Müller-Gruppe will Homann-Werk in Dissen schließen

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Der Nahrungsmittelkonzern Theo Müller will mehrere Produktionsstandorte seiner Feinkost-Tochter Homann schließen. - © Foto: Martin Gerten/dpa
Der Nahrungsmittelkonzern Theo Müller will mehrere Produktionsstandorte seiner Feinkost-Tochter Homann schließen. (© Foto: Martin Gerten/dpa)

Dissen (dpa). Der Nahrungsmittelkonzern Theo Müller will mehrere Produktionsstandorte seiner Feinkost-Tochter Homann schließen. Von den Plänen betroffen ist auch das Stammwerk in Dissen im Landkreis Osnabrück. Wie Müller am Freitag mitteilte, soll die Produktion von Salaten, Saucen und Dressings an einem einzigen Standort gebündelt werden.

Bis 2020 sollen die Standorte Dissen, Lintorf, Bottrop und Floh-Seligenthal geschlossen werden. Favorisiert für einen neuen, zentralen Standort werde das sächsische Leppersdorf, wo Müller bereits eine große Molkerei betreibt. Allein im Kreis Osnabrück droht der Verlust von mehr als 1000 Jobs.

Geplant seien in den kommenden Jahren Investitionen von bis zu 500 Millionen Euro, teilte Müller mit. Hintergrund sei eine vom scharfen Wettbewerb und mangelnden Entwicklungspotenzial an den vier Produktionsstätten ausgelöste Krise des Unternehmens. In Dissen, Lintorf (Niedersachsen), Bottrop (Nordrhein-Westfalen) und Floh-Seligenthal (Thüringen) ändere sich aber bis 2020 nichts. Es werde weiter voll gearbeitet und uneingeschränkt produziert. Langfristig sei es aber nicht möglich, die vier Werke profitabel zu betreiben.

Homann ist vor allem für seine Feinkostsalate bekannt. Der Umsatz liegt bei rund 630 Millionen Euro. 2012 wurde das Unternehmen von der luxemburgischen Unternehmensgruppe Theo Müller übernommen. Insgesamt beschäftigt Homann rund 3000 Mitarbeiter.

 „Das kann doch wohl nicht wahr sein“, zitierte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ Dissens Bürgermeister Hartmut Nümann. „Wenn es so kommt, ist das furchtbar, vor allem für die Mitarbeiter und die Zulieferbetriebe. Ich denke an all die jungen Familien, die vielleicht gerade ein Haus gebaut haben.“ Zuvor hatten auch die „Bild“-Zeitung und die „Lebensmittel Zeitung“ über die Schließungspläne berichtet.

Noch ist der endgültige Beschluss zum Umzug nach Leppersdorf nicht gefallen. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort seien mehr als 40 Alternativen in ganz Europa geprüft worden. Homann favorisiere trotz einiger Kostennachteile aber den Standort Deutschland. Allen Beschäftigten in Dissen, Lintorf, Bottrop und Floh-Seligenthal solle ein Angebot zum Wechsel an den neuen Produktionsstandort 2020 gemacht werden. Nicht betroffen von den Plänen sind die Produktionsstätten der Homann Feinkost GmbH in Rogätz (Sachsen-Anhalt) und Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern).

Schon Mitte 2016 war bekanntgeworden, dass Homann eine von drei Produktionsstätten am Unternehmenssitz im Osnabrücker Land schließt - betroffen waren 70 Mitarbeiter in Dissen am Teutoburger Wald. Die Schließung sei wegen eines unerwarteten Anstiegs der Rohstoffpreise sowie schwächerer Nachfrage notwendig geworden, begründete ein Sprecher der Unternehmensgruppe Theo Müller die Entscheidung damals.

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Müller-Gruppe will Homann-Werk in Dissen schließenDissen (dpa). Der Nahrungsmittelkonzern Theo Müller will mehrere Produktionsstandorte seiner Feinkost-Tochter Homann schließen. Von den Plänen betroffen ist auch das Stammwerk in Dissen im Landkreis Osnabrück. Wie Müller am Freitag mitteilte, soll die Produktion von Salaten, Saucen und Dressings an einem einzigen Standort gebündelt werden.Bis 2020 sollen die Standorte Dissen, Lintorf, Bottrop und Floh-Seligenthal geschlossen werden. Favorisiert für einen neuen, zentralen Standort werde das sächsische Leppersdorf, wo Müller bereits eine große Molkerei betreibt. Allein im Kreis Osnabrück droht der Verlust von mehr als 1000 Jobs. Geplant seien in den kommenden Jahren Investitionen von bis zu 500 Millionen Euro, teilte Müller mit. Hintergrund sei eine vom scharfen Wettbewerb und mangelnden Entwicklungspotenzial an den vier Produktionsstätten ausgelöste Krise des Unternehmens. In Dissen, Lintorf (Niedersachsen), Bottrop (Nordrhein-Westfalen) und Floh-Seligenthal (Thüringen) ändere sich aber bis 2020 nichts. Es werde weiter voll gearbeitet und uneingeschränkt produziert. Langfristig sei es aber nicht möglich, die vier Werke profitabel zu betreiben. Homann ist vor allem für seine Feinkostsalate bekannt. Der Umsatz liegt bei rund 630 Millionen Euro. 2012 wurde das Unternehmen von der luxemburgischen Unternehmensgruppe Theo Müller übernommen. Insgesamt beschäftigt Homann rund 3000 Mitarbeiter. „Das kann doch wohl nicht wahr sein“, zitierte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ Dissens Bürgermeister Hartmut Nümann. „Wenn es so kommt, ist das furchtbar, vor allem für die Mitarbeiter und die Zulieferbetriebe. Ich denke an all die jungen Familien, die vielleicht gerade ein Haus gebaut haben.“ Zuvor hatten auch die „Bild“-Zeitung und die „Lebensmittel Zeitung“ über die Schließungspläne berichtet. Noch ist der endgültige Beschluss zum Umzug nach Leppersdorf nicht gefallen. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort seien mehr als 40 Alternativen in ganz Europa geprüft worden. Homann favorisiere trotz einiger Kostennachteile aber den Standort Deutschland. Allen Beschäftigten in Dissen, Lintorf, Bottrop und Floh-Seligenthal solle ein Angebot zum Wechsel an den neuen Produktionsstandort 2020 gemacht werden. Nicht betroffen von den Plänen sind die Produktionsstätten der Homann Feinkost GmbH in Rogätz (Sachsen-Anhalt) und Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern). Schon Mitte 2016 war bekanntgeworden, dass Homann eine von drei Produktionsstätten am Unternehmenssitz im Osnabrücker Land schließt - betroffen waren 70 Mitarbeiter in Dissen am Teutoburger Wald. Die Schließung sei wegen eines unerwarteten Anstiegs der Rohstoffpreise sowie schwächerer Nachfrage notwendig geworden, begründete ein Sprecher der Unternehmensgruppe Theo Müller die Entscheidung damals.