euro haben Betrüger bei einem Enkeltrick am Donnerstag in Espelkamp erbeutet. Opfer wurde eine 92-jährige Frau, berichtet die Polizei. Nach mehreren Anrufen des angeblichen Enkelsohnes übergab die Seniorin einem Abholer das Geld. Erst später kamen bei der Frau Zweifel auf. Als sie ihren „echten“ Angehörigen anschließend anrief, bemerkte die Seniorin, dass sie von Kriminellen hereingelegt wurde.

Am Donnerstagvormittag hatte sich der Betrüger erstmals am Telefon gemeldet und der 92-Jährigen vorgegaukelt, er sei ihr Enkel. Für eine angebliche Überraschung benötige er umgehend 22.000 Euro, so die Forderung des Unbekannten. Gleichzeitig versicherte der Anrufe, die Summe bereits am folgenden Tag wieder auf das Konto "seiner" Oma zurück überweisen zu wollen. Durch eine geschickte Gesprächsführung gelang es dem Betrüger schließlich, das Vertrauen der Seniorin zu gewinnen, so die Polizei. Die Frau begab sich daraufhin zur Bank und hob das Geld ab. Den nachfragenden Bankmitarbeiter verheimlichte sie, wie von dem Betrüger gefordert, den wahren Grund für die hohe Abhebung. Nach wiederholten Telefonaten mit dem Betrüger kam es schließlich am frühen Nachmittag zur Geldübergabe.

Die Polizei warnt erneut vor dieser seit Jahren bekannten Betrugsmasche. Insbesondere Angehörige von älteren Menschen sollten diese auf den Enkeltrick aufmerksam machen. Die Kriminellen, die häufig aus dem Ausland anrufen, haben es oftmals auf Senioren abgesehen. Dabei bedienen sich die Betrüger moderner Technik. So werden immer wieder in den Telefondisplays der Angerufenen Rufnummern angezeigt, die nicht existent  sind. Auch eine Rückverfolgungen ist daher unmöglich. "Wer solche Anrufe erhält, solle umgehend das Gespräch beenden", so der Rat der Polizei. Auf keinen Fall dürfe man auf Forderungen eingehen. Vielmehr sollten sofort Angehörige oder die Polizei informiert werden.

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Betrüger erbeuten 22.000 Euro mit EnkeltrickEspelkamp (mt/nas). 22.000 Euro haben Betrüger bei einem Enkeltrick am Donnerstag in Espelkamp erbeutet. Opfer wurde eine 92-jährige Frau, berichtet die Polizei. Nach mehreren Anrufen des angeblichen Enkelsohnes übergab die Seniorin einem Abholer das Geld. Erst später kamen bei der Frau Zweifel auf. Als sie ihren „echten“ Angehörigen anschließend anrief, bemerkte die Seniorin, dass sie von Kriminellen hereingelegt wurde.Am Donnerstagvormittag hatte sich der Betrüger erstmals am Telefon gemeldet und der 92-Jährigen vorgegaukelt, er sei ihr Enkel. Für eine angebliche Überraschung benötige er umgehend 22.000 Euro, so die Forderung des Unbekannten. Gleichzeitig versicherte der Anrufe, die Summe bereits am folgenden Tag wieder auf das Konto "seiner" Oma zurück überweisen zu wollen. Durch eine geschickte Gesprächsführung gelang es dem Betrüger schließlich, das Vertrauen der Seniorin zu gewinnen, so die Polizei. Die Frau begab sich daraufhin zur Bank und hob das Geld ab. Den nachfragenden Bankmitarbeiter verheimlichte sie, wie von dem Betrüger gefordert, den wahren Grund für die hohe Abhebung. Nach wiederholten Telefonaten mit dem Betrüger kam es schließlich am frühen Nachmittag zur Geldübergabe.Die Polizei warnt erneut vor dieser seit Jahren bekannten Betrugsmasche. Insbesondere Angehörige von älteren Menschen sollten diese auf den Enkeltrick aufmerksam machen. Die Kriminellen, die häufig aus dem Ausland anrufen, haben es oftmals auf Senioren abgesehen. Dabei bedienen sich die Betrüger moderner Technik. So werden immer wieder in den Telefondisplays der Angerufenen Rufnummern angezeigt, die nicht existent  sind. Auch eine Rückverfolgungen ist daher unmöglich. "Wer solche Anrufe erhält, solle umgehend das Gespräch beenden", so der Rat der Polizei. Auf keinen Fall dürfe man auf Forderungen eingehen. Vielmehr sollten sofort Angehörige oder die Polizei informiert werden.